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Gemeinderat, 6. Sitzung vom 28.02.2006, Wörtliches Protokoll  -  Seite 82 von 82

 

immer so sein, dass manchen die Zahl der Unterlagen, die auf dem Tisch liegen, genügt und manchen nicht.

 

Es wurde aber auch schon richtig gesagt, dass dann noch etwas nachgereicht wurde, und das hat offenbar – was mich freut – zwei Parteien, nämlich den GRÜNEN und den Freiheitlichen, genügt, der ÖVP hingegen hat es, aus welchen genauen Gründen auch immer, nicht genügt.

 

Ich glaube, dass dort wirklich volksnahe Kulturarbeit geschehen wird. Dieser Bereich in der Donaustadt ist in den Sommermonaten sehr stark frequentiert, und es gibt dort jetzt eine neue Bühne. Diejenigen, die den Bezirk kennen, wissen, dass es dort in der Nähe eine alte Bühne, die so genannte Seebühne, gab, die auch sehr gut besucht war. Diese musste aus baulichen Gründen abgetragen werden, und jetzt wurde in der Nähe eine moderne kleine Bühne für die Donaustädterinnen und Donaustädter und für die Wienerinnen und Wiener geschaffen.

 

Es handelt sich beim Donaupark und dem umgebenden Gebiet bekanntlich um ein sehr internationales Gebiet, und an diesem Kulturgeschehen der volksnahen Art können durchaus auch Leute aus anderen Ländern und Kontinenten teilnehmen. Und das ist genau das, was ich mir in einer modernen Stadt eigentlich immer wünsche: Dass man als Konsument der Kultur nicht unbedingt Eintritt zahlen muss, sondern dass praktisch im täglichen Leben, diesfalls halt beispielsweise beim Spaziergang mit der Familie, sozusagen die Kultur zu den Menschen kommt. Das gibt es im innerstädtischen Bereich an vielen Orten bereits.

 

Diesbezüglich gab es aber noch den einen oder anderen weißen Fleck auf der Landkarte in Außenbezirken wie der Donaustadt. Diese Lücke soll mit diesem Programm nunmehr geschlossen werden. Das haben drei

 

Parteien richtigerweise erkannt, die vierte jedoch nicht. Soll sein! Ich kann dem ruhig zustimmen, und ich glaube, dass für so viele Veranstaltungen, die der Anzahl nach ja auch angeführt wurden, 50 000 EUR ein Betrag ist, den sich die Stadt leisten kann und der dafür einfach in die Hand genommen werden soll.

 

Zum Schluss komme ich noch kurz zum Antrag der ÖVP: Es bedarf dieses Antrages in Wirklichkeit nicht! Unser Stadtrat hat zugesagt, dass er in sehr absehbarer Zeit die Kultursprecher zum Thema Theaterreform an einen Tisch bringen und darüber berichten wird. Daher bedarf es einer Terminnennung in Form eines Antrages nicht, und daher wird meine Fraktion diesen Antrag ablehnen.

 

Ich bitte um Zustimmung zu dieser Postnummer 84 betreffend den Kulturverein Donaustadt und das Projekt Kultursommer “Neue Bühne Donaupark“ im Jahr 2006. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Inge Zankl: Zu Wort ist niemand mehr gemeldet.

 

Die Debatte ist geschlossen.

 

Die Frau Berichterstatterin hat auf das Schlusswort verzichtet.

 

Wir kommen nun zur Abstimmung.

 

Wer der Postnummer 84 der Tagesordnung zustimmen kann, möge ein Zeichen mit der Hand geben. – Das ist mehrstimmig ohne die Stimmen der ÖVP beschlossen.

 

Wir kommen nun zur Abstimmung über den Beschluss- und Resolutionsantrag der ÖVP bezüglich Theaterreform-Termin.

 

Wer diesem Antrag zustimmen kann, den bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. – Das ist nicht die erforderliche Mehrheit, der Antrag wurde nur mit den Stimmen der ÖVP und der GRÜNEN unterstützt.

 

(Ende der Sitzung um 17.39 Uhr.)

 

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