
Im 7. Bezirk wird Beteiligung täglich gelebt. Grundlage dafür ist § 104b der Wiener Stadtverfassung ("Mitwirkung der Bezirksbevölkerung"). Dieses Recht wird in Neubau nicht punktuell, sondern kontinuierlich umgesetzt.
Seit vielen Jahren setzt Neubau auf nachvollziehbare Beteiligungsprozesse bei Projekten im öffentlichen Raum. Anrainer*innen, Unternehmer*innen und Interessierte werden frühzeitig informiert, aktiv eingebunden und in Planungen einbezogen.
Kühle Zone Neubau - Gemeinsam umgestalten
Mit der Initiative "Kühle Zone Neubau" wird der Bezirk langfristig grüner und lebenswerter gestaltet. 5 Gassen wurden in den vergangenen Jahren klimafit umgestaltet - begleitet von umfassender Bürger*innenbeteiligung:
- Zieglergasse (2019)
- Neubaugasse (2020)
- Ruth Klüger Platz (2020)
- Zollergasse (2021)
- Bernardgasse (2024)
- Kirchberggasse (2024)
- Seidengasse (2025)
Ergänzend dazu wurden zahlreiche Baumpflanzungen, Begrünungsmaßnahmen und breitere Gehsteige mit Sitzgelegenheiten umgesetzt. Informationsveranstaltungen, Workshops und Dialogformate ermöglichten eine aktive Mitgestaltung.
Sichere Schulvorplätze
Mit der Initiative Sichere Schulvorplätze werden seit 2025 kinderfreundliche und verkehrssichere Schulumgebungen geschaffen. 7 Schulstandorte im Bezirk werden gemeinsam mit Schulen, Eltern, Kindern und Anrainer*innen neu gestaltet. Ziel sind sichere, grüne und lebenswerte Räume für den Schulalltag.
Stadtquartier "Sophie7"
Auch bei der Entwicklung des ehemaligen Sophienspitals seit 2018 wurde die Bevölkerung von Beginn an aktiv eingebunden. Auf dem Areal entsteht mit dem Stadtquartier "Sophie7" ein neues urbanes Zentrum mit rund 180 geförderten Wohnungen, Gemeindewohnungen, Wohngemeinschaften, Kindergarten, Volkshochschule sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Herzstück ist der öffentlich zugängliche Sophienpark.
Beteiligung und Feedback aus der Nachbarschaft flossen in die Planung dieses klimaschonenden Vorzeigeprojekts ein.
Kinder- und Jugendbeteiligung
Kinder- und Jugendbeteiligung hat in Neubau Tradition. Junge Menschen werden in Beteiligungsprozesse eingebunden und können ihre Anliegen und Ideen aktiv einbringen - etwa durch:
- Kinder- und Jugendparlamente
- Beteiligungsformate an Schulen
- Mitwirkung bei Umgestaltungen im öffentlichen Raum
So sammeln Kinder und Jugendliche frühzeitig demokratische Erfahrungen und gestalten ihren Bezirk mit.
Grätzllabor Neubau - Beteiligung im Grätzl
Das Grätzllabor Neubau bietet engagierten Menschen einen niederschwelligen Rahmen, um Ideen für den Bezirk umzusetzen. Es ist Teil der Lokalen Agenda 21 Wien.
Hier können Bürger*innen und Geschäftsbetreiber*innen:
- eigene Projektideen einbringen
- sich bestehenden Gruppen anschließen
- gemeinsam Lösungen für den Bezirk entwickeln
Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:
- Zusammenleben der Generationen
- Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
- Nachhaltige Mobilität
- Lokale Wirtschaft
- Stadt der kurzen Wege
In der Steuerungsgruppe beraten Vertreter*innen der Projekte gemeinsam mit allen Fraktionen der Bezirksvertretung über die Umsetzung der entwickelten Ideen. Entscheidungen werden möglichst nach gemeinsamer Einigung getroffen.
Projektgruppen im Grätzllabor
Kontakt Grätzllabor Neubau
- Telefon: +43 1 585 339 038
- E-Mail: neubau@la21.wien
Evaluierung: Studie "Neubau im Dialog"
Als einziger Bezirk hat Neubau sämtliche Beteiligungsformate evaluieren lassen. Die Studie "Neubau im Dialog“ bestätigt: Mitsprache und Beteiligung funktionieren im 7. Bezirk besonders gut und werden von der Bevölkerung aktiv genutzt.
Neubau geht voran
Ob Klimaanpassung, sichere Schulwege, neue Stadtquartiere oder Projekte aus dem Grätzllabor: Beteiligung ist in Neubau kein Zusatz, sondern Grundprinzip der Bezirksentwicklung. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft des 7. Bezirks.