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Gemeinderat, 37. Sitzung vom 26.04.2013, Wörtliches Protokoll  -  Seite 7 von 46

 

Meine Frage ist ja in die Richtung gegangen, die für Wien adäquaten, für den Breiten- und auch für den Leistungssport erforderlichen Sportstätten zu errichten.

 

Eines der konkreteren Projekte ist ja das Schwimmsportzentrum. Meine Frage an Sie: Wie ist der Stand der Verhandlungen mit dem Bund und für wie realistisch halten Sie es, dass wir hier in absehbarer Zeit gemeinsam mit der Republik Österreich zu einer Einigung kommen, um den Startschuss geben zu können?

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Bitte, Herr Stadtrat.

 

Amtsf StR Christian Oxonitsch: Wie Sie wissen, ist in diesem Bereich seit drei oder vier Wochen ein neuer Sportminister zuständig. Wir haben bereits schriftlich und auch persönlich mit dem Herrn Minister vereinbart – nicht zuletzt im Rahmen des erfolgreichen Wien-Marathons, wo ich nochmals den Veranstaltern sehr herzlich gratulieren möchte; der Wien-Marathon ist ja mittlerweile wirklich eine der zehn großen internationalen Laufbewerbe weltweit, und wir mischen in einer Liga mit den großen Marathons der Welt mit –, dass wir uns im Laufe des Monats Mai in dieser Frage zusammensetzen werden. Grundsätzlich gibt es die Bereitschaft seitens des Ministeriums. Wir haben diese Verhandlung ja schon im vergangenen Jahr aufgenommen, völlig unabhängig von der entsprechenden Olympia-Bewerbung, wo es erste Planungsüberlegungen gegeben hat.

 

Wir haben gleichzeitig seitens der MA 51 nicht nur die Grundlagenstudie in Auftrag gegeben, sondern auf Basis dieser Grundlagen- und Machbarkeitsstudie die entsprechenden vertieften ersten Planungsschritte – es geht jetzt nicht um eine konkrete Planung, aber vertiefte erste Planungsschritte – in Auftrag gegeben.

 

Ich gehe davon aus, dass dieser Termin im Mai mit dem Ministerium stattfinden wird. Nachdem ich die Abläufe kenne, glaube ich nicht, dass ich hinkomme und die sagen werden, da hast du den schwarzen Koffer und das Geld. Wir werden reden müssen. Aber alle Gespräche, die mit dem bisherigen Minister und dem neuen Minister stattgefunden haben, machen mich sehr zuversichtlich, dass es eine realistische Umsetzungsmöglichkeit für dieses Schwimmsportzentrum in Wien gibt, vor allem dann, wenn sich Wien auch gemeinsam für den Standort Wien einsetzt. Ein paar wollen das.

 

Der große Vorteil des Standortes in Wien ist, es ist das einzige Schwimmsportzentrum, das derzeit in den Überlegungen steht, das ausschließlich für den entsprechenden Profischwimmsport beziehungsweise Vereinsschwimmsport zur Verfügung stehen soll. Alle anderen kolportierten oder immer wieder in Diskussion befindlichen Schwimmsportzentren haben eine Mischfunktion, ähnlich wie wir es ja in unseren Bädern auch haben, was natürlich für optimale Trainingsbedingungen eine suboptimale Lösung ist. Ich halte sie nicht für schlecht, sie wird auch genutzt, aber einer der großen Wünsche im Bereich des Schwimmsports war ja, hier ein Schwimmsportzentrum exklusiv für den Vereins- und Profisport zu haben. Wien ist das einzige Bundesland, das sich in diese Richtung bewirbt, und ich denke daher, dass es uns hoffentlich gelingen wird, dass sich auch der Österreichische Schwimmverband für dieses Schwimmsportzentrum aktiv einsetzt.

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Ich danke. – Die nächste Zusatzfrage stellt Frau GRin Mag Anger-Koch. – Bitte.

 

9.27.17

GRin Mag Ines Anger-Koch (ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien): Guten Morgen, Herr Stadtrat!

 

Diese taxative Aufzählung der Neuerungen, die Sie gerade im Sportstättenbereich machen wollen, freut uns natürlich sehr. Nur bedarf es ja immer wieder auch eines gewissen Drucks. Sie haben ja oft unsere Anträge, unsere Forderungen immer wieder abgelehnt und waren nicht immer d’accord mit uns. Gerade jetzt gab es wieder einen Artikel im „Standard“, in dem zu lesen war, dass gerade die Bedingungen der Leichtathleten in Wien eigentlich ihresgleichen suchen, und in dem auch der Herr Jürgen Mallow, der Cheftrainer des Berliner, Bayrischen und Deutschen Leichtathletik-Verbandes war, die Offenbarung gemacht hat, dass er so schlechte Trainingsbedingungen, besonders im Winter, kaum irgendwo anders gesehen habe. Heute ist mir auch zu Ohren gekommen, dass jetzt auch die SPÖ selbst einen Antrag bei ihrem Landesparteitag stellen wird, dass eine Multifunktionshalle gewünscht wird. Wird das so sein, Herr Stadtrat?

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Bitte, Herr Stadtrat.

 

Amtsf StR Christian Oxonitsch: Zwei Bemerkungen: Dass auf der einen Seite von Sportlerinnen und Sportlern, Funktionärinnen und Funktionären, Trainerinnen und Trainern immer eine weitere Verbesserung verlangt wird, ist durchaus selbstverständlich. Das nehme ich nicht als persönlichen Angriff, versuche es aber doch auch in reale Bezüge zu setzen. Tatsache ist, dass gerade in der Leichtathletik in Wien alle im Dusika-Stadion trainieren. Da trainiert zum Beispiel auch der Niederösterreichische Leichtathletikverband, alle in Wien trainieren im Bereich des Dusika-Stadions im Bereich der Wintertrainingsmöglichkeiten.

 

Soviel nur zum Verweis darauf, was Wien hier macht. Offenbar haben auch die Leichtathleten aus dem Umland scheinbar nicht die Möglichkeit, in ihrem Bundesland zu trainieren, wenn gerade dieses Leichtathletik-Trainingszentrum im Bereich des Dusika-Stadions genutzt wird.

 

Nichtsdestotrotz, ein Leichtathletikzentrum, das ja durchaus auch in weiten Bereichen von der Leichtathletik und vom Wiener Leichtathletikverband im Bereich der Meiereistraße genutzt wurde, bauen wir jetzt aus, und selbstverständlich wird weiterhin das Dusika-Stadion auch der Leichtathletik zur Verfügung stehen. Deshalb auch eine klare Botschaft von meiner Seite: Ich denke, wir haben – und vor diesem Hintergrund ist auch der entsprechende Antrag aus meiner Sicht zu sehen –, nachweisen können, dass wir gerade im Bereich der Multifunktionshallen eine sehr starke Nutzung und auch eine sehr starke Versorgung haben, nicht nur die Multifunktionshalle des Dusika-Stadions.

 

Ich erinnere daran, dort haben Weltmeisterschaften beziehungsweise internationale Meisterschaften im Be

 

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