Zur Mariahilf (6, Apotheke)

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Art der Organisation Sonstiges
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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Mariahilf, Zur (6, Mariahilfer Straße 55), Apotheke.

Die Bemühungen, in der Vorstadt Mariahilf (damals noch als Vorstadtgrund "Im Schöff" genannt) eine Apotheke zu begründen, gehen auf das Jahr 1725 zurück, als sich Josef Rosa um die Einrichtung bemühte. Erst 1774 wurde jedoch am Mariahilfer Grund (wo inzwischen 139 Häuser entstanden waren) vom Kollegium der bürgerlichen Apotheker in Wien eine Filialapotheke errichtet (aus einer vom Gremium angekauften ehemaligen Jesuitenapotheke hervorgegangen). Die Apotheke wurde im Haus "Zum großen Blumenstock" (Mariahilf Conskriptionsnummer 16) untergebracht und führte zunächst das Schild "Zum Blumenstock"; die Leitung wurde dem Provisor Josef Pasgetha übertragen. Die Apotheke versorgte auch das Militärspital in Gumpendorf mit Arzneien. 1782 ging das Gremium seiner Privilegien verlustig und verlor seine Filialapotheken (eine andere befand sich auf der Landstraße). Am 1. Februar 1783 kam die Apotheke an Franz Eisenkohl. Als am 8. Jänner 1803 Johann Jahn die Apotheke kaufte, änderte er bald das Schild in "Zur Mariahilf". Nach seinem Tod begannen lang andauernde Streitigkeiten um die Verkäuflichkeit der Apotheke, die erst 1840 auf dem Gnadenweg entschieden wurden. Ab 1840 befand sich die Apotheke unter der Leitung von Franz Beckert, dem Schwiegersohn der Witwe Jahns, im Haus Mariahilfer Straße 55; Beckert erwarb sich Verdienste um die Gründung des Allgemeinen österreichischen Apothekerverbands und wurde 1861 dessen erster Direktor. Apotheker Theodor Kulisch, der die Apotheke 1873-1888 führte, wurde 1879 in den Gemeinderat gewählt.

Literatur

  • Leopold Hochberger / Joseph Noggler: Geschichte der Wiener Apotheken. Wien: Verlag des Wiener Apotheker-Hauptgremiums 1917-1919, S. 128 ff.
  • Ernest Blaschek [Hg.]: Mariahilf einst und jetzt. Wien [u.a.]: Gerlach & Wiedling 1926 (Wiener Heimatbücher), S. 209 f.