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Landtag, 40. Sitzung vom 20.11.2019, Wörtliches Protokoll  -  Seite 33 von 76

 

Was aber nicht sein muss, dass in einer beengten Station auch eine Haltestellentafel, eine Info-Säule, die Seitenwände des Wartehauses, Mistkübel und womöglich auch Poller die Bewegungsmöglichkeiten noch weiter einengen. Bei manchen Haltestellen sind Menschen im Rollstuhl oder Menschen mit Kinderwagen nach dem Aussteigen bei der zweiten Türe im Wartehaus gefangen, bis das öffentliche Verkehrsmittel wegfährt, weil so wenig Platz ist, um an der Vorderkante des Wartehauses und dem Bus oder der Straßenbahn gefahrlos durchzukommen. Ein Gedränge ist im Normalfall und mit Kinderwagen vorprogrammiert. Manchmal stehen auch die Haltestellentafeln direkt vor den Türen knapp am Gehsteigrand.

 

Es gibt anscheinend kein Konzept für die möglichst barrierefreie Gestaltung einer Haltestelle, die allen Fahrgästen zu Gute kommt. Regelwerke gibt es, die werden jedoch anscheinend nicht eingehalten.“ - Das ist jetzt vielleicht auch ein Punkt, für den Sie zuständig wären.

 

Ich zitiere weiter: „Obwohl Platz vorhanden wäre, stehen diverse Hindernisse in den Stationen an den ungünstigsten Stellen herum. Vor vielen Jahren gebaute Haltestellen bleiben so, wie sie sind. Eine regelmäßige Prüfung auf sinnvolle Nutzbarkeit und Barrierefreiheit gibt es anscheinend nicht.

 

Weshalb kann bei entsprechender Planung nicht die Haltestellentafel auf dem Wartehaus angebracht werden, ebenso die Fahrplanaushänge und die optischen Anzeigen? Da gäbe es gleich weniger Stangen in der Haltestelle, die im Weg stehen.

 

Weshalb müssen auf den Haltestellentafeln die Fahrpläne in eckigen und kantigen, von der Stange abstehenden Fahrplanaushängen montiert sein?

 

Ein besonders negatives Beispiel ist die neue Haltestelle am Ring vor dem Rathaus. Die eckigen Fahrplanaushänge stehen weit ab. So etwas ist eine neue Konstruktion, was haben sich die Entwickler dabei gedacht?

 

Auf Inselhaltestellen gibt es kein Schutzgeländer mit Spritzschutz zur Fahrbahn. Die Kfz fahren teilweise mit hoher Geschwindigkeit an den Inseln vorbei und spritzen bei Regen und Schneematsch die Fahrgäste an. Das Geländer wäre vor allem ein Schutz vor dem ungewollten Betreten der Fahrbahn und wäre eine fixe Orientierungsmöglichkeit für sehbehinderte und blinde Menschen!“

 

Damit bin ich zum Schluss gekommen. Wie gesagt: Mir war es wichtig, ein Thema anzusprechen, bei dem wir sehenden Menschen nie auf die Idee kommen würden, dass das ein Thema ist, für behinderte Menschen und insbesondere blinde Menschen ist das aber sehr wohl relevant.

 

Meine Wortmeldung soll jetzt auch ein Appell an Sie sein, dass man den behinderten Menschen möglichst viel Aufmerksamkeit widmet. Es sind ja auch hier sehr viele Gesetzeswerke und Regelwerke vorhanden, die aber meist nicht umgesetzt werden. - Das ist das große Problem, und ich bitte Sie, darauf Ihr Augenmerk zu lenken.

 

Ich wünsche Ihnen bei Ihrer Arbeit sehr viel Erfolg und alles Gute. - Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Präsident Dipl.-Ing. Martin Margulies: Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich Frau Abg. Jischa. - Bitte sehr.

 

12.27.39

Abg. Mag. Birgit Jischa (SPÖ)|: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine sehr geehrten Volksanwälte!

 

Zu Beginn möchte auch ich mich nochmals namens meiner Fraktion bei Ihnen für Ihre Arbeit sehr herzlich bedanken, auch bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die eine erfolgreiche Arbeit nicht möglich wäre. Ich ersuche Sie, den Dank auch an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben!

 

Es ist heute schon viel zu Kinderrechten und auch zur Problematik von Übergewicht bei Kindern gesprochen worden. - Es gibt eine Reihe von gesundheitsfördernden Projekten in Wien, die zur Reduktion dieses Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen beitragen.

 

Um Schulen individuell unterstützen zu können, hat die Krankenkasse gemeinsam mit der Stadt Wien, der Wiener Gesundheitsförderung, das Projekt „Gesunde Angebote für Schulen!“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt setzt sich zum Ziel, die Qualität der Angebote in der schulischen Gesundheitsförderung zu sichern. Die Angebote wurden in einem Angebotskatalog zusammengefasst und durch eine finanzielle Förderung für Schulen leistbar gemacht. In diesem Angebotskatalog ist auch das im Bericht der Volksanwaltschaft angeführte Projekt „Wasser Trinken in Volksschulen“ enthalten, welches auch auf Neue Mittelschulen ausgeweitet wurde. Ziel dabei ist es, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu minimieren.

 

Weiters gibt es im Rahmen der gesunden Angebote von Schulen auch die Möglichkeit, Workshops in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Suchtprävention, psychosoziale Gesundheit sowie Schulentwicklung in Anspruch zu nehmen. Diese Angebote werden von den Schulen sehr gut angenommen. Die Nachfrage ist weitaus größer als die zur Verfügung gestellten Fördermittel.

 

Weiters bietet die Krankenkasse das Programm „Enorm in Form“ für stark übergewichtige Kinder und Jugendliche an. Ursache für Übergewicht sind nicht nur falsche Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel, sondern auch seelische Probleme. Ziel ist es, eine Verbesserung der Lebensqualität für Kinder und Jugendliche sowie eine anhaltende Umstellung der Ernährungsgewohnheiten unter Einbeziehung von Familien und Erziehungsberechtigten zu erreichen.

 

Im WieNGS, dem Wiener Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen, unterstützt die Wiener Gesundheitsförderung derzeit 130 Wiener Schulen. Dabei werden der Erfahrungsaustausch, die Weiterbildung sowie die strategische Konzeptarbeit der Lehrkräfte und Schulleitungen gefördert. Die Schulen machen auch von diesem Angebot sehr gerne Gebrauch. Die Themen Ernährung und Bewegung nehmen dabei einen großen Stellenwert im Netzwerk ein.

 

Des Weiteren besteht auch das Programm „Tipptopp. Gesund im Mund und rundherum“, das unter anderem zahngesunde Ernährung in Wiener Kindergärten und Volksschulen vermittelt.

 

Zuletzt möchte ich noch auf das Thema der Gesamtstrategie zurückkommen: Die Wiener Gesundheits

 

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