6.4 Energiepreise
Die Energiepreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch. Hier wird die Entwicklung der realen Preise seit 2005 dargestellt. Reale Preise sind anhand des Verbraucherpreisindexes (VPI) inflationsbereinigt.
In der letzten Zeit hatten vor allem geopolitische Herausforderungen wie Kriege, damit verbundene Sanktionen und mangelnde Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern, Einfluss auf die Energiepreise.
Haushaltspreise
Seit 2010 sind die realen Bruttopreise für verschiedene Energieträger eher konstant geblieben und zum Teil leicht gesunken. Nach einem Anstieg im Jahr 2022 haben sich die Preise für elektrische Energie und Pellets wieder auf dem ursprünglichen Pfad eingependelt, während die Preise für Gas und Gasöl für Heizzwecke weiterhin merklich erhöht geblieben sind.
Zusammensetzung der Energiepreise für Haushalte
Die nominalen Bruttopreise der verschiedenen Energieträger setzen sich aus den unten ersichtlichen Nettopreisen, Abgaben und Steuern zusammen.
Industriepreise
Die Preise für Industrieabnehmer*innen sind seit 2010 relativ konstant geblieben und zum Teil etwas gesunken. Steinkohle ist im Industriebereich noch relevant. Dafür spielen Pellets hier keine Rolle. Seit dem Preisanstieg um die Jahre 2021 und 2022 sind die Preise zwar wieder gesunken, haben jedoch noch nicht das Niveau der Jahre davor erreicht.
Werte für Erdgas vor dem Jahr 2009 sind nicht verfügbar.
Treibstoffpreise
Die realen Bruttotreibstoffpreise für Diesel und Benzin sind seit 2005 auf ähnlichem Niveau.
Ab Oktober 2022 erhob der österreichische Staat 30 Euro pro Tonne CO2. Dadurch stiegen die nominalen Bruttotreibstoffpreise für Diesel und Benzin deutlich.
Zusammensetzung der Treibstoffpreise
Die Treibstoffpreise setzen sich aus den unten ersichtlichen Nettopreisen, Abgaben und Steuern zusammen.