25 Jahre Wien bei der EU

Österreich und die Stadt Wien feiern im Jahr 2020 das 25-jährige Jubiläum des Beitritts zur Europäischen Union.

Wien hat stark von der Europäischen Union profitiert. 74 Prozent der Exporte gehen in die EU. Über 100 Millionen Euro flossen in unzählige Projekte, die allesamt zur weiteren Verbesserung von Wiens Lebensqualität beitrugen.

Mitteilung des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Ludwig am Podium

Im Jänner 2020 wurde das Jubiläumsjahr mit einer "Europastunde" im Landtag eröffnet, bei der eine Mitteilung des Bürgermeisters und Landeshauptmanns Michael Ludwig am Programm stand.

Bürgermeister Michael Ludwig: "Die EU ist das größte Friedensprojekt, das unser Kontinent je gesehen hat. Es ist unsere Pflicht, dafür einzutreten, dass dieses gemeinsame Europa noch lange Bestand hat."

Mitteilung des Landeshauptmanns - rk vom 28.1.2020

In einem ausführlichen Video-Interview weist der Wiener Bürgermeister auf die Vorteile des EU-Beitritts hin:

Hinweisschilder zum Haus der EU

Im Vorfeld des Europatages am 9. Mai 2020 haben Bürgermeister Michael Ludwig, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas und Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich Wegweiser zum Haus der Europäischen Union enthüllt.

Neue Schilder zum Haus der EU

Broschüre "Mit Europa für Wien"

Titelblatt der Broschüre "Mit Europa für Wien"

Eine Broschüre bietet einen Einblick in Wiens aktive Europapolitik in den vergangenen und den kommenden Jahren. Die Publikation möchte sich als Lesebuch verstehen, das insbesondere auch die Vielfalt Europas reflektiert: den Enthusiasmus junger Europäerinnen und Europäer genauso wie wissenschaftlich fundierte Überlegungen zur Zukunft unseres Kontinents. Die Vielfalt an Lösungsansätzen für die Herausforderungen unserer Zeit im Rahmen gemeinsamer, grenzüberschreitender Programme und Projekte. Und die Vielfalt unterschiedlicher Lebenskonzepte, die trotzdem ein gemeinsames Europa und eine gemeinsame Zukunft zum Ziel haben.

Autorinnen und Autoren mit den verschiedensten Hintergründen - PolitikerInnen, ExpertInnen, StädtevertreterInnen und VertreterInnen der jungen Generation - haben dazu beigetragen, aus dem vorliegenden Band eine Grundlage für die Diskussion und den Diskurs mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen unserer Zeit zu schaffen.

Broschüre herunterladen - 7 MB PDF

Videoclip präsentiert 4 nachhaltige Projekte

Video: 25 Jahre EU in Wien

Bereits im Beitrittsjahr 1995 begann Wien, Projekte mit EU-Förderungen umzusetzen. Sie dienten einerseits dazu, Beziehungen in Europa zu vertiefen. Anderseits wurden mit EU-Geldern viele Maßnahmen gesetzt, die die Lebensqualität in Wien erhöhen. Allein seit 2007 sind an die 200 EU-Projekte umgesetzt worden

Aus der Vielzahl wurden stellvertretend vier herausgegriffen, die auch die Bandbreite der behandelten Themen repräsentieren:


  • Gürtel: Viele Wienerinnen und Wiener verbinden mit der EU oder EU-Förderungen den Gürtel. Mittlerweile haben zahlreiche EU-Projekte dazu beigetragen, das Stadtgebiet über den Gürtel hinaus weiter zu attraktivieren. Die Neugestaltungen von Neulerchenfelder und Ottakringer Straße, Johann-Nepomuk-Berger-, Yppen-, Wallenstein- und Ilgplatz sind nur wenige Beispiele für viele. Maßnahmen für den Hannover-, Kutschker- oder Vorgartenmarkt bewirkten in Grätzln eine Wiederbelebung der Nahversorgung.
  • Josef-Strauß-Park: Der Park ist einer von vielen, denen EU-Gelder zu neuer Blüte verhalfen. Weitere Aufwertungen des städtischen Naherholungswertes betrafen den Robert-Hochner-, Rudolf-Bednar-, Fritz-Imhoff- oder den Anton-Baumann-Park.
  • Nationalparkhaus Lobau: Projektpartner aus Österreich, Tschechien und der Slowakei vertieften das Verständnis für die sensiblen Ökosysteme in den Aulandschaften. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation wurde das Nationalparkhaus Lobau gebaut, das im Frühjahr 2007 eröffnet wurde und ein multifunktionales Informations- und Umweltzentrum darstellt.
  • RUSZ (Reparatur- und Servicezentrum): Ein Projekt der ersten Stunde, das in den 25 Jahren stetig weiter wuchs. Langzeitarbeitslose reparieren Elektrogeräte, die im Handel sonst nicht mehr wiederhergestellt werden würden und tragen so zur Ressourcenschonung bei.

Multimedia-Ausstellung

Die Ausstellung "25 Jahre Österreich in der Europäischen Union – Wachsen in Europa" besteht aus 11 kreativ aufbereiteten Roll-ups, die kurzgefasste und einprägsame Botschaften vermitteln. Ziel ist es, vor allem Jugendlichen die vielen Vorteile bewusst zu machen, die der Beitritt zur EU mit sich brachte. Aber auch der lange Weg zur Mitgliedschaft und die damit einhergehenden Diskussionen in Politik und Gesellschaft werden den Besucherinnen und Besuchern vermittelt. Attraktive EU-Projekte in Österreich und Wien werden ebenfalls präsentiert.

Ursprünglich hätte die Wanderausstellung bei EU-Veranstaltungen und in vielen Schulen gezeigt werden sollen. Nun kann sie aber virtuell besichtigt werden:

Virtueller 3D Rundgang

Gemeinsame Ausstellung

An der Ausstellung arbeiteten 17 Partner zusammen, darunter alle Bundesländer, die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich sowie 3 Bundesministerien.

Wiener Projekte

Die Stadt Wien - Europäische Angelegenheiten gestaltete den Wien-Teil. Hervorgehoben wurden 3 besondere EU-Projekte in Wien:

  • Europäische Mittelschule: Die EMS Wien wurde als internationaler Schulversuch gegründet, um Wien bildungspolitisch enger mit den Nachbarstaaten zu verbinden.
  • URBION - Umgestaltung und Belebung des Gürtels: Bereits 1995 wurde mit der Aufwertung der damals unattraktiven Mittelzone im Bereich des Wiener Westgürtels begonnen. Die positiven Veränderungen wirken bis heute in das betroffene Gebiet und in die angrenzenden Bereiche nach.
  • Naturpädagogik Donau-Auen: Im Nationalpark Donau-Auen wurde ein naturpädagogisch-interaktives Bildungs- und Erholungsprogramm aufgebaut. Durch das Förderprogramm der EU konnte ein einzigartiges Besucherinformationszentrum am Rande der Lobau entstehen.
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Eva Gsteu-Kirschbaum (Magistratsabteilung 27)
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