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Landtag, 46. Sitzung vom 25.06.2020, Wörtliches Protokoll  -  Seite 45 von 79

 

zustande gebracht und produziert wird, was gesund ist und was nachhaltig ist.

 

Gerade vorher haben wir beim Bericht der PatientInnenanwaltschaft auch gehört, dass Adipositas gerade bei Kindern und Jugendlichen ein großes Thema ist. Das heißt, sie sollen sich intensiver damit auseinandersetzen, wie man zu regionalen, gesunden Lebensmitteln kommt. - Das halte ich für sehr zentral.

 

Kollege Maresch hat vorhin auch schon unseren Antrag erwähnt, den ich dann noch einbringen werde. Ich möchte mich aber jedenfalls hier bedanken, weil ich glaube, dass es insgesamt sehr nachhaltig ist, wenn man gerade bei Kindern und Jugendlichen ansetzt, denn das Wissen, das hier erworben wird, wird oft auch mit nach Hause getragen.

 

Die Lichtverschmutzung wurde auch schon erwähnt.

 

Persönlich hat mir im Bereich der Bildung auch diese Wanderausstellung zu tierischen Untermietern gut gefallen. Ich bin selbst darüber gestolpert, denn diese wurde ja an verschiedenen Orten in dieser Stadt gezeigt. Einmal war ich am Hauptbahnhof und hatte ein bisschen Zeit, bis der nächste Zug kommt, und da habe ich das dann gesehen. Es ist wunderschön gestaltet und sehr informativ. Zu dieser Wanderausstellung möchte ich wirklich gratulieren, denn durch sie wird auch an Orten, wo man es vielleicht gar nicht vermutet, Wissen zu Natur und Umwelt mitgegeben!

 

Der Baumschutz beschäftigt uns in diesem Haus auch immer wieder. Diesbezüglich ist auch die Stadt Wien - Umweltschutz beziehungsweise die MA 22 sehr aktiv. Inzwischen arbeitet man auch österreichweit an einer österreichischen Baumkonvention, um auch darauf zu schauen, dass nicht beispielsweise auf Grund von Haftungsfragen unnötige Baumschnitte erfolgen.

 

Die Pestizidreduktion ist für uns in Wien auch kein neues Thema. Ich finde es toll, dass in diesem Bericht die vielen verschiedenen Bereiche so wunderbar zusammengefasst sind. Und es gibt ja noch viel mehr, das weiß ich.

 

Betreffend Klimawandel, gerade was Flächenwidmungen, Wohnen, et cetera betrifft, ist die Umweltanwaltschaft auch aktiv. Weiters beschäftigt sie sich mit Stadtplanung und Mobilität. Dabei geht es auch um Hitzeinseln: Es wird immer heißer, wir erleben einen Hitzesommer nach dem anderen, wir wissen, dass es mittlerweile jedes Jahr mehr Hitzetote als Verkehrstote gibt. Daher ist es wichtig, gerade diesbezüglich Maßnahmen zu setzen.

 

Für die Umweltanwaltschaft als Atomschutzbeauftragte der Stadt Wien gibt es ebenfalls viele Aktivitäten, Veranstaltungen, Publikationen und Netzwerke, wo man sich austauscht. Leider ist das Thema noch immer und immer wieder sehr viel aktueller, als wir uns das wünschen würden.

 

Hinsichtlich des Bereiches Umwelt und Gesundheit möchte ich gratulieren: Die WIDES-Datenbank, also die Wiener Desinfektionsmitteldatenbank, hat nämlich auch eine internationale Auszeichnung bekommen beziehungsweise hat die Umweltanwaltschaft die Auszeichnung dafür bekommen, dass sie das federführend mitgestaltet hat. Wenn das international anerkannt wird und man sagt, das ist ein Vorbild für uns, an dem wir uns orientieren möchten, dann zeigt das auch, auf welch hoher Ebene und auf welch hohem Level hier gearbeitet wird.

 

Auch das Ressourcenmanagement ist ein Thema, das uns natürlich in einer wachsenden Stadt beschäftigt. In der Abfallwirtschaft liegt der Schwerpunkt auf der Lebensmittelabfallvermeidung. Wir wissen, dass rund ein Drittel der Lebensmittel weltweit weggeworfen wird, ohne dass sie vorher konsumiert werden. Daher beschäftigt es uns sehr, besonders genau darauf aufmerksam zu machen, wie man das verhindern kann. - Ich freue mich, dass auch das hier einen prominenten Platz gefunden hat.

 

Wir alle kennen ÖkoKauf Wien: Auch das ist ein großartiges Projekt, das meines Erachtens immer wichtiger wird. Wenn nämlich das Bewusstsein steigt, gibt es auch immer mehr Interesse. Ich finde es sehr schön, wenn wir es als Stadt leisten können, dass Unternehmen unterstützt werden, um auf den Weg zu einer nachhaltigeren Unternehmensweise zu gelangen.

 

Natürlich gibt es eine Vernetzung mit den Landesumweltanwaltschaften. Ganz zentral ist immer das BürgerInnenservice, wo - wie ich dem Bericht entnehme und auch weiß - die Umweltanwaltschaft natürlich auch ganz stark als Vermittlerin auftritt, was sehr sinnvoll ist. Es geht ja nicht darum, sich gegenseitig Argumente an den Kopf zu werfen, sondern man versucht, gemeinsam zu einem Ziel zu kommen, und es ist meiner Meinung nach genau der richtige Weg, wenn eingeladen wird und sozusagen alle Beteiligten beziehungsweise Involvierten an einen Tisch geholt werden, um zu schauen, dass man gemeinsam zu guten Lösungen für die Wienerinnen und Wiener und für die Natur und Umwelt in dieser Stadt kommt. Ich freue mich, wenn dieser Weg so fortgesetzt wird.

 

Es gibt diverse Beratungen, betreffend Bäume, betreffend Winterdienst und natürlich auch betreffend Tiere. Kollegen Stumpf sind, wie ich weiß, immer die Igel sehr wichtig. Daher wird es ihn freuen, dass diese im Bericht auch vorkommen: Beispielsweise wird auf diese Rasenmähroboter verwiesen, die wirklich sehr gefährlich sind und bei deren Anwendung leider viele, viele Igel zu Tode kommen. Es geht darum, auch die Menschen zu informieren, die das nicht absichtlich machen. Das ist, finde ich, sehr zentral, und das zeigt auch die Breite des Aufgabengebiets, das hier umfasst ist.

 

Zu Begutachtungen und Verfahren möchte ich gar nicht viel sagen: Natürlich gehört vor allem die Kommunikation und Vernetzung dazu, wenn man in diesem Bereich aktiv ist und sich als Anwaltschaft für einen so zentralen Bereich einsetzt. Ich meine, das geht aus dem Bericht sehr gut hervor, denn es gibt eine Seite, wo eine Organisation, eine Initiative, eine Institution nach der nächsten aufgezählt ist. Genau diese Vernetzung funktioniert sehr gut, man kann dadurch auch selbst Expertise aufbauen, und genau das ist aus meiner Sicht die große Stärke der Wiener Umweltanwaltschaft: Es gibt dort viel Wissen, rechtliches Wissen und sachliche Kompetenz,

 

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