Zur blauen Kugel

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1., Annagasse 16-18, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1437
Jahr bis
Andere Bezeichnung kaiserliche Ingenieursschule, Hotel "Zum römischen Kaiser", Camesinahaus
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Albert Camesina
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  29.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Annagasse16-18.jpg
Bildunterschrift  1., Annagasse 16-18, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtAnnagasse16
Innere StadtKrugerstraße13A

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt99718211862
Stadt105917951821
Stadt101717701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Zur blauen Kugel (1, Annagasse 16, Krugerstraße 13A; Konskriptionsnummer 997).

Die Besitzer des früher auf diesem Grundstück gestandenen Gebäudes lassen sich ab 1437 lückenlos belegen. Dies widerspricht der Angabe im Stadturbar, dass das Objekt ehemals dem Clarakloster gehört habe. 1671 wurde es vom Hofkammerkanzlisten Johann Hueber erworben, der es 1684 demolieren und auf einer Grundfläche von 255 Quadratmetern das heutige Haus errichten ließ (laut anderen Angaben wurde es erst 1710 erbaut). Wie schon das alte Gebäude erhielt auch der Neubau den Namen "Zur blauen Kugel". 1700 kam er in das Eigentum des kaiserlichen Hofkammerregistrators Johann Andreas Kaimb.

Im Aufsatz des vierstöckigen Hauses soll sich der kaiserliche Oberst und städtische Oberingenieur Leander von Anguissola ein Observatorium eingerichtet haben. Nach seinem Tod wurde hier die 1718 gegründete kaiserliche Ingenieursschule untergebracht, deren erster Direktor Anguissola gewesen war. Sie blieb bis 1754 in diesem Gebäude und wurde danach in das Königseggpalais in Gumpendorf verlegt.

1775 kam das Haus in den Besitz der Familie Camesina. 1806 wurde hier Albert Camesina geboren, der sein ganzes Leben lang in diesem Gebäude lebte, in dem er auch am 6. Juni 1881 starb. Später wurde das Haus zu einem Hotel umgebaut, das den Namen "Zum römischen Kaiser" führt.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Hotel "Zum römischen Kaiser"


Literatur

  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 353 f.
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 43
  • Neues Wiener Tagblatt. Wien, 24. 11. 1906
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 10
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 380
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 333-336