3.4 Der operative Schwangerschaftsabbruch
Der operative Abbruch wird bis zur 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei wird die Schwangerschaft abgesaugt. Einen operativen Schwangerschaftsabbruch führen Krankenhäuser, Ambulatorien und manche niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte durch.
Der Ablauf
- Die Ärztin oder der Arzt informiert die Frau über den genauen Vorgang.
- Sollte die Blutgruppe der Frau den Rhesusfaktor negativ haben, bekommt sie eine „Rhesus-Spritze“. Damit wird Problemen bei zukünftigen Schwangerschaften vorgebeugt.
- Die Frau erhält eine örtliche Betäubung in den Muttermund oder sie bekommt eine kurze Vollnarkose.
- Die Ärztin oder der Arzt saugt die Schwangerschaft ab. Dazu wird ein Röhrchen in die Gebärmutter eingeführt. Durch dieses Röhrchen werden Gebärmutter-Schleimhaut und Fruchtsack abgesaugt. Der Vorgang dauert rund 10 Minuten.
- Nach dem Eingriff zieht sich die Gebärmutter zusammen. Das kann Unterbauchschmerzen verursachen.
- Bei einer Ultraschall-Untersuchung wird kontrolliert, ob alles in Ordnung ist.
- Nach dem Eingriff kann die Frau nach kurzer Ruhezeit nach Hause gehen.
- Es kann mehrere Tage zu regelartigen Blutungen kommen.
- In seltenen Fällen ist eine Nach-Curettage notwendig: Dabei wird die Gebärmutter ausgeschabt.