7.1 Gesundheitslandschaft im Wandel
Die Gesundheitslandschaft der Stadt Wien hat sich in den letzten 10 Jahren verändert. Das zeigt ein Blick auf die Gesundheitslandkarte: Ergänzend zum klassischen niedergelassenen Bereich der Hausärzt*innen und Fachärzt*innen sorgen mittlerweile 25 Primärversorgungseinrichtungen und 10 Kindergesundheitszentren beziehungsweise Kinder-Primärversorgungseinrichtungen für eine umfassende und wohnortnahe Betreuung für Menschen verschiedenen Lebensalters in Wien. Weitere Primärversorgungseinrichtungen sind geplant, allein 10 befinden sich in der Gründungsphase. Ebenso ist eine weitere Kinderprimärversorgungseinheit in Umsetzung. Medizinische Zentren wie die Erstversorgungsambulanzen wurden in etlichen Spitälern Wiens als qualitative Versorgungsalternative zu Notfallambulanzen aufgebaut und entlasten dadurch die Akutversorgung. Mit 1450 wurde eine telefonische Gesundheitsberatung etabliert, die laufend weiter ausgebaut wird. So kann nun beispielsweise in bestimmten Fällen auch eine ärztliche Videoberatung in Anspruch genommen werden. Acht Sozialpsychiatrische Ambulatorien des PSD-Wien stehen den Wiener*innen im Fall einer psychiatrischen Erkrankung oder Krisensituation als Erstanlaufstelle offen. Inzwischen schon fünf Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulatorien des PSD-Wien widmen sich der Betreuung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen. Auch die Wiener Gesundheitsförderung hat in den letzten 10 Jahren wienweite settingorientierte Strukturen für Primärprävention und Gesundheitsförderung aufgebaut.
Der digitale Fortschritt unserer Zeit zeigt sich auch im Gesundheitsbereich. Die Stadt Wien hat deshalb die Wiener eHealth Strategie initiiert. Und nach dem Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ werden digitale Angebote ausgebaut.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der neuen Entwicklungen der Versorgungslandschaft Wiens und zeigt doch auf: Für die Stadt Wien steht die Gesundheit der Wiener*innen im Vordergrund. Daher wird in den kommenden Jahren die Versorgungslandschaft zielgerichtet weiter ausgebaut.
Health in All Policies hat sich etabliert, wird in den verschiedenen Bereichen gelebt und findet Berücksichtigung in den Strategien der Stadt Wien, seien es die Smart Klima City Strategie, der Wiener Klimafahrplan, der Wiener Hitzeaktionsplan, der Stadtentwicklungsplan 2035, die Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 oder andere. Wofür die Wiener Gesundheitsziele standen, ist nun somit State of the Art: Gesundheit wird in allen Politikfeldern berücksichtigt.