Share Economy in Wien

Die "Ökonomie des Teilens" (Share Economy) wird oft als Hoffnungsträger für mehr soziale Verantwortung und Ressourcenschonung gesehen.

Begriffe zur Share Economy in bunter Farbe auf grauem Hintergrund

Projekte wie Nachbarschaftsgärten, privates Car- und Food-Sharing oder die City Bikes sind positiv, werden doch Ressourcen deutlich besser genutzt. Die Entwicklung ist auch nicht neu. Auch bei öffentlichen Bibliotheken oder Schwimmbädern werden Ressourcen gemeinsam finanziert und genutzt.

In der kommerziell orientierten Share Economy ermöglicht es die massenhafte Verbreitung von Internet und Smartphone, Anbieterinnen und Anbieter sowie Nutzerinnen und Nutzer in Sekundenschnelle zu verbinden - und das global. Neue Unternehmen, beispielsweise im Bereich der Nächtigungsbetriebe und des Transportgewerbes, bieten über Apps die Möglichkeit, als Mikrounternehmerin oder Mikrounternehmer direkt mit den Kundinnen und Kunden in Kontakt zu treten.

Bei der kommerziell orientierten Share Economy muss sichergestellt werden, dass alle Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer die gleichen Bedingungen vorfinden. Es darf zu keinen unfairen Wettbewerbsvorteilen kommen, wie zum Beispiel durch die Umgehung von steuer- oder sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

Vermieten von Wohnungen für touristische Zwecke

Die eigene Wohnung über das Internet an Touristinnen und Touristen zu vermieten, geht schnell und unkompliziert. Internationale Online-Plattformen machen es möglich. Allerdings müssen die geltenden rechtlichen Bestimmungen beachtet werden. Die Stadt Wien hat die wichtigsten Informationen für Vermieterinnen und Vermieter inklusive eines kurzen Videos zusammengestellt.

Online-Plattformen sind gemäß § 15 Abs. 2 Wiener Tourismusförderungsgesetz verpflichtet, bei ihnen registrierte touristische Privatunterkünfte in Wien dem Magistrat der Stadt Wien zu melden. Dies entbindet die Unterkunftgeberinnen und Unterkunftgeber keinesfalls von der Pflicht, die Ortstaxe ihrer Gäste abzuführen beziehungsweise die statistischen Daten zu melden, sondern dient dem besseren Vollzug der bestehenden Regelungen.

Vermieten von Wohnungen für touristische Zwecke

Transport von Fahrgästen mit dem eigenen Fahrzeug

Fahrgemeinschaften tragen dazu bei, dass insgesamt weniger Autos im Stadtverkehr unterwegs sind, mit allen positiven Effekten wie Lärm- und Schadstoffverringerung. Wenn Fahrgäste nicht aus Gefälligkeit, sondern gegen Entgelt mit dem Privatfahrzeug befördert werden, sind aber rechtliche Bestimmungen zu beachten. In einem Video sind die wichtigsten Informationen für all jene zu finden, die Fahrgäste mit dem eigenen Auto befördern wollen.

Video: sharing economy - Personenbeförderung 2016

"Von der Share zur Fair Economy"

Wien steht innovativen Ideen positiv gegenüber – wenn sie den Menschen nutzen. Die Grenzen von innovativen Geschäftsmodellen liegen jedoch da, wo Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Konsumentinnen und Konsumenten und des fairen Wettbewerbs betroffen sind. Deshalb ist der Zugang der Stadt, die "Share Economy" zu einer "Fair Economy" zu machen.

  • Grundsatzpapier "Von der Share zur Fair Economy": 1 MB PDF
  • Position paper "Turning the Sharing Economy into a Fair Economy": 1 MB PDF

Weiterführende Informationen

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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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