Jahresbericht des Wiener Programms für Frauengesundheit 2025 Startseite wien.gv.at
  • Seiten
    • Leicht verständliche Sprache
    • Domain Policy
  • Icons
    • Bitte nicht lärmen
    • Blaulicht
  • Templates
    • Parkpickerl
    • Public WLAN

7.5 Frauengesundheit in der Arbeitswelt

7. Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Projektleitung: Alexandra Münch-Beurle

Viele Frauen arbeiten in den Branchen Handel, Pflege, Reinigung und Bildung - Branchen, die mit engen Interaktionen, Stress, Freundlichkeitsdruck, Lärm von Kindern oder repetitiven Tätigkeiten verbunden sind. Diese Belastungen finden im Arbeitnehmer*innenschutz wenig Beachtung. Hinzu kommen unbezahlte Care-Verpflichtungen, Vereinbarkeitsprobleme und häufig Teilzeitarbeit sowie persistente Rollenerwartungen. Die Folgen sind Unterrepräsentation in Führungspositionen, geringe Anerkennung, hohe Verantwortung bei geringem Entscheidungsfreiraum und anhaltende Entlohnungsungleichheit. 27 % der Frauen (im Alter von 18 bis 74 Jahren) berichten von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Auch Themen wie Menstruation und Menopause werden zwar zunehmend diskutiert, bleiben aber oft tabuisiert. Frauengesundheit am Arbeitsplatz geht jedoch weit darüber hinaus. Sensibilisierte und informierte Führungskräfte, flexible Arbeitszeitmodelle und eine offene, wertschätzende Gesprächskultur sind erforderlich, sowohl im Interesse der Frauen als auch der Arbeitgeber*innen.

Maßnahmen

Das Wiener Programm für Frauengesundheit setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, frauenspezifische Aspekte stärker im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu verankern. 2025 lag der Schwerpunkt auf der Schulung von Multiplikator*innen in etablierten Fortbildungsformaten.

  • Am 4. Juli 2025 fand im Rahmen der Seminarreihe „BGF-Know-how“ des Fonds Gesundes Österreich erneut das Seminar „Frauen im Fokus. Betriebliche Frauengesundheitsförderung“ statt. Die Seminare wurden von Birgt Pichler durchgeführt. Das zugrunde liegende Konzept wurde ursprünglich von Birgit Pichler gemeinsam mit Karin Korn und Hilde Wolf (FEM Süd) im Auftrag des Wiener Programms für Frauengesundheit entwickelt. Die Inhalte wurden auch im Handbuch „Betriebliche Frauengesundheitsförderung“ veröffentlicht.
  • Das Wiener Programm für Frauengesundheit beteiligte sich an der Ausbildung der Gesundheitslots*innen der Stadt Wien und stellte Expertise zu frauenspezifischen Gesundheitsthemen bereit und übernahm das Modul „Frauengesundheit“, welches am 9. April und 7. Oktober 2025 stattfand.

Die Ausbildungsaktivitäten zur frauensensiblen betrieblichen Gesundheitsförderung werden 2026 jedenfalls fortgesetzt.