Wiener Aktionsplan gegen Rassismus 2025 Startseite wien.gv.at
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10.2 Status quo der Wiener Maßnahmen

10. Die Stadt Wien baut auf Angebote des Konfliktmanagements

Für diesen Punkt gilt, dass es sich um Beispiele handelt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben:

Die Stadt Wien setzt sich seit vielen Jahren in den Bereichen Prävention sowie Konfliktvermittlung besonders aktiv ein.

FAIR-PLAY-TEAMs im öffentlichen Raum

Die FAIR-PLAY-TEAMs der Stadt Wien unterstützen die Kommunikation im öffentlichen Raum, dem Lebensraum aller Wiener*innen. Die Stadt Wien möchte ihren Bewohner*innen eine Vielzahl an unterschiedlichen Nutzungen ermöglichen. Die qualifizierten Zweierteams sind ganzjährig in den Nachmittags- und Abendstunden auf öffentlichen Plätzen und in Parkanlagen unterwegs und suchen das Gespräch mit den Menschen im Grätzl, unterstützen bei Konfliktbewältigung und vermitteln bei Bedarf. Ein wichtiges Anliegen der Teams ist es, Alltagsrassismen und Vorurteile aufzugreifen, zu thematisieren und ihnen entgegenzuwirken.

Awareness-Teams für Wiens Feierkultur

In den Sommermonaten sind die Awareness-Teams im öffentlichen Raum in den Nachtstunden deeskalierend unterwegs. Mit dem Projekt, umgesetzt von AwA* – Kollektiv für Awareness Arbeit, gibt es seit dem Jahr 2021 ein mobiles und niederschwelliges Angebot für die nächtliche Feierkultur im öffentlichen Raum Wiens.

Die Teams stehen bei Gewalt- und Diskriminierungssituationen vor Ort zur Seite, thematisieren soziale Konflikte rund um die Nutzung des öffentlichen Raums, vermitteln zwischen Nutzer*innen und Anrainer*innen bei Lärmbeschwerden und stellen allgemeine Informationen zur Verfügung. Sie stärken das subjektive Sicherheitsgefühl, insbesondere bei Angehörigen vulnerabler Gruppen wie beispielsweise jungen Frauen, Personen aus der LGBTIQ-Community sowie von sexualisierter Gewalt oder Diskriminierung verschiedener Art betroffenen Personen.

Soziale Arbeit im öffentlichen Raum – Angebote der Suchthilfe Wien (SAM + Help U)

Einen besonderen Stellenwert nimmt in der Arbeit der Sucht- und Drogenkoordination Wien die Soziale Arbeit im Öffentlichen Raum ein. Je nach Methode und Ansatz kommen der Sozialen Arbeit hierbei vielfältige Aufgaben zu. Dazu zählen die Vermittlung zwischen den Interessenslagen suchtkranker Personen und anderen Nutzer*innengruppen im öffentlichen Raum, die Entschärfung von Konflikten, das Entgegenwirken der Stigmatisierung marginalisierter Personen, die Kommunikation bestehender Normen und Regeln und das Thematisieren gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen und sozialer Ungleichheiten.

Für ein respektvolles Miteinander an Wiener Schulen – RESPEKT. Gemeinsam stärker

Der Schulalltag ist von vielfältigen Herausforderungen und auch Konflikten geprägt. Weltpolitische und gesellschaftliche Krisen spiegeln sich in Klassenzimmern wider. Die Stadt Wien startete 2020 das Programm Respekt: Gemeinsam stärker, welches vom Verein Wiener Jugendzentren umgesetzt wird. Ziel sind angst- und gewaltfreie Schulen, an denen sich alle, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung, Religion oder Weltanschauung wohl und willkommen fühlen.

Die Angebote richten sich an Direktor*innen, Lehrende, Schüler*innen sowie Eltern. Ein ganzes Schuljahr begleiten Expert*innen zehn Schulen kostenlos bei der Bearbeitung schulalltäglicher Herausforderungen und der Festigung eines guten Miteinanders. Jede teilnehmende Schule wird am Ende als Respekt-Schule ausgezeichnet. Neben Wiener Mittelschulen sind seit dem Schuljahr 2024/25 auch Volksschulen Teil des Programms. Damit setzt das Programm bei den Jüngsten an und begleitet Schüler*innen bis zum Übergang ins Berufsleben.

wohnpartner fördern respektvolles Zusammenleben im Gemeindebau

Die Konfliktvermittlung stellt einen zentralen Arbeitsbereich der wohnpartner in Wiener Gemeindebauten dar. Bei Bedarf werden beratende Gespräche und in weiterer Folge Mediation für Bewohner*innen in mehr als 20 Erstsprachen angeboten, die zum Großteil von den wohnpartner-Mitarbeiter*innen oder über zugekaufte Dolmetschleistungen abgedeckt werden.

Die Mitarbeiter*innen von wohnpartner sind in ihrer täglichen Arbeit immer wieder mit rassistischen Äußerungen von Bewohner*innen konfrontiert. Zum Umgang mit diesen Äußerungen werden nach Bedarf Schulungen für die Mitarbeiter*innen angeboten (z. B. Umgang mit Stammtischparolen).