Informationen über den Einfluss der Mindestsicherung auf die Wohnbeihilfe

Wenn Sie die Mindestsicherung bekommen, kann es zu einer Kürzung der Wohnbeihilfe kommen. Es kann auch sein, dass Sie keine Wohnbeihilfe bekommen.

Der Grund dafür ist: Sie müssen einen Teil der Mindestsicherung für das Wohnen verwenden.

Wenn Sie die Mindestsicherung bekommen, müssen Sie der Wohnbeihilfestelle Ihre Bruttomiete nachweisen. Die Bruttomiete ist die Hauptmiete plus Betriebskosten plus Umsatzsteuer.

Zu einer Kürzung oder Streichung der Wohnbeihilfe kommt es dann, wenn die Wohnbeihilfe und die Beihilfe zur Deckung des Wohnbedarfs höher sind als die Bruttomiete. Die Beihilfe zur Deckung des Wohnbedarfs ist nach dem Wiener Mindestsicherungsgesetz geregelt. Sie richtet sich nach der tatsächlichen Wohnnutzfläche, nicht nach der angemessenen Wohnnutzfläche.

Beispiel:
Sie wohnen alleine auf 32,84 Quadratmeter in einer Wiener Gemeindewohnung.
Ihre Hauptmiete inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer beträgt 254 Euro.
Davon wird die Wohnbeihilfe abgezogen. Das sind in dem Fall 83,41 Euro.
Außerdem wird die Beihilfe zur Deckung des Wohnbedarfs nach dem Wiener Mindestsicherungsgesetz abgezogen. Das sind in dem Fall 229,32 Euro.
Insgesamt hätten Sie dann Beihilfen in der Höhe von 312,73 Euro.
Sie würden also 58,73 Euro mehr an Beihilfen bekommen, als Sie für das Wohnen brauchen. Deshalb wird die Wohnbeihilfe um diese 58,73 Euro gekürzt.

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