Charta digitale Rechte Kinder und Jugendliche Startseite wien.gv.at
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5.1 Inhalt der Charta

5. Gleichbehandlung, Schutz vor Diskriminierung und Inklusion

„Die Stadt Wien stellt sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen in Wien das Internet kostenlos nutzen können. Sie achtet darauf, dass ihre digitalen Angebote so gestaltet sind, dass sie alle gleich gut nutzen können und niemand benachteiligt wird.“

In einer Welt, in der Wissensvermittlung, soziale Kontakte und die Teilhabe am öffentlichen Leben immer stärker online stattfinden, muss darauf geachtet werden, dass im Hinblick auf digitale Zugänge niemand benachteiligt wird und alle die gleichen Chancen haben. Der kostenlose Internetzugang, auch für alle Kinder und Jugendlichen in Wien, sorgt dafür, dass junge Wiener*innen – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie – Möglichkeiten haben, auf Informationen zuzugreifen, Hausaufgaben zu recherchieren und an Online‑Kursen teilzunehmen.

Digitale Barrieren können die aktive Mitgestaltung und Mitbestimmung junger Menschen verhindern. Werden digitale Angebote so gestaltet, dass sie für alle Nutzer*innen – etwa mit unterschiedlichem Seh- oder Hörvermögen oder mit motorischen Einschränkungen – gleichermaßen zugänglich sind, werden Räume für Partizipation erweitert. Mehrsprachigkeit ermöglicht es Kindern mit Migrations‑ oder Fluchtbiografie, die noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben, sich von Beginn an zu informieren und selbstbewusst teilzuhaben. Die Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten kann dazu beitragen, Ausschlussmechanismen für und Diskriminierungen bzw. Belästigungen von Mädchen und jungen Frauen entgegenzuwirken. Ein freier Internetzugang und barrierefreie, gendergerechte, diskriminierungskritische und mehrsprachige digitale Angebote tragen dazu bei, soziale Ausgrenzung zu verhindern und stärken den Zusammenhalt – sowohl in der eigenen Nachbarschaft als auch in globalen Netzwerken.

Die Stadt Wien fördert das Recht auf Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung im digitalen Raum durch:

  • Kostenlosen Internetzugang in den Schulen der Stadt Wien: Dieser steht allen Schüler*innen an Schulen der Stadt Wien zur Verfügung.
  • Kostenlosen Internetzugang an öffentlichen Orten und Räumen: An Orten, die von der Stadt Wien Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden, wird auch kostenloser Internetzugang bereitgestellt.
  • Barrierefreie, gendergerechte und diskriminierungsfreie digitale Angebote: Bei Apps, Webseiten und anderen digitalen Beiträgen wird darauf geachtet, dass sie inklusiven bzw. barrierefreien Standards entsprechen sowie diskriminierungsfrei und gendergerecht gestaltet sind.
  • Ausbau mehrsprachiger digitaler Angebote: Bei Apps, Webseiten und anderen digitalen Beiträgen arbeitet die Stadt Wien daran, mehrsprachige Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • Altersgerechte und nutzer*innenfreundliche digitale Angebote: Die Stadt Wien weiß, dass junge Menschen einer Organisation mehr vertrauen, wenn ihr Design nutzer*innenfreundlich ist. Deswegen achtet die Stadt darauf, dass ihre digitalen Angebote, die an junge Menschen gerichtet sind, abgeleitet von ihrem einheitlichen Erscheinungsbild (Corporate Design) entsprechend jugendgerecht gestaltet sind, z.B. durch Videoformate, Bilder und altersgerechte Sprache.

Ein junges Mädchen sitzt vor einem Computer. Man sieht sie von hinten und auf den Bildschirm. Es läuft eine Videokonferenz. Die Bilder der Teilnehmenden sind verschwommen.