2.8 Digitale Gesundheitsdienste und Gesundheitsinformationen
„Mentale Gesundheit ist sehr wichtig, weil es noch immer nicht so ernst genommen wird, wie es eigentlich sollte.“
„Gesundheitsinformationen finde ich gut, aber Therapie finde ich sollte eher nicht digital stattfinden. Aber für Menschen mit Social Anxiety oder so würde das sicher gut sein“
- Viele Rückmeldungen betonen die Wichtigkeit von digitalen Gesundheitsangeboten, insbesondere im Bereich der mentalen Gesundheit und Therapie für Jugendliche. Häufig genannt wird, dass solche Angebote schnell, anonym, niederschwellig und jugendgerecht zugänglich sein sollten.
- Mehrere Beiträge hoben hervor, dass es aktuell zu wenige kostenlose oder leicht zugängliche Therapieangebote gibt und dass digitale Angebote eine Lücke schließen könnten, besonders für jene, die nicht persönlich erscheinen können oder Hemmungen haben. Auch die Enttabuisierung von Mental Health und mehr Aufklärung wurden gefordert.
- Es gibt aber auch kritische Stimmen: Einige finden, dass Therapie und sensible Gespräche besser persönlich stattfinden sollten. Einige schlagen einen Mittelweg vor: Diagnosen oder erste Schritte könnten online erfolgen, die eigentliche Therapie aber persönlich.
- Einzelne Beiträge forderten den Ausbau bestehender Angebote wie „147“ oder sprechen technische Aspekte wie die vollständige Dokumentation in ELGA an. Auch der Wunsch nach spezifischen Angeboten wie Sexualtherapie wird genannt.
- Welche Gesundheitsthemen sind besonders wichtig? Am häufigsten wurden die Themen „Sucht“ und „Probleme mit Freund*innen, Eltern und Familie“ genannt (jeweils 65,7%). Dicht dahinter liegen die Themen „Sexuelle Gesundheit“ (62,2%) und „Ernährung“ (61,7%) und „Gesunder Lebensstil“ (60,7%).