5.4 Sonstige Maßnahmen
Die in diesem Kapitel aufgelisteten Maßnahmen leisteten Beiträge zur Umsetzung folgender Strategien und Programme:
- Wiener Klimafahrplan
- Wiener Klimaschutzprogramm (bis 2022)
- Smart Klima City Strategie Wien
- Wiener Abfallvermeidungsprogramm
- Lebensmittelaktionsplan – Wien isst G.U.T.
- „ÖkoKauf Wien”
- Städtisches Energieeffizienzprogramm (SEP 2030)
- Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen („UN sustainable development goals - SDG“)
Maßnahmen zur Umsetzung des Wiener Klimafahrplans :
Die PUMA-Programmsteuerung hat in einem von der Bereichsleitung für Klimaangelegenheiten geführten Prozess zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung des Wiener Klimafahrplans eingebracht, stehen doch auch Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an die Klimakrise bereits seit langem im Fokus der magistratsinternen Umweltmanagementarbeit. Diese Maßnahmen fließen in die jährlichen Vorlagen des PUMA-Kernteams für die Umweltprogramme der Dienststellen ein.
Flächendeckend umgesetzte Maßnahmen
Checkliste klimaneutrale Verwaltung
Im Umweltprogramm 2023 wurden in Absprache mit der Bereichsleitung für Klimaangelegenheiten die Dienststellen gebeten, zu bestimmten klimarelevanten Aspekten der bisherigen Arbeitsroutine im Magistrat ihre Einschätzung zu geben. Themen waren u.a.
- Dienstreisen werden bis 600 km mit Zug oder Bus absolviert.
- Dienst- und Arbeitswege werden mit dem Umweltverbund (ÖV, Rad, zu Fuß) bzw. mit Pool-Kraftfahrzeugen der Dienststelle absolviert.
- Die Reparaturmöglichkeit wird vor einem Neukauf geprüft.
- Sommerliche Überwärmung wird mit passiven Maßnahmen (also ohne Klimageräte) reduziert.
- Mehrwegsysteme werden eingesetzt (z.B. Geschirr, Getränkegebinde, Transportverpackungen).
- Lebensmittelabfälle im eigenen Bereich werden vermieden, Vorgaben für Externe (Lieferant*innen, Caterer …) gemacht.
- Möbel werden repariert, weitergenutzt, weitergegeben.
- Broschüren und Infomaterial werden digitalisiert zur Verfügung gestellt und möglichst nicht gedruckt verteilt.
- IKT-Geräte (Handys, Notebooks, etc.) werden möglichst lange genutzt.
Auf Grundlage der Befragungsergebnisse werden in den Folgejahren Maßnahmen für die Vorlagen der Umweltprogramme formuliert.
Aufrechterhaltung des erreichten Umweltstandards
Das PUMA-Umwelthandbuch jeder Dienststelle beschreibt den erreichten Umweltstandard. Die Sicherstellung der Aufrechterhaltung des Umweltstandards erfolgt durch die jährliche Überprüfung der Umweltmaßnahmen und die allfällige neuerliche Umsetzung der betreffenden Maßnahmen in der Dienststelle.
Regelmäßige Aussendung an die neu hinzugekommenen Mitarbeiter*innen zwecks Einführung ins PUMA
Die Einführung neuer Kolleg*innen ins PUMA-Programm (inkl. Absolvierung des e-Learning Programms von PUMA), die inhaltliche Kenntnis des Umwelthandbuchs sowie die Möglichkeit für neue Mitarbeiter*innen, eigene Vorschläge im Bereich Umweltschutz und Ressourceneffizienz einzubringen, sind wesentliche Erfolgsfaktoren fürs Umweltmanagement.
Vorteile der Maßnahme: Aktive, inhaltlich ins Umweltmanagement eingebundene Mitarbeiter*innen, Chancen auf innovative Verbesserungsvorschläge, Bewusstseinsbildung für dauerhaften Umweltschutz.
Arbeitsgespräche „Bedeutende direkte und indirekte Umweltaspekte und Umweltauswirkungen der Dienststelle“
Im Umweltmanagement ist es von großer Bedeutung, die wesentlichen direkten und indirekten Umweltaspekte und damit zusammenhängende Umweltauswirkungen der eigenen Dienststelle zu kennen, um mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung zu bestimmen und sie gezielt umsetzen zu können. Die Gespräche dienen dazu, die Einschätzung der Umweltaspekte und Umweltauswirkungen zwischen PUMA-Kernteam und Dienststelle zu vereinheitlichen und gemeinsam mögliche weitere Schritte zu besprechen.
Abteilungsspezifische Maßnahmen
In den jährlichen Umweltprogrammen der Dienststellen wurden neben den allgemeinen Maßnahmen auch folgende abteilungsspezifische Maßnahmen definiert und umgesetzt.
- Gewährung einer nichtrückzahlbaren Zuschussförderung im Ausmaß von 50% der förderbaren Kosten für die Montage eines Sonnenschutzes (MA 50)
- Teilnahme Beratung innovative öffentliche Beschaffung - IÖB (MA 6)
- Graffitischutzanstrich für Hannovermarkt (MA 59)
- Anschaffung moderner vollautomatischer Prüfgasstationen für die Einsatzmessgeräte auf den Feuerwehrfahrzeugen (MA 68)
- Zusammenlegung von Magistratischen Bezirksämtern
- Verringerung der versiegelten Bodenflächen um ca. 300m² in zwei sozialpädagogischen Einrichtungen im Außenbereich (MA 11)
- Information aller KollegInnen mit PC-Zugang über PUMA E-Learning (mehrere Magistratsabteilungen)
- Arten- und Lebensraumschutz an Gebäuden der Stadt Wien: Bereitstellung von Nistkästen und Fledermausquartieren (MA 22)
- Neugestaltung der „Umweltinsel“ in der Außenstelle „24-Stunden Frauennotruf (MA 57)