Charta digitale Rechte Kinder und Jugendliche Startseite wien.gv.at
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6.1 Inhalt der Charta

6. Bildung und Wissensvermittlung

„Die Stadt Wien arbeitet daran, dass alle Kinder und Jugendlichen kompetent mit digitalen Medien umgehen können. Deshalb gibt es Maßnahmen, die Kindern, Jugendlichen, Erziehungsberechtigten, Pädagog*innen und weiteren Bezugspersonen dabei helfen, zu lernen, wie man sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Geräten und Inhalten umgeht.“

Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Bildung – auch in Bezug auf den digitalen Raum. Sie sollen lernen können, wie sie digitale Technologien und das Internet sicher nutzen. Das nennt man digitale Bildung oder auch „Digital Literacy“. Wenn Nutzer*innen über die Risiken Bescheid wissen, können sie sich besser schützen. Der Begriff „Digital Literacy“ beschreibt also Fähigkeiten und Kompetenzen, die Menschen benötigen, um sicher und verantwortungsvoll im Internet und mit digitalen Medien umzugehen. Viele junge Menschen empfinden das vorhandene Wissen ihrer Umwelt oft als unzureichend. Deshalb übernehmen viele Kinder und Jugendliche selbst die Entdeckung und Eroberung des digitalen Raums, haben dabei aber oft nicht das richtige Rüstzeug.

Dieses Rüstzeug umfasst unter anderem:

  • Sicherheit im Internet: Wie man persönliche Daten schützt, sich vor Cybermobbing, Cyber-Grooming, etc. schützt, sicher surft und mit neuen Herausforderungen wie z.B. Künstlicher Intelligenz umgeht.
  • Informationskompetenz: Wie man Informationen im Internet findet, überprüft und bewertet (also insbesondere auch Fake News erkennt).
  • Digitale Grundbildung in der Schule
  • Umsetzung der übergreifenden Themen „Informatische Bildung“, „Interkulturelle Bildung“, „Politische Bildung“ und „Medienbildung“ nach dem allgemein gültigen aktuellen Lehrplan für Schulen
  • Medienkritik: Wie man die Inhalte von Webseiten, sozialen Medien und anderen digitalen Quellen kritisch betrachtet.
  • Digitale Etikette: Wie man online respektvoll mit anderen kommuniziert und Konflikte löst.

Die Stadt Wien unterstützt Bildung und Wissensvermittlung auf vielen Ebenen durch:

  • Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche: Diese Programme unterstützen dabei, Hass im Netz, Cybermobbing und andere Herausforderungen im digitalen Raum (z.B. Radikalisierung) zu erkennen und zu bewältigen. Sie sind altersgerecht und praxisnah gestaltet.
  • Bildungsprogramme speziell für Mädchen und junge Frauen: Spezifische Programme für Mädchen und junge Frauen sollen dazu beitragen, dem genderbasierten Digital Divide entgegenzuwirken.
  • Bildungsprogramme in Schule und Freizeitbetreuung an Wiener Schulen: Spezifische Unterrichtsangebote sensibilisieren Kinder und Jugendliche, in ihrem Freizeitverhalten digitale Medien sicher und verantwortungsvoll zu nutzen.
  • Bildungsprogramme für Erziehungsberechtigte, Betreuende, pädagogische Fachkräfte und Interessierte: Dazu gehören Programme zur Medienbildung, Online-Sicherheit, Datensicherheit, Schutz der Privatsphäre und zum sicheren Umgang mit KI (z.B. Wissen über manipulative und suchterzeugende Algorithmen und Mechanismen, Umgang mit Deepfakes aber auch „positive“ Nutzung, etc.) sowie zu digitalen Rechten von Kindern und Jugendlichen.
  • Bildungsprogramme für Mitarbeiter*innen der Stadt Wien: Auch als Arbeitgeberin fördert die Stadt Wien digitale Kompetenzen bei ihren Mitarbeiter*innen.
  • Frühe Sensibilisierung: Die Stadt Wien stellt sicher, dass Kinder bereits im Kindergarten, aber auch Erziehungsberechtigte über den Umgang mit digitalen Medien informiert und sensibilisiert werden.
  • Förderung eines bewussten Umgangs: Bildungsprogramme sollen einen bewussten und kompetenten Umgang mit digitalen Medien und Inhalten (inkl. KI) fördern und nicht nur auf negative Aspekte fokussieren.
  • Verfügbarkeit von Informationen und Angeboten: Bildungsprogramme bzw. -informationen sollen an unterschiedlichen Orten zur Verfügung stehen; sowohl an Schulen, Kindergärten als auch z.B. in Familienzentren, Volkshochschulen, in den Büchereien Wiens oder den Einrichtungen der Offenen Wiener Kinder- und Jugendarbeit.

Vogelperspektive mehrere Tische mit Schüler*innen mit Laptops.