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Gemeinderat, 59. Sitzung vom 25.11.2014, Wörtliches Protokoll  -  Seite 11 von 79

 

sondern Wienerinnen und Wiener, und hier vor allem sehr, sehr viele junge Menschen. Das freut mich jedes Jahr aufs Neue, und ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass dieser 8. Mai nun auch entsprechend würdig in unserer Stadt begangen und gefeiert wird. (Beifall bei SPÖ und GRÜNEN.)

 

Ich habe schon gesagt, wenn man zum Thema Kultur, Kulturpolitik in dieser Stadt sprechen darf, hat man ein Problem bei der Auswahl. Es gäbe so viel. Es gäbe zum Wien Museum so viel zu sagen – das habe ich schon erwähnt –, es gäbe so viele Projekte im Bereich der Literatur, in dem so wichtigen Bereich Stadtteilkultur und Kunst im öffentlichen Raum – das ist ja wirklich herzeigbar, was da alles passiert, und da ist viel los – oder aber auch zum Thema Zugang und Vermittlung von Kultur.

 

Was mir als Abgeordnete ein ganz besonderes Anliegen ist – lassen Sie mich als Favoritner Abgeordnete hier vor allem ein Beispiel nennen, von dem wir gerade im letzten Jahr viel gehört haben und auch im nächsten Jahr und in den nächsten Jahren noch viel hören werden –, das ist, dass wir vor einigen Wochen gemeinsam mit der Caritas in Favoriten in der ehemaligen Ankerbrotfabrik für das Projekt „Superar“ – ich weiß nicht, wer von Ihnen es kennt – neue Räumlichkeiten eröffnen durften, die vom Projekt „Superar“ bezogen wurden.

 

Das ist ein Projekt, wo Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, musikalische Erziehung auf höchstem Niveau – und das ist auch gerade so wichtig, auf wirklich höchstem Niveau – zu erfahren und hier Gesangs-, Tanz- oder Orchesterstunden zu bekommen. Dieses Angebot für die Kinder auch vor Ort ist ganz, ganz wichtig für deren Persönlichkeitsentwicklung, und es ist eben gedacht für die breite Schicht der Bevölkerung, mit dem Ziel der Chancengleichheit für diese Kinder und Jugendlichen. Es ist nicht nur eine schöne Bereicherung für das mittlerweile vielfältige kulturelle Zentrum in Favoriten in der ehemaligen Ankerbrotfabrik, sondern es ist insgesamt ein tolles Projekt. Und auch hier sage ich, wenn Sie die Möglichkeit haben, sich einmal den Chor oder das Orchester von „Superar“ anzuhören, dann lassen Sie sich das nicht entgehen. Ich hatte gerade im letzten Jahr Gott sei Dank mehrmals die Möglichkeit. Es ist nicht nur großartig, was diese Kinder und Jugendlichen, die wahrscheinlich nie die Möglichkeit hätten, auf diesem Niveau Musikinstrumente zu erlernen und Gesangsunterricht zu bekommen, auf die Bühne bringen, sondern es ist auch unglaublich toll, in diese leuchtenden Augen der Kinder zu blicken. Ja, es ist wirklich toll, auf welchem Niveau sich das abspielt und wie hier Kinder und Jugendlich gefördert werden. Auch hier wirklich ein großes Dankeschön an die Caritas, die dieses Projekt initiiert hat. (Beifall bei SPÖ und GRÜNEN.)

 

Lassen Sie mich ganz kurz – eine halbe Minute ist viel zu wenig, aber es wird in diesem Raum wahrscheinlich noch öfter darüber gesprochen werden – zu einem Event etwas sagen, weil der noch gar nicht erwähnt wurde und letztendlich ja schon auch, gerade was Europa betrifft, was das Gemeinsame betrifft, ein ganz wesentlicher Event ist, der sich nächstes Jahr in dieses Stadt abspielen wird, und das ist – drei Mal dürfen Sie raten – der Song Contest.

 

Wir alle fiebern dem Song Contest vielleicht mehr oder weniger schon entgegen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen gegangen ist, für mich war das schon ein besonderer Moment, denn wer hätte sich das gedacht, dass in der Schlussszene des letzten Eurovision Song Contest plötzlich die österreichische Flagge und Fahne alles breit hinterleuchtet. Ich war irrsinnig stolz, es hat mich wirklich gefreut.

 

Lassen Sie mich aber auch sagen, ich glaube, es ist kein Zufall. Ich möchte auch Conchita Wurst nochmals von dieser Stelle zu dieser persönlichen Einzelleistung gratulieren. Es war höchste Leistung auf höchstem Niveau. Sie hat damit aber auch ein sehr weltoffenes Bild dieser Stadt nach außen getragen. Ein weltoffenes Bild, das ein sehr authentisches Bild ist. Darauf können wir stolz sein, und es ist sicher auch kein Zufall, dass eine Persönlichkeit Conchita Wurst, die aus einer jungen, kreativen Szene dieser Stadt herauskommt, das erreicht hat. Wir sind sehr stolz auf sie und wir sind sehr stolz darauf, dass wir nächstes Jahr dieses Mega-Event in Wien haben. Im Gegensatz zu anderen großen Städten, wo es bisher stattgefunden hat, müssen wir nichts Neues bauen oder neu erfinden. Ganz im Gegenteil, wir mussten sogar Platz dafür schaffen, weil es bei uns so viel gibt. Ich freue mich schon sehr darauf.

 

Abschließend lassen Sie mich sagen, dass Kunst und Kultur – und deshalb bin ich auch so gerne in diesem Ausschuss – für mich ein ganz, ganz wesentlicher Bestandteil und Bereich ist, wenn wir in dieser Stadt von Integration und von einem friedlichen Miteinander reden. Und ich kann in der Budgetrede 2015 nur sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, Wienerin zu sein, und es als ein ganz großes Privileg empfinde, in dieser Stadt leben zu dürfen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und GRÜNEN.)

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Das war auch eine zeitliche Punktlandung. Zu Wort gelangt Herr GR Ing Mag Dworak. – Ich erteile es ihm und stelle seine von ihm gewählte Redezeit auf 12 Minuten ein.

 

10.02.11

GR Ing Mag Bernhard Dworak (ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien)|: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Herr Stadtrat!

 

Zuerst zum Kollegen Lobo: Das ist schon ein bisschen sehr tief gegriffen, wenn du an dieser Stelle sagst, dass du meine Kollegin Leeb bei keiner Kulturveranstaltung siehst. Denn du, die Isabella und ich waren vor Kurzem bei der Verleihung der Nestroy-Preise, der Herr Stadtrat ebenso. Also, das geht nicht, zu sagen, dass wir bei keiner Veranstaltung sind. So kann man einfach nicht an dieser Stelle mit uns umgehen. Aber das ist ein anderes Thema.

 

Der Kollege Ebinger hat es schon gesagt, die Probleme in der Stadt haben sich nicht wesentlich geändert: Das Volkstheater ist genauso eine Ruine, wie es noch vor fünf Jahren war. Die Vereinigten Bühnen haben mehr Geld bekommen, weil sie einfach ein Defizit produziert haben – und das war einer der Meilensteine, die ihr in eurem Regierungsprogramm, SPÖ und GRÜNE gemein

 

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