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5.4 Herausforderungen am Arbeitsmarkt

5. Junge Wiener*innen am Arbeitsmarkt

Junge Menschen mit Migrationsgeschichte sind am Arbeitsmarkt nach wie vor stark von Diskriminierung betroffen. So gaben in einer von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) publizierten Untersuchung 59 % der Schwarzen Menschen in Österreich an bei der Arbeitssuche und 39 % am Arbeitsplatz selbst in den letzten fünf Jahren Diskriminierung erlebt zu haben. Auch Muslime erleben häufig Diskriminierung am Arbeitsplatz oder bei der Arbeitssuche. Junge Menschen sind hier häufiger betroffen als ältere.

Außerdem sind Mädchen und junge Frauen am Arbeitsplatz und bei der Arbeitssuche höherer Diskriminierung ausgesetzt als Burschen und junge Männer. Dies betrifft insbesondere junge Musliminnen, wenn sie traditionelle oder religiöse Kleidung wie ein Kopftuch sichtbar tragen. Dies wird auch durch die Ergebnisse einer Untersuchung der Johannes Kepler Universität Linz bestätigt, in welcher erforscht wurde, wie sich Fotos von rassifizierten Menschen, ausländisch klingende Namen und religiöse Kleidung in Bewerbungen auf die Chancen einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, auswirken. In der Praxis ist für viele Frauen allerdings nicht ganz klar, ob sie aufgrund ihres Geschlechts oder aufgrund ihres Migrationsbezugs im Arbeitsleben diskriminiert werden. Auch die Dimension „Alter“ spielt eine Rolle. Es ergeben sich für junge Frauen mit Migrationsbezug somit komplexe, intersektionale Formen der Mehrfachdiskriminierung.