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Zum wilden Mann (1)

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Gasthof zum Wilden Mann
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1434
Jahr bis 1878
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Rosetti Scander
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Gasthof zum wilden Mann.jpg
Bildunterschrift  Gasthof zum Wilden Mann
Bildquelle Albert Ilg, Alt-Wien in Bild und Wort, Verlag des Wiener Alterthumsverein 1888, S.18
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Kärntner Straße17

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt94218211862
Stadt100017951821
Stadt96117701795
Das Haus "Zum wilden Mann" (Stadt 942) auf dem Stadtplan, Wien (1858)

Zum wilden Mann (1, Kärntner Straße 17; Konskriptionsnummer 942).

Das Haus ist ab 1434 urkundlich belegbar, das Hausschild ab dem 17. Jahrhundert. Im Haus befand sich eine Gastwirtschaft gleichen Namens. 1681 erscheint als Besitzer der Gastwirt Stephan Johann Gundl. Er brachte das Einkehrwirtshaus, in dem damals die Grazer Landkutscher und die Villacher Fuhrleute einkehrten, zu bedeutendem Ruf. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Wien im allgemeinen fünf Menüs, zu 24, 17, zwölf, neun und sieben Kronen. Das teuerste gab es allerdings nur in den fünf vornehmsten Gaststätten, darunter beim Wilden Mann. Eine besondere Spezialität des Hauses war der Lungenstrudel.

Das Haus kam 1801 an Adam Albert Edler von Henikstein, den Stammherrn der späteren Barone von Henikstein, der schon zuvor das Nachbarhaus Stadt 943 (Kärntner Straße 19; siehe Warenhaus Steffl) erworben hatte. Zu dieser Zeit befand sich vor dem Gebäude der Standplatz der Badener Stellwagen. Nach zahlreichen Umgestaltungen im Inneren und Äußeren galt der Gasthof auch weiterhin als einer der vornehmsten Wiens. Sir George Thomas Smart, ein Mitbegründer der Londoner Philharmonic Society, lernte 1825 hier Ludwig van Beethoven kennen. Dieser war häufiger Gast, weil die von ihm des öfteren benützte Postkutsche nach Baden hier abging. In den 30er Jahren (bis 1842) wohnte hier während des Sommers bis in den Spätherbst der Triestiner Gelehrte und Schriftsteller Dr. Rosetti Edler von Scander. In den letzten Jahren seines Bestehens (unter den Besitzern Franz Schmidt und Leopoldine Bayer) wurde der Gasthof zum Hotel.

1873 erwarb der Wiener Bauverein das Haus und verkaufte es 1877 an Ernst Wahliss, der 1878 an seiner Stelle durch Gustav Korompay das Warenhaus der Porzellanfirma Wahliss errichten ließ.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Gasthof (später Hotel) "Zum wilden Mann"


Literatur

  • Felix Czeike: Die Kärntner Straße. Wien [u.a.]: Zsolnay 1975 (Wiener Geschichtsbücher, 16), S. 82 ff.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 390
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 436-438