6.5 Haubenköchin
Personenbeschreibung
Veronika ist 52 Jahre alt und eine bekannte Haubenköchin. Für gutes Essen konnte man sie schon immer begeistern. Als Jugendliche entschied sie sich, eine Lehre als Köchin zu machen. Während ihrer Ausbildung war es nicht immer einfach, weil Veronika die einzige Frau in der Küche war. Veronika setzte sich aber durch und arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Lokalen. So wurde sie immer besser. Besonders spannend findet sie, wie aus einfachen Zutaten wie Obst, Gemüse oder Getreide durch Vermischen oder Erhitzen so viele leckere Gerichte werden können. Diese Zutaten wachsen auf unserer Erde. Durch die richtige Zubereitung kann man daraus Essen machen, das uns satt und glücklich macht. Heute ist Veronika eine Haubenköchin. Haubenköchinnen haben viel Verantwortung in der Küche und sind sehr erfahren. An die besten Restaurants werden oft sogenannte „Hauben“ vergeben, die für besonders gute Küche stehen. Heute arbeitet Veronika als Küchenchefin in einem Hotel. Veronika ist sehr glücklich mit ihrem Job. Sie kann Gerichte zubereiten, die gesund und gleichzeitig „ur gut“ sind, wie sie sagt.
(Hierbei handelt es sich um eine erfundene Personenbeschreibung.)
Jobbeschreibung
Haubenköch*innen arbeiten nicht nur in Restaurants oder Hotelküchen. Auch bei großen Events oder in der Gastronomie von Fluggesellschaften gibt es viele Arbeitsmöglichkeiten. Ihre Aufgaben sind vielseitig: Sie bereiten Gerichte vor, kreieren neue Rezepte, kümmern sich um das Team in der Küche und sorgen dafür, dass alles pünktlich auf den Teller kommt. Dabei müssen sie oft sehr schnell arbeiten und die Qualität der Speisen hochhalten. Immer weniger Menschen entscheiden sich, eine Lehre als Köch*in zu machen. Köch*innen sind also sehr gefragt. Als Lehrling kann man, je nachdem wo man arbeitet und in welchem Lehrjahr man sich befindet, zwischen 900 € und 2.000 € brutto verdienen. Als Haubenköch*in kann man mit einem monatlichen Einkommen von rund 2.400 € bis 2.900 € brutto rechnen. Brutto bedeutet, dass noch Steuern und Versicherungen abgezogen werden.
In Österreich verdienen Frauen bei gleicher Ausbildung und gleicher Arbeit im Durchschnitt immer noch weniger als Männer. Das sieht man auch am sogenannten Equal Pay Day: Ab diesem Tag arbeiten Frauen für das restliche Jahr gratis, zumindest aus statistischer Sicht. Wien hat im österreichischen Vergleich den spätesten Equal Pay Day. Hier ist der Unterschied also am geringsten. Aber auch in Wien werden Männer und Frauen noch nicht gleich bezahlt. Es gibt immer mehr Köchinnen, aber trotzdem machen Frauen nur etwa ein Drittel aus. Küchenchefs sind immer noch meistens Männer, obwohl andere Menschen oft dieselben Voraussetzungen mitbringen. Das zeigt sich auch daran, dass in Österreich bisher nur sehr wenige Frauen den Titel „Köchin des Jahres“ gewonnen haben.
Ausbildungswege
Üblich ist es, eine Lehre als Köch*in zu machen. Die dauert drei Jahre und wird mit einer Lehrabschlussprüfung beendet. Die Stadt Wien bietet über den Wiener Gesundheitsverband eine Lehre als Köch*in an. In Wien machen insgesamt deutlich mehr Burschen als Mädchen eine Lehre. Die Lehre zum*zur Köch*in zählt in der Bundeshauptstadt sowohl bei den weiblichen als auch bei den männlichen Lehrlingen zu den zehn beliebtesten Lehrberufen. Es gibt auch viele berufsbildende Schulen, die eine ähnliche Ausbildung anbieten, zum Beispiel Hotel- oder Tourismusfachschulen. Höhere Lehranstalten für Land- und Ernährungswirtschaft und für wirtschaftliche Berufe kommen auch in Frage. Es gibt auch Kurse, in denen man lernen kann, Köch*in zu werden, ohne eine Lehre gemacht zu haben. Solche Kurse werden etwa vom waff (Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds) angeboten. Es gibt inzwischen auch die Möglichkeit, dass man eine Lehre als Fachkraft für vegetarisches Essen macht. Das bedeutet, dass man nun auch eine Lehre als Köch*in machen kann, ohne Fleisch zubereiten zu müssen.