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Gemeinderat, 10. Sitzung vom 28.06.2016, Wörtliches Protokoll  -  Seite 51 von 75

 

Eine Baustelle, die uns schon sehr, sehr weh tut und die auch schon sehr, sehr lange ist, ist der Eisring Süd. Oben am Wienerberg gibt es diese Anlage, auch eine traditionsreiche Anlage, wo ganz einfach Eislaufen und Eislaufsport betrieben werden konnten. Dieser Eisring Süd ist in einem desolaten Zustand und da müsste wirklich etwas passieren. Da muss was geschehen. Auch dort beginnt die ganze Geschichte schon 2008, dass man gesagt hat, man wird dort ein Objekt realisieren, wo dieser Eisring Süd, diese Sportstätte, natürlich wieder revitalisiert wird, hergerichtet wird und zur Verfügung gestellt wird, damit das auf der einen Seite Private beziehungsweise auch Vereine benützen können und im Großen und Ganzen hier wirklich Sport betrieben werden kann. Klubobmann Oxonitsch schaut schon, Eisring Süd, da hört er etwas. Das hat einmal zu ihm gehört, ist aber im Großen und Ganzen leider auch eine „never ending story“ und ich hoffe, dass da was passiert. Wir haben ein Sportstättengesetz, meine Damen und Herren, wo Sportstätten nicht wegrationalisiert werden dürfen, sondern sie müssen erhalten werden! Die Stadt muss schauen, dass hier etwas passiert, und ich würde Sie bitten, Herr Stadtrat, dass hier im Großen und Ganzen etwas weitergeht. Die Frage ist nur: Wie geht es weiter? Wir haben Ihnen auch eine schriftliche Anfrage gestellt. Ich erspare mir daher heute, Ihnen das hier noch einmal vorzulesen. Aber ich würde wirklich bitten, dass wir hier konkrete Antworten bekommen, was da jetzt bei diesem Eisring Süd passiert, weil wir auch gehört haben, dass in der Albert-Schultz-Halle die Eiszeiten im Großen und Ganzen ja auch immer geringer werden. Es gibt immer mehr Nachfrage, wo Vereine und auch Private hier Sport betreiben wollen und es zu Engpässen kommt. Es wäre wirklich eine wichtige Sache.

 

Abschließend, meine Damen und Herren, vielleicht auch hier noch immer die Frage eines sogenannten Sportstättenentwicklungsplanes: Wie schaut es aus in Wien? Wie werden in Zukunft Sportstätten hergerichtet, renoviert? Wie schaut es aus? Was brauchen wir noch? Wir wissen ganz genau, dass wir in Wien auch noch eine Mehrzweckhalle brauchen würden, um hier der Nachfrage nachkommen zu können. Es wäre uns ein großes Anliegen, dass es in dieser Stadt endlich ein Sportstättenentwicklungsprogramm gibt, um hier weiter für diejenigen Damen und Herren, die Sport betreiben wollen, ein gutes Angebot zu haben. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und von GR Mag. Gerald Ebinger.)

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk: Die Redezeit ist 10 Minuten gewesen. Das heißt, die fraktionelle Restredezeit beträgt 15 Minuten.

 

Ich darf bekannt geben, dass Herr GR Mag. Pawkowicz heute für den ganzen Tag entschuldigt ist.

 

Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr GR Dipl.-Ing. Margulies, selbstgewählte Redezeit 10 Minuten. Bitte schön.

 

14.14.08

GR Dipl.-Ing. Martin Margulies (GRÜNE)|: Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Stadtrat! Sehr geehrte Frau Vorsitzende!

 

Es ist ja interessant, wie sehr sich das Ressort im letzten Jahr vergrößert hat: Statt Kultur und Wissenschaft haben wir jetzt Kultur, Wissenschaft, Sport, Wahlen, Öffentlichkeitsarbeit: Ich erlaube mir dennoch, mich im Großen und Ganzen nur auf den Bereich Kultur zu konzentrieren, auch weil es in den letzten sechs Monaten ein für mich gänzlich neuer Bereich war und ich mich vorweg gleich einmal bedanken will, nicht nur beim Herrn Stadtrat, sondern auch bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Kulturressorts, weil ich mich sehr gut aufgehoben fühle, auch viel Neues lerne und viele neue Menschen kennen lerne. Es ist ja nicht so, dass es gänzlich neu ist. Ich war ja immer wieder über die Finanzen mit dem Bereich Kultur verbunden. Aber ich erlaube mir, ganz am Anfang eine Bemerkung zum Kulturbericht und zum Wissenschaftsbericht aufgreifend. Man riecht es ja noch, er ist ja wirklich druckfrisch, und ich würde mir wünschen, so wie mein Kollege Aichinger, er käme ein paar Tage früher, weil, und jetzt sage ich das bewusst dazu, ich halte ihn für eine der interessantesten Publikationen, die die Stadt Wien herausgibt. Es wäre wirklich toll, ihn vorher echt lesen zu können, um eine inhaltliche Diskussion darüber zu führen. Ich finde den Kulturbericht und auch den Wissenschaftsbericht wirklich für zwei herausragende Exemplare, wie Transparenz funktionieren kann, wie inhaltliche Auseinandersetzung funktionieren kann, und die sollten wir tatsächlich gerne auch im eigenen Sinne mit der Opposition führen können.

 

Ein zweiter Punkt von meiner Vorrednerin Kollegin Meinl-Reisinger ist, wo ich ein bisschen enttäuscht bin, tatsächlich, weil … (Heiterkeit bei den NEOS.) Mein Gott, ich erlebe Sie ja auch immer wieder bei den unterschiedlichsten Theaterproduktionen so wie auch andere KollegInnen, wo wir uns regelmäßig treffen. Das war eine der wirklich interessantesten und spannendsten Erfahrungen für mich. Im letzten halben Jahr habe ich mehr Kulturerlebnisse gehabt wie in den letzten fünf und zehn Jahren davor, und in dem Sinne, wen man trifft und wen man auch nicht trifft, ich sage jetzt keine Fraktion, die ich nicht treffe, aber wen man auch nicht trifft. Gerade da dachte ich mir, dass wir in Wien im Großen und Ganzen eigentlich auf die Kulturszene, auf die Theaterszene, auf die Tanzszene inklusive der Intendanzen, die von unabhängigen Jurys gewählt werden, wirklich stolz sein können. (GRin Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES: Es ist lustig, ich habe gar nicht von Intendanzen gesprochen!) Wo ich einmal denke, dass wir die breiten Bereiche der Kultur einmal in den Vordergrund stellen und sagen, nein, es hat sich in den letzten 15 Jahren wirklich etwas verändert, und jetzt sage ich nicht, in den letzten 2, sondern in den letzten 15 Jahren im gesamten Kultursektor der Stadt Wien, wo wirklich zentrale Elemente, und Sie wissen, dass Intendanzen von Häusern natürlich zentral sind, wie sich etwas weiterentwickelt, und sich auch die Ernennung dieser Intendanzen weitab und fernab parteipolitischer Überlegungen abspielen. (Zwischenruf von GRin Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES.) Ich komme auf die Kleinen auch noch, ich komm‘ eh noch hin.

 

Im großen Bereich, und da bin ich echt in das kalte Wasser hineingestoßen worden, war ich eigentlich über

 

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