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Vorwort

Vorwort und Gesamtübersicht

© David Bohmann

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wienerinnen und Wiener!

Die Stadt Wien bekennt sich zu einer fairen, sachlichen, effizienten, zielgerichteten und transparenten Förderabwicklung. Im Jahr 2025 betrug das Fördervolumen rund 1,2 Mrd. EUR. Mit diesen Mitteln werden zentrale Einrichtungen und Projekte in Wien finanziert und nachhaltig abgesichert.

Gerade in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zeigt sich: Konsolidierung und Investitionen sind kein Widerspruch. Die Förderpolitik der Stadt Wien folgt diesem Grundsatz und verbindet budgetäre Verantwortung mit gezielten Zukunftsinvestitionen für die Wienerinnen und Wiener.

Förderungen leisten dabei einen wesentlichen Beitrag in zentralen Bereichen der Wiener Stadtpolitik, vor allem in der nachhaltigen Entwicklung, der sozialen Sicherheit, dem leistbaren Wohnen sowie im Schutz vor Gewalt. Gleichzeitig zeigt der Förderbericht die breite Wirkung der Förderpolitik über mehrere Bereiche hinweg. Besonders hohe Fördervolumina bestehen in den Bereichen Bildung und Jugend, Kultur und Wissenschaft sowie Wohnen und Wohnbau. Damit wird deutlich, dass Förderungen in Wien auf eine breite Absicherung zentraler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Aufgaben ausgerichtet sind.

Im Bereich der Nachhaltigkeit werden gezielt Impulse für die ökologische Transformation gesetzt, etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien, Klimaschutzmaßnahmen und die qualitative Weiterentwicklung des urbanen Raums. Dies zeigt sich auch im konkreten Fördergeschehen: Rund 2.500 Photovoltaik- Förderfälle sowie knapp 2.000 Förderungen für stationäre Stromspeicher verdeutlichen die Bedeutung dieses Bereichs. Diese Förderungen leisten auch im Bereich Mobilität einen wichtigen Beitrag, um die Grundlage für klimafreundliche Mobilitätslösungen zu schaffen.

Ein klarer Schwerpunkt liegt im Gewaltschutz. Die Stadt Wien stellt sicher, dass Schutz-, Beratungs- und Unterstützungsangebote flächendeckend verfügbar sind und konsequent weiterentwickelt werden. Das Frauenservice Wien weist für 2025 Förderungen in Höhe von 13,11 Mio. EUR aus, davon entfallen 8,63 Mio. EUR auf den Verein Wiener Frauenhäuser, eine zentrale Säule für Schutz, Beratung und sichere Unterbringung. Gerade in diesem Bereich zeigt sich, dass zentrale Leistungen auch unter anspruchsvollen budgetären Rahmenbedingungen verlässlich abgesichert werden.

Ein zentraler Bereich ist das Wohnen. Förderungen tragen wesentlich dazu bei, die Leistbarkeit des Wohnens zu sichern und gleichzeitig den Wohnbestand qualitativ und klimafit weiterzuentwickeln. Von Sanierungsmaßnahmen über energetische Verbesserungen bis hin zu neuen Wohnformen wird der Wiener Weg konsequent fortgeführt. Leistbares Wohnen bleibt damit ein zentraler Grundpfeiler der Wiener Stadtpolitik.

Förderungen sind insgesamt ein entscheidender Baustein der sozialen Infrastruktur in Wien. Sie ermöglichen konkrete Leistungen im Alltag, von Kinderbetreuung und Bildung über soziale Unterstützung bis hin zu Gesundheits- und Integrationsangeboten und stellen gleichzeitig sicher, dass zentrale Angebote der Daseinsvorsorge auch in herausfordernden Zeiten flächendeckend und in hoher Qualität zur Verfügung stehen. Allein im Bereich der Kinderbetreuung wurden im Rahmen der Hortgruppenförderung mehr als 10.400 Förderfälle abgewickelt. Damit sichern Förderungen unmittelbar Lebensqualität, soziale Sicherheit und Chancengerechtigkeit für die Wienerinnen und Wiener.

Darüber hinaus entfalten Förderungen auch eine wichtige standortpolitische Wirkung. Sie stärken Innovation, Beschäftigung und Wertschöpfung in Wien und tragen dazu bei, dass die Stadt ihre Rolle als wirtschaftlich starker und zukunftsfähiger Standort behaupten kann. Investitionen in Zukunftsbereiche wirken dabei weit über den unmittelbaren Förderzweck hinaus und stabilisieren langfristig die wirtschaftliche Entwicklung.

Da es sich um öffentliche Mittel handelt, erfolgt die Fördervergabe auf Basis klarer gesetzlichen Vorgaben, insbesondere dem Wiener Fördertransparenzgesetz (Wr. FTG) und dem Förderhandbuch. Diese Regelwerke gewährleisten eine nachvollziehbare Vergabe und eine strenge Kontrolle der widmungsgemäßen Verwendung von Fördermitteln.

Der vorliegende Förderbericht erscheint nun zum vierten Mal im neuen Format auf Basis dieser gesetzlichen Bestimmungen. Im Jahr 2025 wurde das Gesetz darüber hinaus weiterentwickelt, um die Transparenz zusätzlich zu stärken. Mit der „IFG-Novelle“ (Wiener Informationsfreiheitsanpassungsgesetz 2025) wurde der Förderbegriff ausgeweitet, wodurch nun auch Förderungen aus dem Bezirksbereich sowie Förderungen der Stadt Wien als Land, wie etwa im Wohnbau oder im Bereich Photovoltaik, im Bericht enthalten sind. Das höhere ausgewiesene Volumen von rund EUR 300 Mio. bedeutet also nicht, dass die Stadt Wien tatsächlich mehr ausgegeben hat, sondern es werden nun erstmals Zahlungen veröffentlicht, die früher nicht im Bericht enthalten waren.

Erstmals werden im Förderbericht auch Rückzahlungen in aggregierter Form dargestellt. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung Transparenz gesetzt und zugleich unterstrichen, dass Fördermittel konsequent kontrolliert und erforderlichenfalls zurückgefordert werden.

Mit der „TDB-Novelle 2025“ wurde zudem die umfassende Teilnahme an der Transparenzdatenbank verankert. Seit 1. September 2025 sind Förderungen ab EUR 1.500 – mit Ausnahme von Förderungen an Privatpersonen – zusätzlich im Transparenzportal veröffentlicht.

Der Förderbericht zeigt eindrucksvoll, wie viele gemeinnützige Organisationen in Wien tätig sind und wie viele Menschen sich tagtäglich für das Gemeinwohl engagieren. Ihnen allen gilt unser besonderer Dank. Ihr Einsatz trägt wesentlich dazu bei, dass Wien eine lebenswerte, soziale und zukunftsorientierte Stadt bleibt.

Barbara Novak, MA
Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales