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Gemeinderat, 21. Sitzung vom 30.03.2022, Wörtliches Protokoll  -  Seite 65 von 94

 

haben erst jetzt am Wochenende wieder unsere Zeit umgestellt, was auch eine Maßnahme aus dieser Zeit ist. Wir haben nach wie vor Energieferien. Wir haben seit dieser Zeit aber auch wirklich wesentliche Änderungen beim Bauen, weil der Wärmeschutz seit damals eine ganz wichtige Rolle spielt. Wir haben tatsächlich Qualifizierungen von den Bauten, ob sie vor 1970 oder nach 1970 entstanden sind. Warum? - Diese Ölkrise war nämlich ganz ausschlaggebend für unser weiteres Handeln.

 

Es ist sicherlich hart, durch eine Krise zu kommen, und es ist sicherlich hart, Entbehrungen auf sich zu nehmen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft sehr anpassungsfähig, aber auch lernfähig ist. Deshalb bin ich mir ganz sicher, dass wir auch aus dieser Krise sehr gestärkt herauskommen werden, und zwar mit einem ganz klaren Ziel und mit einem ganz klaren Blick auf unsere Vorgabe, die wir uns selber gestellt haben, dass wir nämlich möglichst schnell die Energiewende erreichen, die wirklich das Gebot der Stunde ist. Wir tragen auch Verantwortung für die nächsten Generationen, diese Energiewende möglichst schnell zu schaffen und umzusetzen.

 

Daher freue ich mich auch, wenn uns jedes einzelne Projekt und jedes einzelne Förderprogramm, das wir gemeinsam beschließen, einen Schritt näher in diese Richtung bringen, und freue mich über die breite Zustimmung zu diesem Poststück. - Danke schön.

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau GRin Ing. Rompolt, und ich erteile es ihr. Bitte, Frau Gemeinderätin.

 

16.23.47

GRin Ing. Astrid Rompolt, MA (SPÖ)|: Sehr geehrte Damen und Herren am Livestream! Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

 

Ich will in meinen Ausführungen ein bisschen beschreiben, um welche Projekte es sich bei dem Programm „WieNeu+“ handelt. Es geht insbesondere um zwei Förderschienen, die wir hier verhandeln. Meine Vorrednerin Selma Arapović ist schon darauf eingegangen.

 

Worum geht es insgesamt bei dem Thema? - Es geht um Klimaschutz, es geht um Partizipation, und ein ganz wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist auch Innovation. Es geht um Innovationen, und zwar in unterschiedlichsten Größenordnungen. Die „Grätzlförderung“ geht immerhin doch bis zu einer Förderung von 500.000 EUR. Damit kann man tatsächlich viel bewegen.

 

Im Unterschied dazu stellt „Grätzlmarie“ soziale Innovationen bis zu einer Höhe von immerhin auch 30.000 EUR in den Vordergrund. Diese Mittel sind für die Bevölkerung, das kann unmittelbar als partizipatives Budget betrachtet werden.

 

Für beide Förderschienen gilt, dass neue technische beziehungsweise soziale Lösungen in ausgewählten Pilotvierteln bis zum Jahr 2030 gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung umgesetzt werden sollen. Aktuell ist das ausgewählte Grätzl das Gebiet Innerfavoriten, und im Regierungsprogramm der Fortschrittskoalition haben wir auch schon das nächste Grätzl ausgewählt, nämlich das Grenzgebiet zwischen 2. Bezirk und 20. Bezirk mit den Bereichen des ehemaligen Nordbahnhofes und des ehemaligen Nordwestbahnhofes.

 

Wie Sie merken, gibt es einen speziellen Fokus auf Altbaugebiete, die direkt an Stadtentwicklungsgebiete angrenzen. Warum? - Diese älteren Grätzlstrukturen sollen auch im unmittelbaren Vergleich nicht weniger attraktiv wirken. Und durch die zahlreichen Fördermöglichkeiten, die diese beiden Förderschienen bieten, kommt es tatsächlich zu einer Aufwertung und einer Angleichung, und es gibt einen fließenden Übergang zwischen den neuen Grätzln und den Bestandsgrätzln.

 

Viele von Ihnen erinnern sich sicherlich noch an die Blocksanierungen, die es ja bis heute gibt, die bereits in den 1980er Jahren begonnen wurden. Damals lag der Hauptfokus auf thermisch-energetischer Sanierung von Gebäuden beziehungsweise von ganzen Häuserblöcken, wie der Name schon sagt. Auch die Blocksanierung wurde weiterentwickelt. Gestatten Sie mir diesen kurzen Ausflug: Zur normalen Gebäudesanierung kommen Entsiegelungsmaßnahmen hinzu, es gibt Begrünungsmaßnahmen, ergänzt durch Verkehrslösungen wie zum Beispiel Verkehrsberuhigungen, Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr und zum Beispiel auch Einrichtung von WienMobil-Stationen. Das ist wahrscheinlich besonders für Hauseigentümerinnen und -eigentümer interessant. Wer sich da vertiefen will, der findet weitere Informationen auf der Homepage von Wohnfonds und „Hauskunft“.

 

Aber „WieNeu+“ geht noch einen Schritt weiter. Für „WieNeu+“ haben die Kolleginnen und Kollegen der MA 25 einen besonders - wie ich sagen möchte - integrativen Ansatz gefunden, viele Elemente miteinander zu vereinen und die Grätzl auf mehreren Ebenen weiterzuentwickeln. Bei den Maßnahmen kann auf die Themen Mobilität und Grünräume eingegangen werden, man kann sich nach wie vor speziell mit dem Thema der Bausubstanz befassen, man kann Energiesparpotenziale nutzen und auch auf die Förderung der Gemeinschaft fokussieren. Angesprochen werden hier speziell Eigentümerinnen und Eigentümer, die innovative Lösungen für zukunfts- und klimafitte Gebäude in Innerfavoriten umsetzen möchten.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei den Bediensteten der MA 25 bedanken, die in diese sehr breit angelegten Förderungen wirklich sehr viel Hirnschmalz hineingesteckt haben, die die Förderrichtlinien sehr lange ausgetüftelt und ausgearbeitet haben und die wirklich sehr viele Kompetenzbereiche abdecken müssen, um all das abzuwickeln. - Herzlichen Dank an diese Kolleginnen und Kollegen für diese Arbeit!

 

Ich möchte jetzt speziell diese Schiene der Grätzlförderung ansprechen. Sie bewirkt Innovation in unterschiedlichsten Bereichen. Meine Vorrednerin, Kollegin Arapović, ist schon auf die einzelnen Themen eingegangen. Ich möchte jetzt nur ein Thema noch ein bisschen aufgreifen, nämlich das Thema der innovativen Energielösungen, um kurz herauszustreichen, wie umfangreich allein dieses Gebiet ist. Es geht um Geothermie und um Anergie-Wärmenetze. Mit Anergie ist die Nutzung von Abwärme gemeint. In diesem Zusammenhang ist Wärmetauscher ein wichtiger Begriff. Es geht um großvolu

 

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