Neugestaltung der Reinprechtsdorfer Straße

Lange wurde über die Reinprechtsdorfer Straße im 5. Bezirk diskutiert. Nun wird an der Umsetzung gearbeitet. Im Zentrum stehen mehr Bäume, breitere Gehsteige, mehr Sitzgelegenheiten und weniger Lärm.

Klaus Mayer und Silvia Jankovic auf der Reinprechtsdorfer Straße

Klaus Mayer, Vorsitzender der Mobilitätskommission Margareten, und Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic informieren regelmäßig über den Planungsstand.

Die Margaretner*innen sind sich einig: Es braucht mehr Bäume und Sitzgelegenheiten auf der Reinprechtsdorfer Straße und eine Minimierung des Durchzugsverkehrs. Das waren die Ergebnisse des Bürger*innen-Beteiligungsverfahrens von 2014 bis 2016 zur Neugestaltung der Geschäftsstraße.

Seit 2021 wird an der Umsetzung gearbeitet. Neben dem intensiven Austausch mit den Bürger*innen wurde eine Verkehrsanalyse erstellt.


Verkehrsanalyse 2021

Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic hat durch die zuständige Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) eine Verkehrsanalyse von Expert*innen in Auftrag gegeben, um objektiv und faktenbasiert Entscheidungen treffen zu können. Die Verkehrsanalyse liegt nun vor. Sie zeigt klar, dass die dauerhafte Führung der Reinprechtsdorfer Straße als Einbahn den Durchzugsverkehr signifikant reduzieren würde. Die Einbahnlösung reduziert den Verkehr auf der Reinprechtsdorfer Straße um die Hälfte und den Durchzugsverkehr im Bezirk um 14 Prozent - das sind 6.000 Autos weniger pro Tag! Begleitende Maßnahmen, wie die Wegnahme des Linksabbiegers von der Wiedner Hauptstraße kommend in die Ramperstorffergasse, wirken zusätzlich verkehrsberuhigend.

Verkehrsanalyse Reinprechtsdorfer Straße (1,6 MB PDF)

Bezirksvorsteherin Jankovic zur Einbahnlösung:

Das wäre ein Gewinn für ganz Margareten und lässt viel Platz für die Menschen im Bezirk: Viel mehr Bäume, breitere Gehsteige, mehr Sitzgelegenheiten und weniger Lärm machen die Reinprechtsdorfer Straße zu einem Wohlfühlort, an dem die Margaretner*innen sich gerne treffen und einkaufen gehen.

Planungsstadträtin Ulli Sima unterstützt die Pläne des Bezirks:

Ich freue mich über die Initiative des Bezirks, das so wichtige Grätzl neu zu gestalten, jahrelang wurde diskutiert, nun geht es endlich an die konkrete Umsetzung - mehr Grün, mehr Platz für die Menschen, so wie es in unserer Klimamusterstadt Standard ist.

Bisherige Informations- und Diskussionsveranstaltungen

Online-Bürger*innen-Versammlung vm 1. Dezember - Rückblick

Am 1. Dezember 2021 fand eine offizielle Bürger*innen-Versammlung statt (gemäß Paragraf 104c der Wiener Stadtverfassung der Bezirksvorstehung Margareten). Dabei gab es die Möglichkeit, sich mit der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46), der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28), dem Verkehrsexperten Andreas Käfer und dem Margaretner Vorsitzenden der Mobilitätskommission, Klaus Mayer, auszutauschen und Fragen zu stellen.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand die Versammlung online über Zoom statt.

Bürger*innen-Werkstatt vom 23. Juni 2021 - Rückblick

Am 23. Juni 2021 fand die letzte Bürger*innen-Werkstatt zum Gestaltungsprozess Reinprechtsdorfer Straße statt. Sie war nach 8 bereits durchgeführten Bürger*innen-Werkstätten und einer Abschlusspräsentation bereits die 10. Werkstatt.

Zu Beginn wurde von den 2 Online-Bürger*innen-Info-Veranstaltungen berichtet, die im Mai 2021 durchgeführt wurden. Außerdem wurde informiert, dass eine Verkehrsanalyse in Auftrag gegeben wurde, jedoch noch keine Ergebnisse vorliegen.

Verkehrsplaner Andreas Käfer stellte als Projektleiter des 2014 bis 2016 durchgeführten Bürger*innen-Beteiligungsprozesses nochmals die Ausgangslage dar. Dann wurde der Vor-Entwurf der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) vorgestellt. Dazu wurde erklärt, wie Pläne gelesen werden können.

Diskussionsrunde

Hauptteil des Abends war die Diskussion unter den teilnehmenden Bürger*innen. Die Bezirksvorsteherin und BV-Mitarbeiter*innen hatten zuvor den Saal verlassen, um einen politikfreien Diskussionsabend zu garantieren. Expert*innen von Traffix beziehungsweise Emrich Consulting betreuten die Runde. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt.

Zu 4 Themen wurden Anregungen gesammelt und diskutiert:

  • Einbahn beziehungsweise Verkehrsführung: Besonders die bezirksweite Verkehrsberuhigung und Reduktion des Individualverkehrs durch Zufahrtsbeschränkungen wurden diskutiert. Die Diskussion zur Einbahnlösung ist divers ("keine Einbahnlösung" und "Einbahn beibehalten").
  • Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen: Eine Verkehrsberuhigung, breite Gehsteige und Sitzplatzmöglichkeiten sollen Sicherheit und eine Priorisierung des Fußgänger*innen-Verkehrs bringen. Neben Diskussionen zu möglichen Lösungen für den Radverkehr wurden die Wichtigkeit von Radabstellplätzen genannt.
  • Grünraum: Neben der grünen Infrastruktur (Erweiterung bestehender (schulnaher) Grünflächen, durchgängige Baumallee beziehungsweise Grünstreifen, Fassaden- und Dachbegrünungen) wurden auch mehr Trinkbrunnen und ein Bach durch die Reinprechtsdorfer Straße angeregt.
  • Stellplätze: Es wurde über die Reduktion der Parkplätze und die Möglichkeiten keiner Stellplätze entlang der Reinprechtsdorfer Straße diskutiert.

In der Abschlussrunde wurden besonders Einbahn (ja oder nein), die Notwendigkeit verkehrsberuhigender Maßnahmen (vor allem in der Reinprechtsdorfer Straße und Ramperstorffergasse) und allgemein der Wunsch nach einem bezirksweiten Verkehrskonzepts diskutiert.

Protokoll zum Herunterladen

Protokoll der 10. Bürger*innen-Werkstatt am 23. Juni 2021 (145 KB PDF)

Infotafeln

Die gesammelten Anregungen wurden auf Pinnwänden vorgestellt und dokumentiert.

Zettel auf einer Pinnwand
Zettel auf einer Pinnwand
Zettel auf einer Pinnwand
Zettel auf einer Pinnwand

Infoveranstaltung vom 5. und 12. Mai 2021 - Rückblick

Die Infoveranstaltung wurde an 2 Terminen abgehalten, um möglichst vielen Bürger*innen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Veranstaltung diente dazu, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen.

Verkehrsplaner Andreas Käfer stellte als Projektleiter des in den Jahren 2014 bis 2016 durchgeführten Bürger*innen-Beteiligungsprozesses die Ausgangslage dar. Im Oktober 2016 wurde der Prozess im Zuge einer abschließenden Bürger*innen-Veranstaltung und Ausstellung abgeschlossen.

Klaus Mayer, Vorsitzender der Kommission für Bezirksentwicklung, Mobilität und Bürger*innenbeteiligung im 5. Bezirk, nannte die Planungs- und Realisierungsabschnitte im Zuge der Neugestaltung der Reinprechtsdorfer Straße und ging auf den Vor-Entwurf der MA 28 ein.

Im Anschluss wurden die häufigsten Fragen rund um die Neugestaltung erläutert.

Protokoll zum Herunterladen

Protokoll der Infoveranstaltung im Mai 2021 (164 KB PDF)

Weiterführende Informationen

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