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Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 3 von 89

 

(Beginn um 9.03 Uhr.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Schönen guten Morgen, meine Damen und Herren! Ich darf alle bitten, die Plätze einzunehmen. Die 13. Sitzung des Wiener Gemeinderates ist eröffnet.

 

09.03.42Ganztägig verhindert: GRin Mag. Berner, MA, GRin Mag. Dr. Johler, GRin Dr. Kickert, GRin Pany, BEd, MA und StRin Dr. Greco, MIEM.

 

Zeitweise verhindert: GR Arsenovic, GRin Korosec, GR Mag. Kowarik, GR Prof. Mag. Dr. Schmid, GR Schulz, GR Felix Stadler, BSc, MA und GR Zierfuß.

 

09.04.12Wir kommen nun zur Fragestunde.

 

9.04.15

†Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler - Frage|

Die 1. Anfrage (FSP-590608-2026-KSP/GM) wurde von Frau GRin Mag. Mautz gestellt und ist an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Kultur und Wissenschaft gerichtet. In dieser Anfrage geht es um den Filmfonds Wien und den Filmstandort Wien. (Der Wiener Gemeinderat fördert jährlich den Filmfonds Wien mit dem Ziel, einen konsequenten Ausbau der filmischen Infrastruktur zu erzielen. Welche Wirkungen konnten für den Filmstandort Wien mit dieser Subvention in den letzten Jahren erzielt werden?)

Schönen guten Morgen, Frau Stadträtin! Bitte um Beantwortung.

 

Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler: Guten Morgen, lieber Vorsitzender, liebe Kollegen aus dem Gemeinderat, lieber Herr Bürgermeister, liebe Stadträte und Stadträtinnen!

 

Die erste Frage betrifft eben den Filmfonds Wien und auch die Frage nach der filmischen Infrastruktur, und konkret war die Frage: Welche Wirkungen konnten in den letzten Jahren mit der Subvention von unserer Seite erzielt werden? - Also es sind unheimlich viele. Ich greife ein paar Punkte heraus, die vielleicht besonders hervorstechen - und zwar zum Standort.

 

Die Vienna Film Commission vermittelte im letzten Jahr in enger Zusammenarbeit mit diversen Magistratsabteilungen. Ich glaube, niemand ist so vernetzt wie die Film Commission: mit der MA 42, mit dem Marktamt, mit der MA 56 - den Schulen -, mit der MA 44 - Bäder, mit Wiener Wasser. Es sind also unglaublich viele Magistratsabteilungen, die gemeinsam auf Augenhöhe ermöglichen, dass Film hier in dieser Stadt gedreht werden kann und dass es eben auch nicht eine große Behördenlast und Einreichlast sozusagen für die Filmschaffenden gibt. Dazu haben wir auch die Hafenstudios, die HQ7-Studios in Simmering. Die haben sich als wirklich hochmoderne Filmstudios etabliert; der Österreichische Filmpreis wird dieses Jahr auch wieder dort vergeben. Also wir haben eine hohe Infrastruktur und eine große Lebensqualität für die Filmschaffenden und erzeugen somit optimale Bedingungen.

 

Jetzt ein anderes Thema: die Publikumsentwicklung und die kulturelle Teilhabe. Wir haben natürlich in den letzten Jahren ganz intensiv geschaut, gerade nach Corona, die Qualität von Kinos zu heben, indem wir sie renoviert haben, gerade die alten Kinos, die ja wirklich sozusagen wie alte Wirtshäuser zum kulturellen Lebensstil dieser Stadt gehören. Die haben wir renoviert, ganz zuletzt eben das Bellaria, und das ist wirklich schön, dass dieses Kino wieder aufgemacht hat.

 

Also vieles passiert da, vieles wurde gemacht - Gartenbaukino, Open-Air Spielstätten haben wir sowieso ganz viele, das ist ganz, ganz wichtig, weil auch im Sommer eben das gemeinsame Schauen im Kino einfach super ist.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Vielen Dank.

 

Die 1. Zusatzfrage kommt von der SPÖ. - Frau GRin Mag. Mautz, bitte.

 

9.07.20

GRin Mag. Andrea Mautz (SPÖ): Schönen guten Morgen, liebe Frau Stadträtin! Danke für die Infos und für die Antwort auf meine Frage. Ich möchte gerne noch nachfragen: Werden eigentlich die Filme, die vom Filmfonds gefördert werden, auch auf internationalen Filmfestivals wahrgenommen? Wie sieht es da aus?

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Frau Stadträtin, bitte.

 

Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler: Danke, Frau Gemeinderätin. Ja, das ist wirklich eine eigentlich unfassbare Erfolgsgeschichte. Also es gibt kein großes Festival in Europa, wo nicht österreichische Filme gezeigt werden. Wir hatten jetzt zwölf Filme bei der Berlinale, bei den Filmfestspielen von Berlin. Das ist enorm viel für diese Kleinheit unseres Landes und Marktes, deswegen sind wir auch darauf angewiesen, dass diese Filme im deutschsprachigen Raum, im europäischen und im internationalen Raum gezeigt werden.

 

Und jetzt in Cannes gibt es wieder drei, und davon sind zwei im Hauptwettbewerb. Also das ist eine Sensation. Und noch dazu sind alles Filme von Frauen, also da hat sich auch gezeigt, dass dieses Incentive, dieses Modell, bei dem wir schauen, dass auch mehr Frauen an Fördertöpfe kommen, wirklich gewirkt hat. Jetzt gibt es drei Filme von Frauen in Cannes. Das eine ist von Marie Kreutzer "Gentle Monster", dann "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach im Wettbewerb, und dann gibt es so eine Schiene, die heißt "Un Certain Regard" - da sind auch Newcomer-Filme, Filme, die nicht ganz so mainstream sind -, dort läuft "Everytime" von Sandra Wollner. Also wir können unfassbar stolz darauf sein, was wir mit unseren Mitteln eben auch internationale Präsenz erreichen.

 

In den Zeitungen, auch überregional, steht immer wieder, dass Österreich, und Wien natürlich ganz besonders, wirklich ein Paradies für Filmschaffen ist, gar nicht so sehr wegen der enormen Ausstattung mit Geldern - die ist nicht schlecht, aber sie könnte noch größer sein -, aber weil sich das gegenseitig auch befruchtet. - Danke.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 2. Zusatzfrage kommt von der ÖVP. - Frau GRin Ing. Edelmann, bitte.

 

9.09.36

GRin Ing. Judith Edelmann (ÖVP): Danke. - Guten Morgen, Frau Stadträtin! Der Dokumentarfilm "Wahlkampf", der den Nationalratswahlkampf rund um Andreas Babler begleitet und laut Medienberichten mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt wurde, unter anderem eben auch vom Filmfonds Wien, hat zuletzt eine sehr, sehr breite Diskussion über die Abgrenzung zwischen Kunstförderung und politischer Kommunikation ausgelöst.

 

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