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Magistratsabteilung 15 - Gesundheitsdienst

Leistungsberichte der Magistratsdienststellen

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) ist für die Versorgung der Wiener*innen mit qualitativ hochwertigen und zeitrelevanten Angeboten im Gesundheitsbereich zuständig. Impfschutz, Gesundheitsvorsorge, medizinische Untersuchungen und Beratungen, aber auch die Qualitätssicherung von Gesundheitseinrichtungen, Begutachtungen und Hygieneaufsicht sind wesentliche Themen einer modernen Public-Health-Abteilung.

Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zur Fachabteilung • Kontaktadressen

Projekt- und Schwerpunktüberblick

Fachbereich Medizinisches Krisenmanagement

Neben den Schwerpunkten des Fachbereiches Medizinisches Krisenmanagement, wie bspw. die Koordination der Sterbefälle in Wien, Desinfektionen, Begutachtungen von sanitären Übelständen, Entlausungen, aber auch die Erstellung unterschiedlicher Berichte und Dashboards zu Fragen aus dem Bereich Public Health und Management sowie das Monitoring von meldepflichtigen Erkrankungen, kamen im Jahr 2025 zusätzliche spannende Projekte auf den Fachbereich zu.

Im Fachbereich direkt wurde das elektronische Leichenbuch „HYGSYS“ von der neu erstellten Software „HYZDOK“ abgelöst. Die neue Software HYZDOK ermöglicht, neben den täglichen Eintragungen der Sterbefälle in Wien, nun auch die Verwaltung und Dokumentation von verschiedenen Einsätzen der Gruppe Hygienezentrum. Ebenfalls können die erledigten Einsätze in übersichtlicher Tabellenform und auf einer Landkarte dokumentiert werden. Weiters wurde eine mobile Totenbeschau-App erstellt.

GRUPPE EPIDEMIEVORSORGE

Zusätzlich zum Monitoring meldepflichtiger Erkrankungen, der Erstellung von Informationsmaterial, der Unterstützung verschiedener Einrichtungen beim Ausbruchsmanagement und bei der Organisation von erkrankungsabschwächenden Maßnahmen fungierte die Epidemievorsorge auch 2025 als Frühwarnsystem.

Das interne Epidemie-Managementsystem (EpiSYS) wurde 2025 weiterentwickelt, welches im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie eingeführt wurde, um den fachlichen Anforderungen eines zeitgemäßen epidemiologischen Melde- und Dokumentationssystems zu entsprechen. Konkret wurde die fachspezifische Software für insgesamt 52 anzeigepflichtige Krankheiten in Österreich erweitert, um eine medizinisch vollständige, schnellere und übersichtlichere Bearbeitung von Infektionsfällen, Verdachtsfällen und Kontaktpersonen zu ermöglichen.

Im Laufe des Jahres übernahm die Epidemievorsorge zudem das Monitoring nosokomialer Infektionen an meldepflichtigen Erkrankungen in Gesundheitseinrichtungen, einschließlich der Erstellung eines standardisierten Prozesses zur Optimierung der Quellensuche in Krankenanstalten und Alten- und Pflegeheimen sowie der Verfassung von Endberichten für Hygieneteams und die MA 40.

Angesichts des Anstiegs der Masernfälle (Jänner bis Juni) und des Europaweiten Hepatitis-A-Ausbruchs, organisierte die Epidemievorsorge neue Leitlinien und Informationsblätter sowie die Erstellung der regelmäßigen Masern-Berichte und Hepatitis-A-Berichte in Zusammenarbeit mit dem Datenkompetenzzentrum.

Auch in der Wissenschaft konnte die Epidemievorsorge 2025 einen Betrag leisten. Die Publikation „Whole Genome Sequencing Verifies Multiple, Simultaneous, and Spatially Close Importations of the Same Measles Virus D8 Variant in Austria, 2023-2024“ wurde unter Mitwirkung von Dr. Luigi Segagni Lusignani, stellvertretender Leiter der Epidemievorsorge, im Lancet 2025 publiziert. Sie unterstreicht die zentrale Rolle der Genomsequenzierung bei der Identifizierung und Differenzierung von Masernausbrüchen. Weiters startete im Frühling 2025 eine neue Studie zur Bestimmung des Masern-Schutzkorrelats, welche das Nationale Referenzzentrum für Masern in Zusammenarbeit mit der Epidemievorsorge durchführt. Ziel ist es, die Schutzwirkung von Masern-Antikörpern zu bewerten und die derzeit verwendeten Grenzwerte für Antikörpertests auf ihre Aussagekraft zu überprüfen.

GRUPPE DATENKOMPETENZZENTRUM

Im Jahr 2025 wurde das Abwassermonitoring (CSI-Abwasser) weiterentwickelt und lieferte mit wöchentlichen SARI-Analysen und einem Masern-„Watchdog“ entscheidende Evidenz, die unter anderem zur Verlängerung kostenfreier Säuglingsimmunisierungen beitrug.

Eine einjährige Pilotphase zur Evaluierung von Abwassersequenzierungen fand von Jänner bis Dezember 2024 statt. Wöchentlich wurden Zulaufproben der Kläranlage und monatlich Proben aus vier Hauptsammelkanälen am Zentrum für Molekularmedizin (CeMM) analysiert. Erste Ergebnisse zeigten erfolgreiche Messungen von Infektionswellen, darunter vier humane Coronaviren, Parainfluenza, Rotaviren und Noroviren. Das verwendete Testverfahren erfasst Hunderte Viren, einschließlich solcher, die Tiere und Pflanzen betreffen, im Rahmen eines „One Health“-Ansatzes. Das Innovationsprojekt war ein derartiger Erfolg, dass die Medizinische Universität Wien beschlossen hat, die Beprobungen und Analysen in eigener Finanzierung fortzusetzen und den Datenaustausch mit dem Gesundheitsdienst fortzusetzen.

Gegen Ende der RSV-Saison 2025 lieferten die Ergebnisse des Projekts „CSI-Abwasser“ wichtige Argumente für eine außerplanmäßige 14-tägige Verlängerung der kostenfreien Immunisierung von Säuglingen, da im Abwasser noch erhöhte Signale des Erregers gemessen werden konnten. Auch wenn der Fokus aktuell hauptsächlich auf Viren liegt, laufen parallel bereits die ersten Projekte zum Nachweis von Bakterien und Antibiotikaresistenzen. Besonders im Nachweis von Keuchhusten (Pertussis) fanden im Jahr 2025 mehrere Versuchsreihen statt, mit dem Ziel eine belastbare Detektionsmethode für ein Monitoring zu entwickeln.

Das Hitzemonitoring wurde durch den digitalen Hitzebutton, die Integration in die Gesundheitsstadtkarte und Push Notifications über die Stadt-Wien-App gestärkt und ermöglichte gezielte, datenbasierte Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen.

Das Hitzemonitoring des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien dient der Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Belastungen durch extreme Hitze. Ziel ist es, Hitzefolgen frühzeitig sichtbar zu machen und gezielt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, insbesondere vulnerabler Gruppen, zu ermöglichen. Dafür stehen zwei zentrale Meldekanäle zur Verfügung: das Hitzetelefon, erreichbar über das Wählen von 1450, sowie seit 2024 auch der digitale Hitzebutton.

Der Hitzebutton wurde als Online-Tool vom Datenkompetenzzentrum des Gesundheitsdienstes eingeführt. Er bietet Bürger*innen eine unkomplizierte Möglichkeit, aktuelle Hitzebeschwerden digital zu melden. Die erfolgreiche Implementierung des Hitzebuttons stellt damit eine wesentliche Erweiterung des bestehenden Hitzemonitorings dar und leistet einen wertvollen Beitrag zur städtischen Gesundheitsvorsorge.

Des Weiteren läuft aktuell auch ein wöchentliches Masernmonitoring im Sinne eines „Watchdog-Systems“. Im Zuge einer ersten Posterpräsentation der Maserndaten wurden auch die Weichen für die monatliche Veröffentlichung der Ergebnisse gelegt. Die wöchentlichen Veröffentlichungen zum Infektionsgeschehen der SARI-Erreger finden regen Anklang in der Bevölkerung und geben den Wiener*innen (aber auch zum Beispiel Arztordinationen) eine weitere Möglichkeit, sich ein informiertes Bild zu machen und selbstständig Maßnahmen für ihren Alltag zu setzen.

Zudem wurde die Weiterentwicklung zentraler Fachsysteme vorangetrieben und 2025 unter anderem „HYZDOK“ als Einsatzleitsoftware (Go Live) in Betrieb genommen, was die digitale Fallbearbeitung stärkte.

Auf der Landingpage wurden interaktive Power BI Dashboards freigeschaltet (zum Beispiel: Klimamonitoring, Bevölkerungsverteilung, IFG), die Mitarbeiter*innen und Partner*innen den einfachen Zugriff auf wichtige Analysen ermöglichen.

Fachbereich Gesundheitsvorsorge

GRUPPE INFEKTIONSVORSORGE UND TEAM IMPFWESEN

Das Team Impfwesen stellte 2025 ein niederschwelliges, anlassbezogenes Impfangebot über Impfzentren, mobile Impfaktionen sowie Schul- und Bildungseinrichtungs-Settings sicher.

In den ausgewiesenen Settings wurden 2025 insgesamt 108.376 Teilimpfungen erbracht. Den Hauptanteil leisteten die Impfzentren mit 75.750 Teilimpfungen, ergänzt durch 21.478 Teilimpfungen im Rahmen von Schulimpfaktionen, 5.979 Teilimpfungen im Rahmen mobiler Impfaktionen sowie 5.169 Teilimpfungen in FSW-Bildungseinrichtungen.

Ebenso konnte für das Jahr 2025/2026 der WIGEV als neuer Projektpartner gewonnen werden. Das Projekt Nurses4Vienna ermöglicht DGKPs aus Indonesien und Jordanien, in Einrichtungen des WiGeV nach einer Ratifizierung als DGKP tätig zu werden, wobei das Team Impfwesen als Kompetenzzentrum für Immunisierungen der Schutzimpfungen fungiert, um einen möglichst schnellen Berufsstart in Wien zu ermöglichen. Aktuell wird auch noch das Angebot von „Sorgen-los Impfen“ in Kooperation mit dem PSD weitergeführt.

In den Impfzentren lagen die Leistungsschwerpunkte bei HPV (17.089 Teilimpfungen), Influenza (16.900) und COVID-19 (14.422), gefolgt von FSME (8.713) sowie Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Kinderlähmung (6.222). Zusätzlich wurden unter anderem MMR (2.777), Hepatitis A+B (2.026), Herpes Zoster (2.025) und Pneumokokken (1.356) verabreicht.

Mobile Impfaktionen erhöhten die Reichweite in publikumsstarken Settings; die höchsten Outputs wurden in der Lugner City (1.427 Teilimpfungen), durch das MIKO (769) sowie am Donauinselfest (582) erzielt. In den FSW-Bildungseinrichtungen standen insbesondere DTPPolio (Repevax 1.827 Teilimpfungen), MMR/Varizellen (MMRVAXPRO 1.143) sowie Hepatitis A+B (Twinrix 977) im Vordergrund.

Im Rahmen des Kinderimpfkonzepts wurde das Angebot in Kooperation mit niedergelassenen Ärzt*innen weiter ausgebaut und um zusätzliche, wohnortnahe Zugänge ergänzt. Ein zentraler Schwerpunkt war die HPV-Aufholaktion. Laut HPV-Cockpit Österreich (Regionansicht, Datenstand 28.02.2026) lag die Durchimpfungsrate der 2. Dosis im Jahr 2025 in der Altersgruppe 21–30 in Wien bei 32 Prozent und im Österreich-Schnitt bei 23 Prozent (alle Geschlechter, 2. Dosis). In derselben Cockpit-Ansicht sind für die Altersgruppe 21–30 zudem 401.104 geimpfte Personen (1. Dosis) und 258.576 geimpfte Personen (2. Dosis) bei einer Kohorte von 1.105.328 ausgewiesen. Quelle: HPV-Cockpit Österreich – Screenshot (Datenstand 28.02.2026).

Damit leistete das Team Impfwesen 2025 einen wesentlichen Beitrag zur präventiven Gesundheitsversorgung in Wien durch hohe Leistungszahlen, mehrere Zugangswege und eine klare Schwerpunktsetzung auf nachgefragte Impfungen.

TEAM TUBERKULOSEVORSORGE

Im Jahr 2025 kam es gegenüber 2024 zu einem Anstieg der Neumeldungen von Tuberkulosefällen um 11,6 Prozent. Dabei waren mehr Männer als Frauen von der Erkrankung betroffen. In Zusammenarbeit mit der AGES ist seit 2025 eine Clusteranalyse möglich, die eine präzisere epidemiologische Bewertung und eine verbesserte Nachverfolgung von Übertragungsgeschehen ermöglicht. Die Zahl der durchgeführten Lungenröntgenuntersuchungen lag im Jahr 2025 bei etwa 13.000 Untersuchungen. Davon entfielen ungefähr 26,9 Prozent auf die mobile Röntgeneinheit. Die Planung und der Bau der neuen mobilen Röntgeneinheit sind bereits weit fortgeschritten, die Fertigstellung und Inbetriebnahme werden für das Jahr 2026 erwartet. Ein wesentlicher Fortschritt konnte im Bereich der Digitalisierung erzielt werden. Seit Oktober 2025 werden alle Neuanfälle im neu entwickelten Dokumentationssystem TBDOK administriert und erfasst. Das System ermöglicht eine papierlose Aktenführung und bildet die Grundlage für nachfolgende geplante Erweiterungen, die den administrativen Ablauf und die Datenqualität weiter verbessern sollen.

TEAM SONDERPÄDAGOGISCHE ZENTREN (SPZ)

Auch 2025 stellt das Team der Sonderpädagogischen Zentren des Gesundheitsdienstes sein Therapie-, Beratungs- und Betreuungsangebot drei sonderpädagogischen Schulstandorten mit unverändert hoher Nachfrage zur Verfügung. Um dem steigenden Bedarf an therapeutischen und sozialarbeiterischen Leistungen an den Schulstandorten nachzukommen, wurde 2025 das Personal um zusätzliche Therapeut*innen und Sozialarbeiter*innen erhöht. Besonders durch die Einstellung weiterer Logopädinnen ist es nun möglich, alle drei Schulstandorte mit diesen wichtigen Fachkräften zu besetzen. Ebenso konnte die durch den Weggang einer Sozialarbeiterin entstandene personelle Lücke nach kurzer Übergangsphase wieder vollständig geschlossen und sogar verstärkt werden, sodass die kontinuierliche Betreuung und Unterstützung der Eltern und Schüler*innen ohne langfristige Einschränkungen gewährleistet blieb. Der Anstieg des Personals spiegelt sich sowohl in den wachsenden Therapieleistungen wider, die einen Zuwachs von 12,81 Prozent an erbrachten Therapieeinheiten zum Vorjahr zeigen, als auch in der Bereitstellung von zusätzlichen Therapieräumen durch die Direktion der Hans-Radl-Schule.

Um dem Team, gemessen an seiner Größe und den unterschiedlichen Teilbereichen, verbindende Grundlagen zu geben, wurden Abteilungsschulungen sowie Vernetzungstreffen organisiert und koordiniert.

So erhielten alle Mitarbeiter*innen des Teams SPZ die Möglichkeit, den Kurs „Kindernotfälle – Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern im sonderpädagogischen Alltag“ unter fachärztlicher Leitung zu besuchen. Auch die externe Berufsvernetzung wurde durch ein Treffen mit Therapeut*innen des Kinderhospiz Lichtblickhof bewusst gestärkt. Dieses u. a. auf Equotherapie (Pferde- und Reittherapie) spezialisierte Therapiezentrum für Kinder mit schweren und lebensverkürzenden Krankheiten konnte erhellende Einblicke in die tiergestützte Therapiearbeit geben. Da die Mitarbeiter*innen des Teams SPZ täglich mit Kindern arbeiten, die aufgrund einer Erkrankung mitunter stark in ihrer Kommunikation beeinträchtigt sind, wurde zudem großer Wert auf praxisnahe Qualifizierung gelegt. Um alle Kolleg*innen bestmöglich in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und ihnen geeignete Kommunikationsmethoden an die Hand zu geben, wurde ein Einführungskurs sowohl in die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) als auch in Unterstützte Kommunikation (UK) organisiert, der auf anhaltend reges Interesse stößt.

Unserer täglichen Arbeit mit teils schwer kommunikationsbeeinträchtigten Kindern kommt auch die Anschaffung von tragbaren Telekommunikationsgeräten (iPads) für Therapeut*innen aller Berufsgruppen des Teams SPZ sehr entgegen. Über die digitalen Möglichkeiten und niederschwelligen, oft spielerischen Bedienungsanforderungen können neue Kommunikationskanäle geschaffen und Zugänge oder Erweiterungen der Handlungsräume ermöglicht werden. Die Nachfrage am Einsatz digitaler Hilfs- und Unterstützungstechnologien ist auch unter den Mitarbeiter*innen gestiegen. Das Interesse kann am Einsatz neuer digital unterstützter Therapiemethoden, wie einem lichtbasierten Trainingssystem, welches u. a. für Reaktionszeit, Aufmerksamkeit und kognitive Leistungsfähigkeit im physiotherapeutischen Setting eingesetzt wird, oder an der Nutzung des virtuellen Dolmetschs für Beratungssituationen nachvollzogen werden.

Die neuen Kommunikationsgrundlagen und modernen Methoden zahlen sich aus, denn auch wie im Jahr zuvor war das Team SPZ mit Schüler*innen bei den „School Games 2025“ vertreten, die in den Disziplinen Para-Boccia und Tischtennis bemerkenswerte Leistungen zeigten. Um die Begeisterung für bewegungsorientierte Aktivitäten auch weiterhin zu erhalten bzw. zu ermöglichen, wird das sportliche Mitwirken als bedeutsame Ressource genutzt, Kindern mit Behinderungen neben den gesundheitlichen Vorteilen positive Perspektiven zu eröffnen, die sie auch in ihrem weiteren Leben nutzen können. So wurden für zwei Schulstandorte Para-Boccia-Sets angeschafft, die den Kindern die therapeutisch begleitete Anleitung für die sportliche Ausübung ermöglichen und auch bei zukünftigen „School Games“ erfolgreich zum Einsatz kommen werden.

Das sozialarbeiterische Projekt „Verbindungsdienst“ stellt weiterhin ein zentrales und stark nachgefragtes Unterstützungsangebot dar. Es gewährleistet den Kindern in ihrem familiären Umfeld auch nach ihrem 18. Lebensjahr eine kontinuierliche Begleitung, insbesondere bei Fragestellungen und Herausforderungen im Übergang junger Menschen in das Erwachsenenleben. Auch hier konnte ein starker Zuwachs der Nachfrage zum Vorjahr verzeichnet werden.

GRUPPE SEXUELLE GESUNDHEIT SOWIE TEAM AMTSÄRTZLICHES REFERAT FÜR SEXUELLE GESUNDHEIT UND PROSTITUTION

Im Berichtsjahr 2025 wurden insgesamt 16.053 Untersuchungen bei Sexdienstleister*innen durchgeführt. Dies entspricht einer moderaten Steigerung von 0,62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber ist bei den Erstuntersuchungen ein leichter Rückgang um 0,99 Prozent auf insgesamt 1.438 Untersuchungen zu verzeichnen.

Im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen konnten 286 Fälle von Gonorrhoe, 70 Fälle von Syphilis, 284 Chlamydien-Infektionen sowie eine HIV-Infektion diagnostiziert werden.

Besonders hervorzuheben ist die insgesamt rückläufige Entwicklung der Infektionszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Gonorrhoe-Erkrankungen reduzierte sich um 6,8 Prozent, jene der Syphilis-Erkrankungen um 5,4 Prozent . Auch im Bereich der HIV-Infektionen ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen: Während im Jahr 2024 noch fünf Infektionen diagnostiziert wurden, wurde im Berichtsjahr lediglich eine HIV-Infektion festgestellt.

Ein weiterer bedeutender Entwicklungsschritt konnte im Bereich der administrativen Abläufe erzielt werden. Mit Mai 2025 wurde der Aufgabenbereich der Kassa erweitert. Neben der Verrechnung der Leistungen für Sexdienstleisterinnen erfolgt seither auch die Abwicklung der Impfleistungen für Patientinnen des Impfservices.

Mit Wirkung ab Mai 2025 wurde das bestehende Zahlungswesen um die Möglichkeit der bargeldlosen Abwicklung mittels Bankomatkarte erweitert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr 2025 auf der Intensivierung der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang erfolgte ein vertiefter fachlicher Austausch mit der Ermittlungsgruppe EB 10 des Landeskriminalamts sowie mit der Meldestelle für Prostitutionsangelegenheiten der Landespolizeidirektion Wien. Ziel dieser verstärkten Kooperation war es insbesondere, Synergien zu nutzen, Schnittstellen effizienter zu gestalten und ein abgestimmtes Vorgehen in relevanten Fragestellungen sicherzustellen. Der kontinuierliche Dialog mit den genannten Partnerinstitutionen trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen sowie zur Sicherstellung eines koordinierten und wirkungsvollen Verwaltungshandelns bei.

Fachbereich Aufsicht und Qualitätssicherung

Der Fachbereich Aufsicht und Qualitätssicherung nahm im Jahr 2025 eine zentrale Steuerungs- und Koordinationsfunktion für die fachlichen Schwerpunkte in den Bereichen Aufsicht, Begutachtung und Gesundheitsberufe wahr. Vor dem Hintergrund der steigenden Komplexität der Gesundheitsversorgung wurden multiprofessionelle und fachübergreifende Strukturen weiterentwickelt und gezielt ausgebaut, um eine einheitliche Qualitätssicherung und effiziente Verfahrensabläufe sicherzustellen.

Im Bereich der behördlichen Aufsicht lag ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung und Vereinheitlichung von Prüf- und Kontrollprozessen. Dies umfasste insbesondere die strukturelle Neuausrichtung der sanitären Aufsicht in Krankenanstalten, die Weiterentwicklung der Aufsicht über Ambulatorien sowie die Optimierung von Genehmigungs- und Kontrollverfahren im Apothekenwesen. Durch standardisierte Abläufe, verbesserte Dokumentationsstrukturen und verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit konnte die Nachvollziehbarkeit und Effizienz der Verfahren nachhaltig gesteigert werden.

Im Bereich der Begutachtung wurde die hohe Leistungsfähigkeit der Amts- und fachärztlichen Begutachtungsstelle durch eine konstant hohe Anzahl an Gutachten unterstrichen. Die Sicherstellung einheitlicher fachlicher Standards sowie effizienter Verfahrensabläufe stellte dabei einen wesentlichen Beitrag zur rechtssicheren Entscheidungsfindung in unterschiedlichen Verwaltungsverfahren dar.

Im Bereich der Gesundheitsberufe wurde die fachliche Aufsicht, insbesondere im Pflegebereich, weiter intensiviert und qualitativ vertieft. Die Ausweitung der sanitären Einschau auf zusätzliche Einrichtungen sowie die verstärkte Fokussierung auf Personalausstattung und Qualitätsmanagement trugen wesentlich zur Stärkung der Patientensicherheit und zur Sicherstellung einheitlicher Versorgungsstandards bei.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung von Ausbildungs- und Qualifizierungsstrukturen im Gesundheitswesen. Neben der verstärkten Positionierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes als Ausbildungsstelle wurde insbesondere durch die Mitwirkung an neuen Ausbildungsformaten, wie „Pflege mit Matura“, ein Beitrag zur langfristigen Sicherstellung des Fachkräftebedarfs geleistet.

Im schulischen Gesundheitswesen wurden innovative Versorgungsmodelle weiterentwickelt und ausgebaut. Die Implementierung und Ausrollung von School Nurses, der Einsatz mobiler diplomierter Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie die Betreuung in sonderpädagogischen Zentren leisten einen wesentlichen Beitrag zur präventiven Gesundheitsversorgung und zur bedarfsgerechten Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Insgesamt konnte durch die Maßnahmen des Fachbereichs Aufsicht und Qualitätssicherung im Jahr 2025 eine weitere Stärkung der Qualität, Transparenz und Effizienz im Wiener Gesundheitswesen erreicht werden, wobei insbesondere die enge Verzahnung der einzelnen Fachgruppen einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellte.

GRUPPE AMTS- UND FACHÄRZTLICHE BEGUTACHTUNGEN

Die Gruppe Amts- und fachärztliche Begutachtungsstelle ist insbesondere für die Erstellung von amts- und fachärztlichen Gutachten sowie für Gutachten im Rahmen der Integrationsvereinbarung, Staatsbürgerschaftsverfahren und für Zeugnisse betreffend Apothekenkonzessionen, -leitungen und Primariate zuständig.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.232 amtsärztliche Gutachten und 200 fachärztliche Gutachten erstellt. Darüber hinaus wurden 671 Gutachten im Zusammenhang mit der Integrationsvereinbarung, 344 Gutachten bezüglich Staatsbürgerschaften sowie 38 Zeugnisse für Apothekenkonzessionen, -leitungen und Primariate ausgearbeitet.

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 2.485 Gutachten durch die Amts- und fachärztliche Begutachtungsstelle erfasst.

GRUPPE GESUNDHEITSEINRICHTUNGEN UND ARZNEIMITTELWESEN (GEAM)

Seit 1. Jänner 2025 wurde die Vorgehensweise der sanitären Aufsicht in bettenführenden Krankenanstalten grundlegend neu strukturiert. Die Überprüfungen erfolgen nun durch ein multiprofessionelles Team unter Leitung der MA 40 – Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht als verfahrensführende Behörde gemeinsam mit Amtssachverständigen aus Medizin und Pflege im Rahmen kommissioneller Einschau. Die Dokumentation wird in Verhandlungsschriften sowie berufsspezifischen Erhebungsbögen geführt und zentral in einem ELAK-Akt der MA 15 abgelegt.

Im Zuge der Überprüfungen werden insbesondere hygienerelevante Grundlagen der gesamten Krankenanstalt beurteilt, darunter personelle Besetzungen (zum Beispiel: kollegiale Führung), spezielle Leistungsbereiche (zum Beispiel: Referenzzentren, Transplantationszentren, Blutdepots, Anstaltsapotheken), Regelungen des inneren Betriebes (zum Beispiel: Anstaltsordnung, Patient*innenrechte, Gewaltschutz, Supervision), Kommissionen (zum Beispiel: Ethik- und Arzneimittelkommission), Hygienestrukturen, Medizinprodukte, Wasserqualität, raumlufttechnische Anlagen, Wäschegebarung, Gewebeuntersuchungen, innerklinisches Notfallmanagement sowie meldepflichtige Erkrankungen.

Eine Evaluierung der neuen Vorgehensweise sowie eine allfällige Weiterentwicklung für das Jahr 2026 ist in enger Abstimmung mit der MA 40 – Gruppe Recht und Aufsicht vorgesehen.

Im Bereich der behördlichen Aufsicht öffentlicher Apotheken erfolgte im Jahr 2025 eine Prüfung durch den Stadtrechnungshof Wien betreffend Genehmigungs- und Kontrollprozesse der MA 40 und MA 15. Die daraus resultierenden Empfehlungen wurden seitens der MA 15 umgesetzt und führten zu einer verbesserten Nachvollziehbarkeit sowie Effizienz der behördlichen Abläufe.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wurde ab Juni 2025 die Dokumentation der Suchtgiftvignetten von einer Excel-basierten Lösung auf eine im SUPERNET integrierte Datenbank umgestellt. Dadurch konnte die Verwaltung von rund 205.000 jährlich ausgegebenen Vignetten wesentlich vereinfacht, die interne Kontrolle verbessert sowie eine rechtskonforme, transparente dreijährige Nachvollziehbarkeit sichergestellt werden.

Die im Jahr 2024 etablierten Behörden-Jour-fixe zwischen Vertreter*innen der MA 40, MA 15, MA 37 und der WiGeV wurden fortgeführt und als strukturierte Austauschplattform weiterentwickelt. Neben der Abstimmung laufender Bewilligungsverfahren wurde insbesondere die frühzeitige Vorstellung geplanter Bauprojekte ermöglicht sowie Maßnahmen zur Optimierung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit erarbeitet.

GRUPPE GESUNDHEITSBERUFE

Im Jahr 2025 wurde die sanitäre Aufsicht im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege konsequent weiterentwickelt und strukturell ausgebaut. Aufbauend auf den im Jahr 2024 begonnenen Überprüfungen von Sonderkrankenanstalten durch Sachverständige für Gesundheits- und Krankenpflege wurde der Prüfumfang wesentlich erweitert. Während im Jahr 2024 neun Sonderkrankenanstalten einer systematischen Einschau unterzogen wurden, erfolgte im Jahr 2025 eine Ausweitung auf insgesamt 34 bettenführende Krankenanstalten sowie 11 Sonderkrankenanstalten, wodurch ein einheitlicher Qualitäts- und Sicherheitsstandard über alle Versorgungsbereiche hinweg sichergestellt werden konnte.

Schwerpunkte der sanitären Einschau bildeten neben strukturellen und prozessualen Aspekten insbesondere die systematische Überprüfung der Personalausstattung sowie das Qualitätsmanagement. Der Fokus lag dabei auf der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinsichtlich Personalschlüssel und Qualifikationsmix, der fachgerechten Einsatzplanung des Pflegepersonals sowie der Implementierung und Wirksamkeit qualitätssichernder Maßnahmen und interner Kontrollsysteme.

Die Überprüfungen selbständiger Ambulatorien durch Sachverständige für Gesundheits- und Krankenpflege wurden im Jahr 2025 neu organisiert und fachlich vertieft. Im Mittelpunkt stand die Beurteilung der Personalausstattung sowie die Überprüfung der erforderlichen Berufsberechtigungen. Dadurch konnte eine weiterführende Qualitätssicherung und erhöhte Transparenz im Bereich der ambulanten Versorgung erreicht werden.

Erstmals fanden im Jahr 2025 in Wien Abschlussprüfungen zur Pflegefachassistenz im Rahmen von „Pflege mit Matura“ statt. Diese Ausbildungsform wurde im Jahr 2020 im Rahmen eines Schulversuchs initiiert und ab dem Schuljahr 2023/24 in das Regelschulsystem übergeführt. Sie ermöglicht nach Absolvierung einer fünfjährigen Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung sowohl den Antritt zur Matura als auch den Erwerb der Berufsberechtigung als Pflegefachassistent*in.

Für die Durchführung der Abschlussprüfungen wurden durch die Landessanitätsdirektion zusätzlich zur allgemeinen Maturakommission fachlich qualifizierte Personen gemäß den gesetzlichen Vorgaben nominiert. Die Gruppe Gesundheitsberufe leistete durch die Mitwirkung in den Prüfungskommissionen einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung und zur Gewährleistung einheitlicher Ausbildungsstandards.

Aufgrund des steigenden Angebots entsprechender Ausbildungsplätze an Höheren Lehranstalten für Pflege und Sozialbetreuung ist künftig mit einer Zunahme der Prüfungstermine zu rechnen. Diese Ausbildungsform stellt einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an qualifiziertem Pflegepersonal in Wien und darüber hinaus dar.

GRUPPE SCHULGESUNDHEITSPFLEGE

Im August 2025 erfolgte der Start der Modulschulungen für zukünftige „School Nurses“. Anhand eines strukturierten Schulungsplans wurden einerseits fachliche Inhalte vermittelt, andererseits erfolgte im Anschluss ein Praktikum an Schulstandorten. Eine Fachreflexion mit den Teilnehmer*innen bildete den Abschluss. Am 26.11.2025 erfolgte die Übergabe der „School Nurses“-Dekrete durch Herrn Stadtrat Peter Hacker an die Absolvent*innen.

Vom 07.01.25-29.06.2025 absolvierten sieben Studierende für Gesundheits- und Krankenpflege der Hochschule Campus Wien ein Praktikum an der MS Quellenstraße und der GTVS Quellenstraße. Sie lernten das Tätigkeitsprofil der „School Nurses“ und dessen Anwendung in der praktischen Arbeit kennen, wurden in die Grundlagen der elektronischen Falldokumentation eingeführt und nahmen an multiprofessionellen Teamsitzungen innerhalb der Schulen teil. Zusätzlich wurde ein Einblick in die Fachbereiche des Gesundheitsdienstes ermöglicht. Das Praktikum wurde von allen Beteiligten positiv bewertet.

Im Jahr 2025 wurde im Rahmen der Schulgesundheitspflege erstmals eine fachbereichsübergreifende Impfaktion als Pilotprojekt umgesetzt. Insbesondere an den schulärztlich unbesetzten Pflichtschulen der Stadt Wien besteht ein hoher Bedarf an pflegerischer Expertise und an der Umsetzung des schulischen Impfprogramms. Gemeinsam mit dem Fachbereich Stadtgesundheitsamt erfolgte die Planung und Umsetzung einer Impfaktion an neun Schulstandorten mit dem Ziel, neue Versorgungsmodelle zu erproben und die Durchimpfungsrate an den Pflichtschulen zu erhöhen. Die Ergebnisse und Lerneffekte verdeutlichten, dass die Voraussetzungen für eine dauerhafte Implementierung eines schulischen Impfprogramms durch diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal gegeben sind.

Im Herbst 2025 fand ein Vernetzungstreffen mit dem Fachbereich Public Health der Gesundheit Österreich (GÖG) statt. Ziel des Austausches war die Planung eines Colloquiums im April 2026 zur Vorstellung der Schulgesundheitspflege im Gesundheitsdienst der Stadt Wien. Das Colloquium wird im DACH-Raum durch die GÖG beworben mit dem Fokus, die Zielgruppen Bevölkerung, Gesundheitsberufe und Entscheidungsträger*innen im Gesundheitswesen zu erreichen.

Fachbereich Stadtgesundheitsamt und Prävention

Das Jahr 2025 war für den Fachbereich Stadtgesundheitsamt und Prävention von einer hohen Leistungsdichte geprägt.

Bezogen auf die Leistungen des SGA wurden unter anderem 14.170 Meldungen gem. Epidemiegesetz 1950 bearbeitet sowie 1.014 Bescheide auf dessen Basis erlassen – dies ist ein deutliches Zeichen für die anhaltend intensive Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitsschutz.

Im Bereich der Administration von Suchtgiftrezepten wurden im vergangenem Jahr 113.773 Rezepte durch die Mitarbeiter*innen der Gruppe Verwaltungsdienst des Stadtgesundheitsamts bearbeitet.

Im Jahr 2025 wurden 839 amtsärztliche Zeugnisse im Rahmen von Angelegenheiten nach dem Mutterschutzgesetz ausgestellt.

GRUPPE ERWACHSENENGESUNDHEIT

In der Gruppe Erwachsenengesundheit standen auch dieses Jahr wieder niederschwellige Präventionsangebote im Vordergrund. Mit 3.694 Vorsorgeuntersuchungen im Vorsorgezentrum und 506 mobilen Vorsorgeuntersuchungen durch das Mobile Team wurde ein breites Bevölkerungssegment erreicht. Besonders hervorzuheben sind die 10.801 Impfungen des mobilen Teams, von denen ein Großteil im Rahmen der jährlichen Grippeimpfaktion verabreicht wurde. Erfreulicherweise konnten dabei auch 2025 wieder alle Wiener Bezirke mit einer Impfaktion in den jeweiligen Räumlichkeiten der Bezirksvertretungen versorgt werden.

Die Familienhebammen verzeichneten ebenfalls eine starke Nachfrage:

Es wurden 5.190 Einzelleistungen von den Familienhebammen erbracht – dazu zählen Beratungen am Stützpunkt, Hausbesuche, telefonische Beratungen, Beratungen im Krankenhaus sowie die Durchführung von CTG-Messungen.

Im Rahmen der Gruppenangebote wurden 787 Kurse (dazu zählen Geburtsvorbereitung, Schwangerengymnastik, Babytreffs inkl. Stillberatung und Rückbildungsgymnastik) von den Familienhebammen abgehalten. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung dieses Angebots für werdende und junge Familien in Wien

Stabsstelle Betriebliche Sozialarbeit

BEDIENSTETENSCHUTZ UND SICHERHEITSTECHNIK,GRUPPE PSYCHOSOZIALE BERATUNG UND BETREUUNG,GRUPPE BERATUNG UND BEGLEITUNG IM RAHMEN DER SOAK

Im Rahmen der betrieblichen Sozialarbeit wurden persönliche Beratungen bei Einzelfallanliegen im beruflichen, gesundheitlichen und sozialen Kontext sowie bei Konflikten am Arbeitsplatz durch Moderation und Mediation angeboten. Einen Schwerpunkt stellte das „Betriebliche Eingliederungsmanagement“ dar. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen ihre bisherigen Aufgaben nicht mehr uneingeschränkt ausüben können, werden bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess individuell unterstützt.

Bei psychischen Problemen im Arbeitsalltag ist die Betriebliche Sozialarbeit im Rahmen der psychosozialen Beratung Ansprechpartnerin für alle Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird durch individuelle Beratung, um psychisch gesund zu bleiben bzw. wieder gesund und damit auch leistungsfähig zu werden. Darüber hinaus erfolgte die Moderation/Mediation von Teams oder Gruppen bei speziellen Belastungen oder Konflikten am Arbeitsplatz.

Die Sozialarbeiterinnen der Gruppe Beratung und Begleitung im Rahmen der Sonderaktion (SOAK) arbeiten mit Bediensteten unterschiedlichster Behinderungen und Pathogenese mit zumindest 50 Prozent vorliegender Behinderung (mit Feststellungsbescheid des Sozialministeriumservice). Diese Bediensteten wurden im Rahmen der Sonderaktion in der Stadt Wien eingestellt und haben dadurch besondere Rahmenbedingungen.

Die Bediensteten weisen eine beträchtliche gesundheitliche Problematik (Multimorbidität) auf, die seitens der Dienstgeberin einer besonderen Fürsorgepflicht bedarf. Das Angebot umfasst persönliche Beratungen bei Einzelfallanliegen im beruflichen, gesundheitlichen und sozialen Kontext sowie bei Konflikten am Arbeitsplatz.

Highlights 2025

Insgesamt wurde in der Stabsstelle „Betriebliche Sozialarbeit“ im Laufe des Jahres 2025 an folgenden Projekten gearbeitet:

In Kooperation mit der Wiener Gesundheitsförderung und dem AMZ der KFA konnte 2025 das Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ abgeschlossen werden. Ein Folgeprojekt wurde im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements konzipiert und entwickelt.

Im Rahmen des Wiener Bedienstetenschutzgesetzes wurde im Sicherheitstechnischen Bereich die Evaluierung der Arbeitsplätze fortgesetzt und ein neues Projekt zur Erhebung von Schadstoffmessungen konzipiert.

Das Fehlzeitenmanagement wird in regelmäßigen Besprechungen überprüft und betroffene Mitarbeiter*innen werden zu Gesundheitsgesprächen im Sinne des Betrieblichen Eingliederungsmanagements eingeladen.

Es fanden Vorträge und Workshops für Führungskräfte im Umgang mit „Psychosozialen Krisen im Arbeitsalltag“ statt.

Projekt Gesundheitslots*innen:

Im Zuge einer Strategieentwicklung der Stadt Wien wurde ein „Gesundheitslots*innen-Projekt“ 2023 gestartet, dessen Umsetzung mit der Einführung von „Gesundheitslots*innen“ in den Dienststellen begonnen hat und 2025 weitergeführt wurde. Als Koordinierungsstelle ist die Betriebliche Sozialarbeit an der Ausbildung der Gesundheitslots*innen wesentlich beteiligt. 2025 konnte der 2. und 3. Lehrgang abgeschlossen werden.

Das Ziel ist, das Gesundheitslots*innen-Netzwerk sukzessive aus- und aufzubauen.

Durch regelmäßige Angebote der Intervision sollen die Gesundheitslots*innen Kompetenzen im Bereich der Wiedereingliederung erwerben.

Im Fehlzeitenmanagement der jeweiligen Dienststelle soll durch die Funktion der Gesundheitslots*innen langfristigen Krankenständen entgegengewirkt werden.

Landessanitätsdirektion

Im Rahmen der ÖGD-Akademie des Gesundheitsdienstes startete der neue österreichweite interdisziplinäre Fachlehrgang für Amtsärzt*innen und Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Das in fünf thematischen Blöcken aufgebaute Curriculum richtet sich neben den Amtsärzt*innen u. a. auch an Schulärzt*innen, diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal und Sanitätsrevisor*innen, die diese abhängig von ihrem Einsatzgebiet und abgeschlossenen Vorausbildungen teilweise oder als Gesamtausbildung absolvieren können.

Der Gesundheitsdienst wurde nun auch als Ausbildungsstelle für Student*innen im Klinisch-Praktischen Jahr (KPJ) der Sigmund-Freud-Universität akkreditiert

Die Geschäftsstelle des Landesanitätsrates hat die neue Funktionsperiode des Landesrates 2025 bis 2028 vorbereitet.