Charta digitale Rechte Kinder und Jugendliche Startseite wien.gv.at
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7.1 Inhalt der Charta

7. Sicherheit im digitalen Raum, Datenschutz und Privatsphäre

„Die Stadt Wien arbeitet daran, Kinder und Jugendliche im digitalen Raum zu schützen, damit sie digitale Technologien und Angebote sicher nutzen können.“

Der digitale Raum bietet viele Chancen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Digitale Technologien können beispielsweise in Krisensituationen eine bedeutende Rolle spielen. Gleichzeitig gibt es Risiken und Gefahren wie zum Beispiel gewalttätige und sexualisierte Inhalte, Cybermobbing, Glücksspiel, Verherrlichung von Selbstmord, Ausbeutung und Missbrauch. Insbesondere Cybermobbing ist längst kein Randphänomen mehr. Viele Kinder und Jugendliche erleben Beleidigungen und Ausgrenzung über soziale Medien. Oft geschieht das anonym und potenziell rund um die Uhr. Die Folgen für Betroffene sind ernst: Psychische Belastungen, wie z.B. Angst, Scham oder sozialer Rückzug sind keine Ausnahme. Deshalb braucht es nicht nur Bewusstsein für das Problem, sondern konkrete und leicht erreichbare Unterstützungsangebote.

Weiters ist das Recht auf Datenschutz und auf Privatsphäre im digitalen Raum besonders wichtig für Kinder und Jugendliche, weil sie oft noch nicht vollständig überblicken können, welche persönlichen Informationen sie preisgeben und wie diese genutzt werden. Auch Erwachsene unterschätzen mitunter, welche Informationen sie von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum teilen. Um Sicherheit zu gewährleisten, müssen Schutzmaßnahmen auf vielen Ebenen stattfinden.

Die Stadt Wien unterstützt das Recht auf Sicherheit im digitalen Raum durch:

  • Beratungsangebote zu Hass im Netz, Cybermobbing und anderen Formen von Gewalt: Der Zugang zur kostenlosen, unabhängigen und ergebnisoffenen Beratung wird weiter ausgebaut und niederschwellig zur Verfügung gestellt. Die Stadt Wien setzt sich außerdem dafür ein, dass diese Beratungsangebote bei jungen Menschen bekannt sind.
  • Informationenzu Risiken und Gefahren im digitalen Raum: Die Stadt informiert Kinder und Jugendliche altersgerecht, sowie auch Erziehungsberechtigte und Betreuungspersonen zu Risiken und Gefahren im digitalen Raum. Das können beispielsweise folgende Themen sein:
    • gewalttätige, sexistische und sexualisierte Inhalte sowie sexuelle Belästigung
    • Cyberaggression, Cybergewalt, Cyberstalking und Cybermobbing
    • Gefahren von (Online-)Glücksspiel
    • (sexuelle) Ausbeutung, (sexueller) Missbrauch und Online-Grooming
    • Extremismus
    • Kinderhandel
    • Verherrlichung von oder Anleitung zu Selbstmord oder lebensgefährlichen Aktivitäten
    • das Recht auf Privatsphäre und welche Informationen im digitalen Raum geteilt werden können und welche besser nicht geteilt werden sollten.
  • Sichere Anwendung von und Informationen zu Datenschutz: Die Stadt Wien nimmt die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung ernst und hält sich daran. Sie informiert bei Bedarf altersgerecht über das Thema, wenn Kinder und Jugendliche digitale Angebote der Stadt nutzen, die an sie gerichtet sind.
  • Sichere Kommunikation: Bei der Kommunikation in Sozialen Medien – insbesondere mit jugendaffinem Content – achtet die Stadt Wien auf Schutzprinzipien für Kinder und Jugendliche. Das bedeutet zum Beispiel Hinweise auf Unterstützungsangebote bei problematischen Themen und eine angemessene Reaktion auf problematische Kommentare.
  • Kinderschutzkonzepte: Kinderschutzkonzepte von Einrichtungen der Stadt Wien sollen soweit erforderlich auch den digitalen Raum umfassen.

Eine Hand mit einem Handy. Es wird gerade der Identifikationsprozess zur Bildschirmfreigabe gestartet.