Wiener Aktionsplan gegen Rassismus 2025 Startseite wien.gv.at
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7.2 Status quo der Wiener Maßnahmen

7. Die Stadt Wien fördert gleiche Bildungschancen sowie Respekt und interkulturelle Verständigung durch Bildung und Erziehung

Für diesen Punkt gilt, dass es sich um Beispiele handelt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben:

Chancengleichheit durch Bildung

  • Alle städtischen und privaten Kindergärten (inkl. Tagesmütter, Tagesväter und Kindergruppen) werden von der Stadt Wien gefördert und wirken dadurch ungleichen Bildungschancen entgegen; zudem kann bei der Wiener Kinder- und Jugendhilfe, unter Berücksichtigung des monatlichen Netto-Einkommens, ein Antrag auf Befreiung vom Essensbeitrag gestellt werden.
  • Ganztagsschulen haben für die Förderung von Chancengerechtigkeit und -gleichheit einen großen Vorteil; daher wird kontinuierlich an einem Ausbau dieses Schultyps gearbeitet.
  • Es wird eine ressourcenorientierte Pädagogik mit Fokus auf individueller Förderung an Wiener Schulen verfolgt.

Antidiskriminierungs- und Demokratiebildung an Kindergärten und Schulen

  • Integration von Antidiskriminierung in Lehrpläne, pädagogische Konzepte, Workshops und Unterrichtsmaterialien
  • Projekte wie Respekt: Gemeinsam stärker
  • Workshops zu Themen wie Faschismus, Nationalismus, Homophobie, Mobbing und Kinderrechten
  • Politische und Demokratiebildung sowie Extremismusprävention sollen Hand in Hand mit Antidiskriminierungsmaßnahmen gehen.
  • Förderung demokratischer Werte im Lehrplan
  • Extremismusprävention an Schulen (z. B. OeAD-Programm)
  • Projekte zur Erinnerungskultur (z. B. „a letter to the stars“, erinnern.at)

Sensibilisierung und Fortbildung für (Elementar-) Pädagog*innen

  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung in Hinblick auf Diskriminierung und Rassismus durch Schulungen und Fortbildungen für Bildungseinrichtungen
  • Workshops und Materialiensammlungen zu allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere Antisemitismus und Antirassismus

Förderung von Integration, Diversität und Inklusion

  • Pädagogische Konzepte mit Fokus auf Inklusion und Vielfalt
  • Transparente Kriterien für die Platzvergabe in elementaren und schulischen Bildungseinrichtungen
  • Strukturierte Bildungsangebote für Integration und Inklusion
  • Förderung von Mehrsprachigkeit unterstützt Inklusion und transkulturelles Verständnis
  • Basisbildung für benachteiligte Gruppen durch Projekte wie Start Wien College von Interface Wien
  • Spezielle Orientierungsprogramme für neu zugezogene Schüler*innen
  • Kooperationen mit Beratungsstellen und Bildungsinstitutionen
  • Stärkung der Elternarbeit und Erleichterung der Kommunikation und Zusammenarbeit durch gezielte Projekte

Bildungsombudsstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien

  • Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die im Schulwesen mit rassistischer Diskriminierung konfrontiert sind
  • Beschwerden werden nach Vorgaben der Beschwerdeführer*innen bearbeitet

Büchereien Wien

  • Medienbestand der Büchereien, der die Vielfalt der Bevölkerung und der Lebensperspektiven abbildet
  • Zweigstelle „Kinderbücherei der Weltsprachen“

Die außerschulische Bildung im Rahmen der Wiener Jugendarbeit und die Wiener Erwachsenenbildung verfolgen ähnliche Ziele und umfassen viele Maßnahmen.