3.2 Status quo der Wiener Maßnahmen
Für diesen Punkt gilt, dass es sich um Beispiele handelt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben:
Seit dem Jahr 2007 werden mit dem Integrations- und Diversitätsmonitoring der Stadt Wien Veränderungen innerhalb der Wiener Einwanderungsgesellschaft sichtbar gemacht. Der Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor 2023, der sechste Bericht seiner Art, gibt Einblick in acht relevante Themen- und Lebensbereiche: Demografie und Einwanderungsrecht, Gleichstellung und Partizipation, Bildung, Beschäftigung und Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherung, Gesundheit, Wohnen und Zusammenleben.
Das Wiener Integrationsmonitoring bildet den Integrationsstand der Wiener Bevölkerung ab, indem untersucht und gemessen wird, ob es Benachteiligungen entlang des Migrationshintergrundes, Geschlechts und Alters gibt, und ob Veränderungen über die Zeit in Richtung Gleichstellung beobachtet werden können.
Das Wiener Diversitätsmonitoring ist eine umfassende Analyse der Diversitätsmanagementaktivitäten der Stadt Wien. Das Diversitätsmonitoring der Stadt untersucht, wie die Verwaltung der Stadt mit der steigenden Vielfalt der Bevölkerung umgeht: Werden die Dienstleistungen, Produkte und Maßnahmen der Stadt an die verschiedenen Bewohner*innen bedarfs- und zielgruppenorientiert angepasst? Spiegelt sich die Bevölkerung in der Zusammensetzung des Personals wider? (Wie) Ist das Diversitätsmanagement organisatorisch in den Abteilungen der Stadt verankert? Der Prozess des Diversitätsmonitorings basiert auf einer Online-Befragung: 68 Abteilungen und Einrichtungen der Stadt Wien beteiligten sich zuletzt an dieser Umfrage.
ECCARs wissenschaftlicher Beirat (Scientific Advisory Council) begrüßte 2024 diese Maßnahme der Stadt Wien vor allem deshalb, weil sie dazu beiträgt, den Stand der gesellschaftlichen Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Migrationsgeschichte oder -bezug in Wien empirisch aufzuzeigen. Der Beirat empfahl, auf Basis des Monitorings Maßnahmen zur Aufdeckung von strukturellem Rassismus sowie zur Beseitigung diskriminierender Strukturen zu entwickeln.
In der Beauftragung von Studien und Erhebungen unterschiedlichster Dienststellen werden bei der Erarbeitung von Forschungsfragen, diskriminierungs-relevante Dimensionen (z. B. Migrationshintergrund, ethnische Zugehörigkeit/Staatsangehörigkeit, Religion, Erstsprache, Gender) berücksichtigt, sofern dies möglich und sinnvoll ist.