Charta digitale Rechte Kinder und Jugendliche Startseite wien.gv.at
  • Seiten
    • Leicht verständliche Sprache
    • Domain Policy
  • Icons
    • Bitte nicht lärmen
    • Blaulicht
  • Templates
    • Parkpickerl
    • Public WLAN

9.1 Inhalt der Charta

9. Digitale Beteiligung

„Die Stadt Wien ermöglicht die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Sie informiert Kinder und Jugendliche über die Möglichkeiten, sich digital zu beteiligen. Digitale Beteiligungsmöglichkeiten sind so gestaltet, dass alle sie gleich gut nutzen können und niemand benachteiligt wird.“

Kinder und Jugendliche haben das Recht darauf, bei den Themen mitzureden, die sie betreffen und auch gehört zu werden. So können sie ihr Umfeld wie zum Beispiel Sportplätze, Parks, Jugendeinrichtungen oder die Schule mitgestalten. Außerdem stärkt Beteiligung ihr Selbstbewusstsein und hilft ihnen, Demokratie zu erleben und zu verstehen. Der digitale Raum spielt auch im Hinblick auf Beteiligungsmöglichkeiten eine immer größere Rolle. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche auch online die Möglichkeit haben, mitzubestimmen. So können mehr junge Menschen erreicht werden – auch die, die bei klassischen Beteiligungsformaten vielleicht nicht mitmachen würden. Beteiligungsangebote sollen so gestaltet sein, dass sie einfach zu benutzen und zu verstehen sind. Besonders wichtig ist auch, dass die Beteiligungsprozesse ernst gemeint sind und Kinder und Jugendliche das Gefühl haben, dass ihre Meinung wirklich zählt, da sie sonst das Vertrauen verlieren.

Die Stadt Wien fördert aktiv die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum, das Recht auf das Wissen über Beteiligung sowie den Zugang zu digitalen Partizipationsinstrumenten und -plattformen.

Die Stadt Wien setzt sich für das Recht auf digitale Beteiligung ein durch :

  • Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit und Verständlichkeit: Die Stadt Wien verfolgt das Ziel, Beteiligungsangebote so zu gestalten, dass alle jungen Menschen mitmachen können – das heißt sie sollen, sofern es sinnvoll ist, mehrsprachig zur Verfügung stehen und auch für junge Menschen zugänglich sein, die eine Behinderung oder eine Sprachbarriere haben. Außerdem sollen diese Angebote so formuliert und gestaltet sein, dass Kinder und Jugendliche sie leicht verstehen („Leicht verständliche Sprache“). Vor allem die Gestaltung und Relevanz der Angebote entscheidet darüber, ob diese genutzt werden.
  • Altersgerechte und gendergerechte Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten: Viele junge Menschen wissen gar nicht, welche Beteiligungsangebote es gibt. Deswegen soll über Beteiligungsangebote so informiert werden, dass junge Menschen erreicht werden, z.B. auf Social Media oder im öffentlichen Raum. 
  • Spezifische digitale Formate für Kinder und Jugendliche: Kinder und Jugendliche haben einen besonderen Blick auf die Stadt. Deswegen sollen auch weiterhin Beteiligungsformate speziell für Kinder und Jugendliche – insbesondere zu jenen Themen, die sie in ihren Lebenswelten besonders interessieren (beispielsweise Öffentlicher Raum, politische Mitbestimmung, Umweltschutz, etc.) – angeboten werden. Dabei soll der Einsatz von digitalen Angeboten unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten verstärkt werden.
  • Präsenzangebote: Digitale Beteiligung ist wichtig, ersetzt aber keine persönlichen Kontakte. Neben digitalen Angeboten sollen weiterhin Beteiligungsangebote gesetzt werden, die vor Ort stattfinden (z.B. Kinder und Jugendparlamente im Bezirk, Beteiligung in Jugendeinrichtungen, usw.).
  • Anreize für aktive Beteiligung: Die Stadt Wien will die Mitwirkung von jungen Menschen wertschätzen, die Motivation stärken und demokratisches Engagement früh fördern. Beteiligung kostet Zeit und Ressourcen. Die Stadt Wien arbeitet daher daran, Anreize für die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen.

Seitensicht von mehreren Jugendlichen mit Handys in der Hand sitzen nebeneinander in einer Reihe.