„100 Jahre Kontrolle für die Menschen in Wien“: Film ab!

MitarbeiterInnen des Stadtrechnungshofes produzierten in ihrer Freizeit filmische Zeitreise

Was machen MitarbeiterInnen des Wiener Stadtrechnungshofes in ihrer Freizeit? Vieles. Und einige von ihnen machten sich Gedanken darüber, wie man das 100 Jahr-Jubiläum des Wiener Stadtrechnungshofes - vormals Kontrollamt - auch in Zeiten von Corona, in denen auf größere Festveranstaltungen verzichtet werden muss, würdig begehen und die Aufgaben der Einrichtung auf anschauliche Weise vermitteln kann. Und so entstand ein Animationsfilm, der den Vergleich mit anderen cineastischen Werken nicht zu scheuen braucht. 

Dazu Direktor Dr. Peter Pollak: „Wenn Mitarbeitende in ihrer freien Zeit einen Film über die Geschichte der Kontrolleinrichtung produzieren, dann zeigt das, wie verbunden sie mit dem Haus und ihrer Tätigkeit sind.“

Gebündelte Kreativität und Engagement szenisch umgesetzt

Das PrüferInnen zahlreiche andere Interessen und Fähigkeiten abseits ihrer Prüftätigkeit haben, zeigt die Tatsache, dass von der Idee, Gestaltung, Animation bis hin zur textlichen wie musikalischen Untermalung der Film ausschließlich von Mitarbeitenden - unentgeltlich und in ihrer Freizeit - erstellt wurde. 

1920 - 2020: Geschichte im Zeitraffer verpackt in bunte Szenen

Gegründet wurde das im „Palais Obentraut“ in der Wiener Landesgerichtsstraße 10 beheimatete „Kontrollamt der Stadt Wien“ am 29. April 1920. Bis dahin gab es keine Kontrolleinrichtung, die von der städtischen Buchhaltung organisatorisch getrennt und unabhängig war. Am 1. Juli 1920 findet sich dazu in einer österreichischen Tageszeitung folgendes: „Das Kontrollamt wurde mit der Verwaltungsreform neu geschaffen und hat die Rechnungs- und Gebarungskontrolle der städtischen Ämter, Anstalten, Stiftungen, Fonds, Betriebe und Unternehmungen durchzuführen. Diese Aufgabe oblag bisher der Stadtbuchhaltung: Da diese dem weiten Wirkungskreis nicht entsprechen konnte, wurde ein eigenes Kontrollamt ins Leben gerufen.“ 

Nach dem Einsturz der Wiener Reichsbrücke im Jahre 1976 wurde im Folgejahr die Gruppe „Sicherheitskontrolle“ ins Leben gerufen, deren Aufgabe darin besteht, zu prüfen, ob bei den von der Gemeinde und ihren Unternehmungen verwalteten Bauwerken und technischen Anlagen ausreichende, angemessene und ordnungsgemäße Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden. 1978 wurde ein eigener Kontrollausschuss, der heutige Stadtrechnungshofausschuss, in der Stadtverfassung verankert; dieser erörtert die Berichte des Kontrollamts, die  seit 2001 auch im Internet in Volltextversion veröffentlicht werden. 

Die letzte einschneidende Änderung in der Organisationsform war die 2013 vom Wiener Landtag beschlossene Stadtrechnungshofnovelle – das bisherige Kontrollamt wurde in Stadtrechnungshof umbenannt. Mit der Namensänderung gingen auch eine Stärkung der Institution und eine Ausweitung der Unabhängigkeit und Prüfbefugnisse einher.

„Wer prüft eigentlich die PrüferInnen und…wie lauten die Ergebnisse?“

Wer auf diese Frage eine Antwort erhalten möchte, auch der wird beim Ansehen des animierten Films fündig oder wirft einen Blick auf die Homepage des Stadtrechnungshofes www.stadtrechnungshof.wien.at, wo der „Peer Review“-Prüfbericht des Landesrechnungshofes Oberösterreich sowie des Sächsischen Rechnungshofes abrufbar ist, die den Wiener Stadtrechnungshof unter die Lupe genommen haben. 

Weiterführende Informationen:

Animationsfilm „100 Jahre Kontrolle für die Menschen in Wien“ abrufbar unter:
www.stadtrechnungshof.wien.at   
www.wien.gv.at

(Schluss) fre

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