Zur schwarzen Katze

Aus Wien Geschichte Wiki
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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1472
Jahr bis
Andere Bezeichnung Herminenstiftung
Frühere Bezeichnung Jakoberstadel
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSeilerstätte28
Innere StadtAnnagasse11

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt104617951821
Stadt101417701795
Stadt98718211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Zur schwarzen Katze (1, Annagasse 11, Seilerstätte 28; Konskriptionsnummer 987).

Die älteste urkundliche Erwähnung eines Hauses auf diesem Grundstück stammt aus dem Jahr 1437. Drei Jahre später wurde dessen Besitzer vom Kaplan der Niklas-Würffel-Messstiftung wegen einer Burgrechtsschuld verklagt und das Haus samt Garten dem Kläger zugesprochen, der es 1449 dem Ratsherrn Heinrich Enzesfelder verkaufte. Im Jahr 1462 vererbte er es seiner Tochter, von der 1472 das Kloster St. Jakob auf der Hülben "eine Brandstatt, darauf vormaln ein haus gepawt gewesen ist, mitsamt dem Stadel und dem Garten daran" erwarb. Danach wurde das Objekt als "Jakoberstadel" bezeichnet und diente dem Kloster zur Aufbewahrung von Feldfrüchten. Nachdem dieses 1783 aufgehoben worden war, erwarb der Hof- und Kammerjuwelier Franz Edler von Mack die Liegenschaft im Jahr 1788 für seinen minderjährigen Sohn Franz. Bis 1851 blieb das Objekt im Besitz der Familie, dann kam es an Josef Graf Sedlnitzky, 1867 an Franz Josef und Rosalia von Patruban. Das Haus wurde schließlich testamentarisch zu einer Stiftung bestimmt ("Hermine Patrubansche Stiftung", auch "Herminenstiftung"). Das heute bestehende Haus (Grundfläche: 810 Quadratmeter) wurde laut der Jahreszahl oberhalb des Tors 1715 erbaut.


Literatur

  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 79
  • Eugen Meßner: Die Innere Stadt Wien. Ein Beitrag zur Heimatkunde des I. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Österreichische Staatsdruckerei 1928, S. 98
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 348
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 370
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 318 f.