Zum goldenen Elefanten (9, Apotheke)

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Art der Organisation Sonstiges
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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Zum goldenen Elefanten (9, Liechtensteinstraße 72), Apotheke. Die Eröffnung geht auf den Beschluss des Apothekerkollegiums vom 6. März 1766 zurück, in der von Adam Fürst Liechtenstein gegründeten Vorstadt Lichtental (die damals bereits über 200 Häuser umfasste) eine gemeinschaftliche Apotheke zu errichten. Als Administrator wurde der Apotheker Franz de Pauli eingesetzt, der auch die Filialapotheke zu St. Ulrich zu betreuen hatte. Als Joseph II. 1782 das Apothekergremium zur Veräußerung seiner (damals bereits vier) Filialapotheken zwang, wurde die Lichtentaler Apotheke um 8.100 Gulden an den bisherigen Provisor Johann Müller verkauft (18. Jänner 1773; Standort Lichtental 9 [9, Liechtensteinstraße 80, Salzergasse 27]). Nach dem Tod Müllers (31. März 1792) kam die Apotheke an seine Witwe und wurde bei dieser Gelegenheit auf 15.000 Gulden geschätzt. Während der Choleraepidemie 1830/1831 (Cholera) wurde auf dem Himmelpfortgrund eine Filialapotheke eingerichtet. Mit allerhöchstem Entschluss vom 29. November 1864 wurde das Personalgewerbe in ein verkäufliches Gewerbe umgewandelt (Normalwert 4.200 Gulden). 1902 kam die Apotheke an Gabriele Weis, die sie verpachtete, 1918 an Ph. Mr. Eugen Hacker und 1938 an Ph. Mr. Otto Nicoladoni; 1945 wurde die Apotheke unter öffentliche Verwaltung gestellt und 1948 an den Neffen Hackers, Samuel Hacker, rückgestellt (der bisherige öffentliche Verwalter Thomas Mauracher fungierte als Pächter).


Literatur

  • Leopold Hochberger / Joseph Noggler: Geschichte der Wiener Apotheken. Wien: Verlag des Wiener Apotheker-Hauptgremiums 1917-1919, S. 172 ff.
  • Akt der Gehaltskasse der Österreichischen Apothekerkammer