1.1 Was ist die Wiener Charta für digitale Rechte für Kinder und Jugendliche?
In einer immer stärker vernetzten Welt ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte im digitalen Raum kennen und verstehen. Es gibt bereits viele unterschiedliche Gesetze, Regeln und Ideen, die sich mit Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum befassen. Es fehlt aber an Übersetzer*innen, die diese Texte so übersetzen, dass sie verständlich für alle sind und den Alltag von Kindern und Jugendlichen widerspiegeln.
Eine „Charta“ ist eine Art Handbuch, in dem Prinzipien, Rechte und Pflichten festgehalten werden. In der „Wiener Charta für digitale Rechte für Kinder und Jugendliche“ werden also Grundsätze festgehalten, die bestimmen, was die Stadt Wien tun kann, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum gut zu schützen und zu fördern.
Die „Wiener Charta für digitale Rechte für Kinder und Jugendliche“ ist eine von 193 Maßnahmen der Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2020-2025, an der mehr als 22.500 Kinder und Jugendliche mitgewirkt haben. Sie ist außerdem ein wichtiges Vorhaben im aktuellen Regierungsprogramm „Aufschwungskoalition für Wien“.
Weil Wien ein Bundesland bzw. eine Stadt ist, können nur jene Themen in der Charta enthalten sein, für die Wien auch zuständig ist. Die Stadt Wien kann zum Beispiel Informationen bereitstellen, welche Inhalte für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien gefährlich sind; sie kann aber keine zusätzlichen Gesetze zur Löschung gefährlicher Inhalte schaffen. Für viele Themen ist der Bund oder auch die Europäische Union zuständig.