Zum goldenen Rebhuhn

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1374
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ferdinand Fellner der Jüngere, Hermann Gottlieb Helmer
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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BezirkStraßeHausnummer
1Goldschmiedgasse6

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt59318211862
Stadt63217951821
Stadt53917701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Zum goldenen Rebhuhn (1, Goldschmiedgasse 6; Konskriptionsnummer 593).

Dieses Haus "Unter den Goldschmieden" wird zum erstem Mal im Jahr 1374 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert gehörte es mehreren Kindern des Bürgermeisters Laurenz Haiden. Nach 1550 wurde es wohl umgebaut oder der Wert auf eine Art gesteigert, da es beim Verkauf 1550 nur 800 Pfund Wiener Pfennig einbrachte, aber 1556 um 1350 Pfund Wiener Pfennig von einem Seiler namens Wolfgang Rephuen erworben wurde, aus dessen Familiennamen später die Bezeichnung "Zum goldenen Rebhuhn" entstand. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Gebäude umgebaut, wobei es mit einem gemauerten Stöckl baulich verbunden wurde.

1780 hieß das Haus "Zum Rebhuhn" und hatte oberhalb des Tores ein vergoldetes, steinernes Rebhuhn im Schild. Im Jahr 1872 erwarb die "Wiener Baugesellschaft" das Gebäude und verkaufte es 1876 an die "Anglo-österreichische Bank".

Vor dem Abbruch des Hauses (1879) befand sich hier das alte "Rebhendlgasthaus", dessen Nachfolger das "Café Rebhuhn" wurde (später im Haus 1, Goldschmiedgasse 8; hier war unter anderem Joseph Roth Stammgast). Im früheren Lokal spielte Josef Lanner mit seinem Orchester die neuesten Walzer. Auch Franz Schubert war öfter zu Gast.

Neubau 1880

Das heutige Gebäude wurde im Jahr 1880 nach Plänen von Ferdinand Fellner und Hermann Helmer errichtet und befand sich weiterhin im Besitz der "Anglo-österreichischen Bank". Am 4. Juni 1903 wurde es an die Firma "Koppel, Frisch & Co." verkauft, von der es 1928 die "Lebensversicherungsgesellschaft Phoenix" erwarb, nach deren Zusammenbruch es in den Besitz der "Österreichischen Versicherungs A.G." kam.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 772-775