Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 8 von 113
gung stehen; die Muthgasse 50 hat mit 300 Wohnungen gestartet; die "Rote Emma" in Kagran mit 360 Wohnungen kenne ich leider nicht, aber ich werde es mir vielleicht einmal anschauen; und "Wir SAN Wien", das große Sanierungsprogramm der Geschäftsgruppe Wohnen, wo letztes Jahr 135 Sanierungsprojekte realisiert wurden. 199,4 Millionen EUR wurden insgesamt investiert, davon 92,3 Millionen aus den Förderungen der Stadt Wien. Und hier ein besonderes Dankeschön an die KollegInnen von "Hauskunft", denn ich weiß auch aus der Zusammenarbeit mit meiner Geschäftsgruppe, dass sich das zur absolut zentralen Anlaufstelle für alle Beratungen im Bereich der thermischen Sanierungen et cetera und wie man zu welchen Förderungen kommen kann entwickelt und eine hohe Akzeptanz bei den WienerInnen gefunden hat. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Wiener Wohnen wird immer sehr detailreich ausgeführt und streife ich heute daher nur. Aber ich sehe auch hier, dass in den letzten Jahren insgesamt eine Milliarde und ganz viel davon auch im letzten Jahr in die Sanierungen der Wiener Gemeindebauten, in das Erbe von 220 000 großartigen leistbaren Wohnungen investiert wurde. Das ist bei so einem hohen Wohnungsbestand tatsächlich eine Sisyphusaufgabe. Kaum ist man fertig, kann man wieder anfangen, aber diese Aufgabe stellt sich Wiener Wohnen ganz großartig.
Schlussendlich möchte ich aus dieser Geschäftsgruppe noch einen sehr wichtigen Bereich hervorheben, den wir auch in Wien haben, der für viele Menschen, die in schwierige Situationen kommen, wenn durch die hohe Inflation die Mietkosten besonders hoch steigen, unterstützend da ist. Das zeigt sich auch im Jahr 2025. Die Wohnbeihilfe ist tatsächlich ein Instrument zur ganz aktiven Armutsbekämpfung, insbesondere der arbeitenden Bevölkerung und des Mittelstandes. Denn wir sehen, durch die neuen anrechenbaren Gehälter, durch die neuen Fristen kommt es zu einer Verdoppelung der Förderleistung pro Haushalt, von 117 EUR auf 257 EUR pro Monat. Und diese Grenzen wachsen ja an, das heißt, wir nehmen wirklich alle Haushalte bei inflationsbedingten Mehrkosten mit. Es ist eine Beobachtung, die natürlich auch nicht beklatscht werden muss, denn, wenn alles so steigt und die Menschen belastet sind, dann ist das nichts, was großen Applaus verdient, aber wir sehen, dass unsere Instrumente jedenfalls funktionieren und hier auch zur Auszahlung kommen. 36 000 Haushalte haben im letzten Jahr diese Wohnbeihilfe bekommen und ganz besonders wichtig ist die Gruppe der Alleinerzieherinnen, die mit 335 EUR pro Monat unterstützt werden. Ich glaube, darüber sollten wir auch gemeinsam öfters reden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Und da ich das Wohnbauprogramm angesprochen habe, bin ich quasi unmittelbar bei der Nachhaltigkeit und beim Klimaschutz und allem, was in dieser Stadt Großartiges passiert, wenn wir uns die beiden Ressorts anschauen, die sehr verzahnt die Stadt gestalten, da die Nachhaltigkeit insbesondere in der Mobilität ein großes Asset Wiens ist, um diese Lebensqualität auch voranzuführen. Das ist einerseits natürlich das Öffi-Angebot, die Wiener Linien, die mit einem Plus von 200 Millionen EUR letztes Jahr viel investiert haben, auch in die klimafitte Stadt, und sich ganz stark auch wieder mit der Zukunft beschäftigen, nämlich mit der Frage, wie die nächsten Stadtentwicklungsgebiete auch mit hochwertiger Mobilitätsinfrastruktur ausgestattet werden, wie zum Beispiel Rothneusiedl, wo im heurigen Jahr auch schon ein guter Dialog mit den WienerInnen für dieses Stadtentwicklungsgebiet begonnen hat.
Der Radwegeausbau ist 2025 auch sehr intensiv vorangeschritten. 14 Radwegeprojekte habe ich gezählt, quer durch ganz Wien, sehr viele Lückenschlüsse, auch um hier das Radfahren sehr gut zu unterstützen. Tatsächlich nehmen das auch immer mehr WienerInnen besonders gerne an. Da braucht es natürlich begleitend dann auch eine Neugestaltung des öffentlichen Raumes mit höherer Lebensqualität. Deshalb ist die Ulli sehr intensiv dran, uns "Raus aus dem Asphalt" zu bringen und unsere Stadt zu begrünen, zu verschönern und die Aufenthaltsqualität gerade an so heißen Tagen wie jetzt zu verbessern. Da wären nur die Favoritenstraße, der Julius-Tandler-Platz, die Simmeringer Hauptstraße, der Enkplatz erwähnt, alles großartige Projekte. Eines, das wahrscheinlich viele dieser Tage ganz besonders gerne in Anspruch nehmen, ist der Pier 22, mit insgesamt 27 Millionen EUR Investment eine neue großartige, konsumfreie Zone und Infrastruktur am Wasser. Die Ulli sagt richtigerweise immer, das würden sich viele Bundesländer wünschen, dass sie an ihren Seen für ihre Bevölkerung noch einen Zugang zum Wasser in dieser Qualität und dieser Form hätten. Wien hat das und dafür auch ein großes Dankeschön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Und weil ich es wichtig finde, dass wir auch in diesen Zeiten über Energieversorgung reden, möchte ich an dieser Stelle, auch wenn nicht Teil des Rechnungsabschlusses, die unermüdlichen Bemühungen der Wiener Stadtwerke in Richtung erneuerbarer Energie erwähnen, die neue Windparkanlage zeigt das, von der jetzt ein Teil in Betrieb genommen wurde. Also danke für diese große Investitionskraft, uns hier in kurzer Zeit sehr schnell ein Stückchen mehr Richtung Resilienz und Unabhängigkeit von den internationalen Energiemärkten zu bringen.
Die Solaroffensive - und die Energie und erneuerbare Energie ist damit auch meine Brücke ins nächste Ressort - hat sich sowieso schon selbst mehrmals überrundet, ist absolut rekordverdächtig, aber tatsächlich sehen wir, dass wir Ende letzten Jahres 320 Megawatt Peak Photovoltaikleistung aus dieser Offensive zu Stande gebracht haben. Die Ziele waren eigentlich geringer, aber es geht immer noch eins drauf. Und ich weiß, du bist da weiterhin sehr intensiv dahinter. Insgesamt haben wir 4 441 neue PV-Anlagen auf den Weg gebracht, das ist ein großer Erfolg. Und ja, ich glaube, wir können hier nur gemeinsam dranbleiben, auf jedes auch nur halbwegs brauchbare Dach noch eine PV-Anlage draufzugeben.
Die Kreislaufwirtschaft - in deinem Ressort, Jürgen - ist ganz besonders wichtig. Die MA 48 ist der absolute Game-Changer, was das alles betrifft, und die hohe Expertise in ihrer Dienstleistung ist auch bei den Wiene
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