WAIS - Wiener Archivinformationsystem - Tektonik

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Tektonik

  • WStLA - Wiener Stadt- und Landesarchiv
    • Bestand 1 - Stadtarchiv | 14. Jh.-21. Jh.
      • Bestand 1.1 - St√§dtische √Ąmter | 15. Jh.-20. Jh.
        • Bestand 1.1.1 - Oberkammeramt | 1424-1899
        • Bestand 1.1.2 - Unterkammeramt; Bauamt | 17. Jh.-20. Jh.
        • Bestand 1.1.3 - Steueramt und Erwerbsteuerb√ľcher | 16. Jh.-1905
        • Bestand 1.1.4 - Steuerkataster | ca. 1855-1938
        • Bestand 1.1.5 - Wirtschaftskommission | 1737-1782, 1800-1804
        • Bestand 1.1.6 - Buchhaltung | (1598)-18. Jh.-20. Jh.
        • Bestand 1.1.7 - Grundbuchsamt | 16. Jh.-1851
        • Bestand 1.1.8 - Konskriptionsamt | (1456)-18. Jh.-20. Jh.
        • Bestand 1.1.9 - Depositenamt | 1695-1872
        • Bestand 1.1.10 - Totenbeschreibamt | 1648-1938
          Vollansicht Bestand 1.1.10
          Feldname Inhalt
          1.1 Signatur 1.1.10
          1.2 Titel Totenbeschreibamt
          1.3 Zeitraum 1648-1938
          1.4 Verzeichnungsstufe Bestand
          1.5 Umfang/Medium Bände: 81,7 Laufmeter; Schachteln: 715; Sonderformate: 23,3 Laufmeter
          2.1 Provenienzstelle Totenbeschreibamt
          2.2 Verwaltungsgeschichte/Biografie Das Totenbeschreibamt, wahrscheinlich um 1551 eingerichtet, ist ab 1570 nachweisbar. Das Amt d√ľrfte im Zusammenhang mit den im 16. Jahrhundert erlassenen Infektionsvorschriften entstanden sein. Sein erster Sitz war bis mindestens 1607 der Heiltumsstuhl bei St. Stephan, ab sp√§testens 1630 ist es im Tiefen Graben angesiedelt.

          Aufgabe des st√§dtischen Totenbeschreibers war es, alle vom Totenbeschauer beschauten Verstorbenen mit Todesursache und weiteren Daten auf Totenzettel aufzuschreiben. Diese Best√§tigung war (zumindest seit dem 18. Jahrhundert) die Voraussetzung, dass der Verstorbene beerdigt werden durfte. Die Totenbeschauer waren Funktion√§re des Totenbeschreibamtes. Diese Totenzettel wurden seit sp√§testens 1607 in B√ľcher (Totenlisten) abgeschrieben. Diese Listen mussten t√§glich an den B√ľrgermeister geschickt werden. Die Totenbeschauprotokolle sind von 1648 bis 1920 mit nur wenigen L√ľcken erhalten - n√§here Beschreibung siehe Serie B 1.
          Bis 1705 gab es zwei städtische Totenbeschauer, nach der Ausweitung der räumlichen Kompetenz auf die Herrschaften innerhalb des Linienwalls wurde ein dritter aufgenommen.

          Das Totenbeschreibamt war nach 1847 Teil des Konskriptionsamts (Abteilung f√ľr Beerdigungswesen). Bei Aufl√∂sung des Konskriptionsamts 1922 (VOBL des Magistrats 15/1923) kamen die Angelegenheiten des Totenbeschreibamts an die Magistratsabteilung 13a (unter anderem F√ľhrung des Totenkatasters, der Gr√§berprotokolle und des Verzeichnisses der Verstorbenen). Das Totenbeschreibamt wurde im Herbst 1942 aufgelassen (M.Abt. 213a, A1: 4165/43).
          2.3 Bestandsgeschichte Ordnung und Verzeichnung 1951 von Walter Weinzettel, Nachträge von Hanns Jäger-Sunstenau 1955 und 1956.
          2.4 √úbergeben von Magistratsabteilung 43, 1956: Totenbeschaubefunde (Acc.Nr. 3888).
          3.1 Form/Inhalt B√ľcher und Akten aus der T√§tigkeit des Totenbeschreibamts: Totenbeschauprotokolle, Totenbeschaubefunde, Indizes dazu, Normalien, Grabpflege.
          3.3 Neuzugänge Bestand abgeschlossen
          3.4 Ordnung/Klassifikation Serien B 1 - B 2, A 1 - A 5.
          4.1 Zugangsbestimmungen Unbeschr√§nkt ben√ľtzbar: Schutzfristen abgelaufen [¬ß¬ß 9 (1) und 10 (1 und 2) Wr.ArchG].
          4.3 Sprache Deutsch
          4.5 Findhilfsmittel Behelf 1.1.10.; WStLA, Archivbehelfe in Karteiform (1.1.14.2.4): K 10 - K 15.
          5.2 Reproduktionen Die Serien B 1 und B 2 sind verfilmt im Ben√ľtzersaal zug√§nglich.
          5.3 Verwandte Unterlagen Serien, die vor 1922 bereits angelegt wurden, wurden beim Totenbeschreibamt bis 1938 weiter gef√ľhrt. Eine inhaltliche Fortsetzung finden die Serien bei den Best√§nden M.Abt. 213a (WStLA 1.3.2.212.1: Friedh√∂fe), und M.Abt. 212, A 12 (WStLA 1.3.2.212.A12). Alle B√ľcher des Totenbeschreibamts, die die Kommunalfriedh√∂fe (Friedh√∂fe der Gemeinde Wien bis 1892) betreffen und das Verzeichnis der Verstorbenen, siehe den Bestand Sterbeverzeichnisse und Friedhofsb√ľcher (WStLA 1.2.4.3). Alle B√ľcher der Totenbeschreib√§mter der ehemaligen Gemeinden siehe Bestand Sterbeverzeichnisse und Friedhofsb√ľcher (WStLA 1.2.4.3). Siehe auch: M.Abt. 110 (WStLA 1.3.2.110); WStLA, H.A. Akten Kleine Best√§nde: Verwaltungsgebiete und Unternehmungen (WStLA 3.1.5.2), A 30, Mappe 1-2; WStLA, Handschrift A 12/16.
          5.4 Veröffentlichungen Karl Fajkmajer, Verfassung und Verwaltung der Stadt Wien (1526-1740), in: Geschichte der Stadt Wien, herausgegeben vom Alterthumsvereine zu Wien. 5. Band, 2. Teil: Vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritt der Kaiserin Maria Theresia, 1740, Wien 1914, 100-159, hier 127f.
          Josef Pauser, Verfassung und Verwaltung der Stadt, in: Wien. Geschichte einer Stadt. Band 2, herausgegeben von Peter Csendes und Ferdinand Opll, Wien/Köln/Weimar 2003, 49-90, hier 71.
          Roman Uhl, Die Totenprotokolle der Stadt Wien, in: Die Sippe 1 (1938), 53-56.
          Stephan Sedlaczek - Wilhelm L√∂wy, Wien. Statistischer Bericht √ľber die wichtigsten demographischen Verh√§ltnisse, Wien 1887, 7-17.
          7.1 Erschlossen durch Beschreibung von Martin St√ľrzlinger 2003 und 2005; Erg√§nzung von Brigitte Rigele 2005, Michaela Laichmann 2006 und Susanne Claudine Pils 2013
          7.1 Status Bearbeitung Freigabe zur Veröffentlichung
          7.2 Regeln ISAD(G)
          7.3 Datum der Beschreibung 3.11.2005
          7.3 Paraffe pil



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Wiener Stadt- und Landesarchiv (Magistratsabteilung 8)
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