Die Zieglergasse wird zur "Kühlen Meile"

Mit der Neugestaltung der Zieglergasse werden Hitzetage im 7. Bezirk erträglich.

Ansicht der neu gestalteten Zieglergasse

Die zunehmend heißen Sommertage sind eine große Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Besonders Kinder, alte Menschen und Haustiere leiden unter hohen sommerlichen Temperaturen. Um nachhaltig Abhilfe zu schaffen, verwandeln die Bezirksvorstehung für den Neubau und die Magistratsabteilung Straßenbau und Verwaltung (MA 28) die Zieglergasse heuer in eine sogenannten "Kühle Meile", Wiens erste klimaangepasste Straße. Gezielte Umbaumaßnahmen, Begrünung sowie Kühlbögen und Trinkbrunnen erhöhen die Lebensqualität auch an heißen Tagen.

Anpassung an den Klimawandel

Das Projekt ist ein Best-Practice-Beispiel für die Klimawandelanpassung in Wien. Entlang von gut einem Kilometer bieten 24 Bäume Schatten und erhöhen die Aufenthaltsqualität enorm. Trinkbrunnen bieten Erfrischung für Menschen und Tiere. 4 Kühlbögen werden den Gehsteig effektiv um mehrere Grad kühlen. Diese Maßnahmen helfen, die Lebensqualität auch bei zunehmender Hitze in der Stadt zu erhalten.

Die designierte Vizebürgermeisterin Birgit Hebein:

Unsere aktuell größte Herausforderung für eine lebenswerte und sozial gerechte Stadt ist die Anpassung an den Klimawandel. Gerade die inneren Bezirke Wiens wie der 7. Bezirk mit wenigen Grünflächen sind besonders betroffen. Studien prognostizierten für diese Gebiete bis Ende des Jahrhunderts 50 bis 55 extremen Hitzetagen pro Jahr - mit massiven Folgen für die Gesundheit. Mit dem Pilotprojekt "Kühle Meile Zieglergasse" in Neubau wollen wir durch effektive Umbaumaßnahmen der Überhitzung gezielt entgegenwirken.

Bezirksvorsteher Markus Reiter:

Wir beginnen jetzt und hier mit unserem Pilotprojekt "Kühle Meile Zieglergasse". Zumindest das können wir heute für die nächste Generation tun. Mit der "Kühlen Meile Zieglergasse" schaffen wir Lebensraum, der Hitzetage auch im dicht bebauten Neubau erträglich machen wird. Die vollständige, positive Wirkung dieser Maßnahmen werden wir schon in drei bis fünf Jahren spüren können.

Dienststellenleiter der MA 28 DI Thomas Keller:

Nach dem im Vorjahr durchgeführten Wasserleitungstausch der MA 31 (Wiener Wasser) über weite Abschnitte der Zieglergasse steht der Neugestaltung des Straßenraumes nichts mehr im Wege. Im Zentrum des Umbaus stehen die helle Pflasterung der Straße, natürliche Beschattung oder kühlendes Nass: 4 Kühlbögen, 5 Pergolen mit Sitzelementen, 32 Einzelsessel, 5 Trinkbrunnen und 24 Bäume (Ulmen) mit Staudenbeeten.

Maßnahmen gegen Hitze

Im Vordergrund des Klimaanpassung-Projekts "Kühle Meile" steht das Wohlbefinden von Mensch und Tier. Die Bepflanzungen, Möblierungen, Wasserentnahmestellen und Kühlelementen schaffen natürlich beschattete Verweilzonen. Auch für Hunde entstehen Vorteile an heißen Sommertagen, sie profitieren von Trinkbrunnen und Beschattungen in der "Kühle Meile".

Ansicht der neu gestalteten Zieglergasse

Zudem bekommen Radfahrerinnen und Radfahrer insgesamt 150 Stellplätze, die auf den gesamten Abschnitt verteilt werden. Die Entfernung der Ampel im Kreuzungsbereich Zieglergasse/Westbahnstraße ermöglicht zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen (Fahrbahnanhebungen) und verbesserte Sichtbeziehungen (Gehsteigvorziehungen). Die vorab geprüfte Veränderung bringt eine erhöhte Verkehrssicherheit mit sich.

Planung: DnD Landschaftsplanung ZT KG im Auftrag der Stadt Wien, Architektur und Stadtgestaltung.

Der Bauabschnitt befindet sich in der Zieglergasse zwischen Apollogasse bis Lerchenfelder Straße (2018 wurden zwischen Mariahilfer Straße und Apollogasse 4 Bäume gepflanzt).

Baubeginn ist Ende August 2019, das Bauende ist im Dezember 2019.

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