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1.3 Inhalte, Datenquellen und Herausforderungen

1. Einleitung

Wien hat in den vergangenen Jahren ein deutliches Bevölkerungswachstum erlebt, das in erster Linie auf Zuwanderung zurückzuführen ist. Der vorliegende Bericht präsentiert aktuelle Daten und Fakten zu Migration und Integration im Jahr 2025. Anlässlich des zweijährigen Themenschwerpunkts der Abteilung Integration und Diversität der Stadt Wien, liegt ein besonderer Fokus auf Daten und Fakten zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationsbiografie in Wien. 

Das Kapitel „Daten und Fakten zur Wiener Bevölkerung“ beschreibt integrationspolitisch relevante Daten zur Wiener Bevölkerung – Daten zu Staatsangehörigkeiten und Herkunft der Wiener*innen, zur Bevölkerung in den Bezirken, zu Zuzügen und Wegzügen und zu Einbürgerungen in Wien.

Im Kapitel „Daten und Fakten zu jungen Wiener*innen“ werden aktuelle demografische Daten speziell zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationsbiografie in Wien dargestellt. Das Kapitel geht auch auf Daten zu den Einbürgerungen von Wiener Jugendlichen und jungen Erwachsenen und die gesetzlichen Regelungen für deren Einbürgerung ein.

In den darauffolgenden drei thematischen Schwerpunktkapiteln „Bildung junger Wiener*innen“, „Junge Wiener*innen am Arbeitsmarkt“ und „Partizipation junger Wiener*innen“ beleuchtet der Bericht drei Handlungsfelder – Bildung, Beschäftigung und Teilhabe – die aus integrationspolitischer Perspektive von besonderer Relevanz erscheinen. Dabei werden aktuelle Daten und Fakten analysiert, akute Herausforderungen beschrieben, und darüber hinaus auch eine Auswahl von aktuellen Maßnahmen und Projekten in diesen Handlungsfeldern dargestellt.

Datenquellen für die Auswertungen und Analysen in diesem Bericht sind vorwiegend Statistiken der Statistik Austria: Registerdaten zum Bevölkerungsstand, zu Einbürgerungen, die Schulstatistik, die Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung. Im Kapitel zu jungen Wiener*innen am Arbeitsmarkt wurden Daten der Abgestimmte Erwerbsstatistik und das AMIS Arbeitsmarktinformationssystem des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) analysiert. Darüber hinaus werden im Bericht auch Erkenntnisse aus aktuellen Studien zu Bildung, Beschäftigung und Partizipation von Jugendlichen dargestellt.

Zu vielen integrationspolitisch wichtigen Fragestellungen fehlen aktuell jedoch geeignete Daten, um faktenbasiert über Integrationsfortschritte und Integrationserfolge der Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationsbiografie in Wien Aussagen treffen zu können. So zeigte sich z.B. bei der Erarbeitung des Kapitels „Bildung junger Wiener*innen“, dass in aktuellen Analysen oftmals darauf fokussiert wird, wie groß der Anteil an Schüler*innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei Schuleintritt in die Primarstufe ist – oder auch wie groß der Anteil an Jugendlichen mit ausländischer Staatsangehörigkeit an Jugendlichen ist, die aus dem Bildungssystem frühzeitig ausscheiden. Dies sind zweifelsohne sehr wichtige Daten, da sie die Grundlage für die Entwicklung und den Ausbau unterstützender Maßnahmen im Bildungsbereich bilden. Für eine umfassende Analyse der Bildungserfolge von Jugendlichen mit Migrationsbiografie wäre es jedoch wichtig z.B. ebenso den Anteil an Jugendlichen mit Migrationsbiografie unter Schüler*innen, die erfolgreich die Sekundarstufe II abschließen, zu untersuchen. Im Handlungsfeld Partizipation zeigt sich, dass es mittlerweile viel Wissen zu den Perspektiven von Jugendlichen auf demokratische Teilhabe im Allgemeinen gibt. Zu den spezifischen Perspektiven von Jugendlichen, die hier aufwachsen und leben, jedoch aufgrund der fehlenden österreichischen Staatsbürgerschaft vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, gibt es hingegen noch kaum Daten.

Darüber hinaus zeigte sich bei der Erarbeitung dieses Berichts, dass zur Beantwortung einzelner integrationspolitischer Fragestellungen teilweise noch kaum Daten herangezogen werden können. So hätte der Bericht auch untersucht, ob und wie die vielen Freizeit- und Kulturangebote in der Stadt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationsbiografie genutzt werden. Die freie Zeit außerhalb der Schule oder dem Arbeitsplatz macht einen wesentlichen Teil des täglichen Lebens junger Menschen aus. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Gruppenaktivitäten bergen daher das Potenzial, eine wesentliche Rolle für die Integration junger Menschen mit Migrationsbiografie zu spielen.

Dieser Bericht liefert somit einen Überblick über die verfügbaren demografischen und integrationsrelevanten Daten zu jungen Menschen mit Migrationsbiografie in Wien, während bestehende Datenlücken sichtbar gemacht werden. Die Erkenntnisse dieses Berichts sind eine wichtige Grundlage, um gezielte Maßnahmen in Bildung, Beschäftigung und Partizipation weiterzuentwickeln und die Integration junger Menschen nachhaltig zu stärken. Für eine effektive Integrationspolitik ist es notwendig, diese Datenbasis zu Wiener Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationsbiografie künftig weiter auszubauen.