2.4 Sicherheit im digitalen Raum, Datenschutz und Privatsphäre
„Es muss eine Balance zwischen Schutz und absolutem Verbot entstehen.“
„Viele bewegen sich täglich online oft schon sehr früh auf Plattformen, die nicht für ihr Alter gemacht sind. Ohne Schutzmaßnahmen und gute Aufklärung sind sie dabei Risiken wie Cybermobbing, Grooming oder Hass im Netz schutzlos ausgesetzt.“
WICHTIGKEIT DES GRUNDSATZES
Dieser Themenbereich wurde mit fast 61% (63% der Mädchen und 57% der Burschen) am wichtigsten eingeschätzt.
- Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum wurde von fast allen als äußerst wichtig und zentral angesehen. Besonders betont werden Risiken wie Cybermobbing, Hass im Netz, Datenmissbrauch sowie der Kontakt mit Hacker*innen und verbotenen Webseiten. Viele fordern deshalb strenge Schutzmaßnahmen, klare Regeln und Aufklärung, um Kinder und Jugendliche zu schützen.
- Auch die Rolle der Eltern wurde angesprochen: Sie sollen Verantwortung übernehmen und wissen, was ihre Kinder online tun.
- Die Schule ist der wichtigste Informationsort für Beratungsangebote zu Hass im Netz und Cybermobbing.
- Die meisten Vorschläge befürworteten eine stärkere Präsenz der Beratungsangebote in Schulen (Workshops, Unterricht und Plakate), auf Social Media (vor allem auf TikTok/Instagram mit authentischen Inhalten und Influencer*innen) sowie gezielte Werbung an Orten und in Medien, die Jugendliche täglich nutzen. Die Einbindung von Eltern und Lehrkräften wird als unterstützend angesehen.
- Weitere wichtige Vorschläge:
- Verschränkte Angebote: Junge Menschen möchten die Wahl haben, sich anonym und niederschwellig, oder auch im klassischen Face-to-Face-Beratungssetting Hilfe zu holen.
- Zugänglichkeit der Angebote: Die Angebote müssen in die Lebensräume der jungen Menschen gebracht werden.