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Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 20 von 105

 

ligen Zugang schafft, den wir für unsere Kinder, für die Familien, die Seniorinnen und Senioren, für die Jugendlichen brauchen, indem diese Anlagen funktionieren.

 

Da sind wir dann auch schon bei dem Thema, bei den funktionierenden Anlagen. Vielfältige Anlagen brauchen wir, moderne und sichere Anlagen. Vieles passiert bereits, ich will es gar nicht kleinreden. Wir haben über Pläne, Bemühungen auch erst letzte Woche beim Landesportrat gehört.

 

Doch wenn wir ganz ehrlich quer durch Wien schauen, sehen wir leider immer noch viel zu viele Sportstätten, die sanierungsbedürftig sind, und ich möchte ganz bewusst einige Beispiele hier in Erinnerung rufen. Da wäre etwa der ASV 13 in Hietzing, wo Umkleidekabinen, Duschmöglichkeiten seit Jahren in einem Zustand sind, der als alles andere als sicher oder zeitgemäß bezeichnet werden kann, oder die immer wieder von mir angesprochene Laufbahn im LAZ im 2. Bezirk. Leider beides keine Einzelfälle. Die Liste ist lang. Wir hören Rückmeldungen von TrainerInnen, von Vereinen, von Sportlern, vom Viktoria-Platz, Helfort-Platz, Sportklub-Platz, Landhaus-Platz und von vielen weiteren Anlagen in unserer Stadt. Und immer wieder geht es um dasselbe: sanierungsbedürftige Duschen, marode Umkleiden und fehlende Modernisierung. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Wenn wir von Sportförderungen sprechen, dann müssen wir auch wirklich dafür sorgen, dass grundlegende Infrastruktur funktioniert. Denn Sport beginnt dort, wo die Kinder trainieren, wo die Jugendlichen ihre Freizeit in sicherem Rahmen verbringen können, und dort, wo unglaublich viele Trainerinnen und Trainer wertvolle Arbeit leisen - und das zumeist ehrenamtlich und mit Herzblut. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Genau diese Vereine dürfen wir mit den Problemen nicht allein lassen. Und damit komme ich zu einem Thema, das in der Zwischenzeit wohl die ganze Stadt bewegt - und zwar zum Sportplatz in Hernals. Es geht hier um die Zukunft eines gesamten Standortes und nicht nur um einen Sportplatz. Dieser Verein zählt tausende Mitglieder, darunter viele Kinder, viele Jugendliche, Familien, die dort hingehen, nicht nur Familien aus Hernals, sondern Familien aus ganz Wien. Ein Ort für Bewegung, für Gesellschaft, für Gemeinschaft und Freizeit. Wenn eine solche Fläche verloren geht, dann gehen auch Perspektiven verloren, dann verliert die Stadt viel mehr als nur einen Sportplatz.

 

Mir ist natürlich bewusst, dass die Stadt der Post nicht einfach vorschreiben kann, was hier zu tun ist oder wie zu agieren ist, aber sehr wohl kann sie sich aktiv und mit Nachdruck für diesen Standort einsetzen. Und deshalb freue ich mich sehr, dass der Vorstand des Post SV nun erstmals einen Termin bei Ihnen, Herr Stadtrat, bekommen hat. Aber ein Termin allein wird noch nicht reichen, um die Sorgen der Familien und Vereine zu beseitigen. Jetzt braucht es ganz klare Entscheidungen und echte Perspektiven für diesen Standort (Beifall bei der ÖVP.), denn Sportpolitik ist nicht nur Verwaltung. Sportpolitik bedeutet in erster Linie Verantwortung.

 

Abschließend möchte ich heute ganz bewusst auf das Thema der Special Olympics eingehen. Besonders wir als Wiener Volkspartei freuen uns sehr. 2022 haben wir einen Antrag eingebracht, dass dieses großartige Event in Wien stattfindet. Heuer ist es so weit. Sport ist so viel mehr als Bewegung, Sport ist wahrscheinlich die stärkste Kraft, wenn es um Inklusion, um Gemeinschaft geht, und genau deshalb haben die Special Olympics auch so eine starke gesellschaftspolitische Wirkung. Auch wenn wir nicht nur bei sportpolitischen Themen unterschiedlicher Meinung sind, lassen Sie uns in dem Fall an einem Strang ziehen und die Kraft des Sports für unsere Stadt ausnützen! - Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Hu. - Sie sind am Wort.

 

10.40.14

GRin Jing Hu, BA, MPharm (NEOS)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, lieber Herr Stadtrat, liebe Kollegen und Kolleginnen und werte Gäste auf der Galerie und vor dem Bildschirm!

 

Sport verbindet auf eine Weise, die keine Sprache braucht. Wien ist eine Stadt, in der Menschen aus vielen Welten zusammenleben, und der gemeinsame Sport ist oft der Ort, an dem das Zusammenleben und die Integration sehr gut gelingen. Breitensport ist deshalb nicht nur eine reine Freizeitbeschäftigung. Er ist aktive Integrationspolitik, er ist aktive Gesundheitspolitik. Und jede Stunde, die ein Kind heute Sport macht, spart zukünftig hohe Kosten im Gesundheitssystem.

 

Alarmierend sind dabei jetzt die Statistiken. Zirka 30 Prozent der Schulkinder sind derzeit übergewichtig oder adipös. Diese Zahlen müssen deutlich hinuntergesenkt werden. Und die Schule ist der beste Ort, um dies umzusetzen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Unser Bildungsminister Christoph Wiederkehr rollt deshalb genau dieses Programm der täglichen Bewegungseinheit bundesweit aus. Im vergangenen Schuljahr hatten wir in Wien bereits 517 Bildungseinrichtungen in allen Wiener Bezirken, die mit rund 63 500 Kindern und Jugendlichen aus Kindergärten, aus Volksschulen und aus der Sekundarstufe I daran teilgenommen haben. Das ist großartig, denn die Sportfachverbände kommen dabei direkt in die Schulen und gestalten den Unterricht mit, und das verknüpft Schule, Verein und Leistungssport auf eine Weise, die allen nützt. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Und nicht nur deswegen kann man von Wien als echter Sporthauptstadt reden. Letzte Woche haben wir gemeinsam mit dem Herrn Bürgermeister und dem Herrn Stadtrat den ÖFB-Campus in der Seestadt feierlich eröffnen dürfen, und da sehen wir, dass auf 55 000 Quadratmetern drei Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz und ein Kleinstadion mit knapp 1 000 Sitzplätzen sowie auch Trainings- und Büroräumlichkeiten auf modernstem Stand entstanden sind. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Und der Campus ist hier Heimat für alle Nationalteams des ÖFB, für die Herren, die Damen, auch für den Nachwuchs. Dabei haben Bund und Stadt Wien je 23 Millionen EUR beigetragen - und das in einem Zeit- und Budgetplan. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit.

 

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