Energieeffizienz-Programm 2030 Startseite wien.gv.at
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5.5 Handlungsfeld Erzeugung und Verteilung

5. Maßnahmen, Instrumente und Umsetzungsschritte im Kompetenzbereich Wiens

Wien setzt mit dem „Wiener Modell“ seit den 1990erJahren auf ein hocheffizientes Versorgungssystem mit gekoppelter Produktion von Strom und Fernwärme in KWK-Anlagen. Dieses Modell zeigt, wie ein Ballungsraum wie Wien effizient mit Energie versorgt werden kann: Es kombiniert die Nutzung von Abwärme aus der Stromproduktion, die Energiegewinnung aus der Müllverbrennung, die Nutzung industrieller Abwärme und zunehmend auch den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Die EED III enthält unter anderem Vorgaben zur Abwärmenutzung in Rechenzentren. Ab bestimmten Fristen muss ein Mindestanteil der anfallenden Abwärme zurückgewonnen und genutzt werden.

Die Fernwärme ist bereits heute der wichtigste Wärmeträger in Wien und hat bereits die Gasheizungen als dominierende Heizform überholt.

Mit dem schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern („Raus aus Gas“) wird ihre Bedeutung weiter zunehmen. Der weitere Ausbau erfolgt im Einklang mit den Vorgaben des Wiener Wärmeplans.

Zur Bereitstellung einer klimafreundlichen Kühlung, insbesondere für Gebäude und gewerbliche beziehungsweise industrielle Betriebsstätten, setzt die Stadt zusätzlich auf den Ausbau der Fernkälte als energieeffiziente Alternative zu herkömmlichen Kühlsystemen.

Die im SEP 2030 vorgesehenen Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen in der Fernwärme und im künftigen Fernkältesystem. Sie ergänzen damit die an anderer Stelle geplanten Schritte zur nachhaltigen Energieversorgung Wiens.

M 13 Effiziente Energieerzeugung und -verteilung

  • Fernwärmeausbau abstimmen
  • Fernwärmenetz weiter optimieren
  • Wiener Kältestrategie für den künftigen Umgang mit dem Thema Kühlung in Gebäuden erstellen

M.13

Effiziente Energieerzeugung und -verteilung

Einsparpotenzial !!

Federführung

(Mitwirkung)

Aufwand

Umsetzung

Priorität

13.1

Fernwärmeausbau abstimmen

Den Aus- und Umbau der Fernwärme zwischen Energieversorgern und Stadt abstimmen, um konkrete Umsetzungsmaßnahmen der Unternehmen und unterstützende Rahmenbedingungen im Kompetenzbereich der Stadt optimal aufeinander einzustellen (zum Beispiel hinsichtlich Identifikation von Abwärmepotenzialen in der Stadt, Einbindung von Abwärme beziehungsweise erneuerbarer Energien sowie Nachverdichtung der Fernwärme).

Ziel ist die Forcierung der Umstellung auf Fernwärme und der Ausbau von lokalen Wärmenetzen in der Bestandsstadt entsprechend dem Wiener Wärmeplan 2040.

GGr. Stadtentwick-lung, Mobilität und Wiener Stadtwerke

(MA 20, Wien Energie)

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kf-mf

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13.2

Fernwärmenetz weiter optimieren

Die Steigerung der Effizienz im Fernwärmenetz unter anderem durch die Absenkung des Temperaturniveaus beziehungsweise Optimierung der Temperaturspreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf (primär- und sekundärseitig) vorantreiben. Innovationen im Fernwärme-System („Fernwärme 4.0“), unter anderem. Digitalisierung, Integration von erneuerbaren Energien und die effiziente Nutzung von Abwärme forcieren sowie Strategien, Konzepte und Pilotprojekte dazu entwickeln.

Wiener Stadtwerke

(Wien Energie)

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mf

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13.3

Die Wiener Kältestrategie für den künftigen Umgang mit dem Thema Kühlung in Gebäuden erstellen

Sie soll einen technisch sinnvollen und sozial gerechten Umgang mit Gebäudekühlung in Wien beinhalten und einen Fokus auf Energieeffizienz legen. Dies folgt sinngemäß dem Prinzip: Die beste Energie ist jene, die erst gar nicht eingesetzt werden muss.

  • Eine Bedarfsabschätzung für den zukünftigen Kältebedarf der Stadt Wien in unterschiedlichen Sektoren vornehmen.
  • Vorzeigeprojekte für Kühlung vor den Vorhang holen.

MA 20,

MD-BD

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kf-mf

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