Zum Drachen

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Steinbasrelief an dem "Drachenhause" in der Singerstraße.
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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Bildname Drachenhaus Singerstraße.jpg
Bildunterschrift]]  Steinbasrelief an dem "Drachenhause" in der Singerstraße.
Bildquelle Wilhelm Kisch: Wien. Wien: Gottlieb 1883
Bildrechte

Zum Drachen (1, Singerstraße 4, Konskriptionsnummer 900), Hausschild (Anfang des 18. Jahrhunderts).

Das Haus, das ab dem 16. Jahrhundert den Schildnamen "Zum grünen Lindwurm" trug, gehörte 1679 dem kaiserlichen Hofmusikus Andreas Antonius Schmelzer von Ehrenruf und seiner Gattin. An der Gassenfront des Hauses war ein schönes steinernes Basrelief angebracht, das Maria mit dem Jesuskind auf der Mondsichel sitzend in einer Strahlenglorie darstellte. Darüber befanden sich zwei schwebende Engel, die eine Krone über Maria hielten. Unter der Gottesmutter war ein Spruchband zu sehen, das jedoch im 19. Jahrhundert (laut Albert Camesina) infolge von Übermalung und Verwitterung nicht mehr lesbar war. An unterster Stelle wurde ein kriechender Lindwurm (Drache) abgebildet. Das Haus wurde 1936 abgebrochen.

Literatur

  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechanische Wiedergabe [der Ausgabe von 1883]). Band 1. Cosenza: Brenner 1967, S. 600 f.
  • Richard A. Prilisauer: Versuch einer Musiktopographie der Stadt Wien. Vervielfältigung (WStLA). 1. Teil: Innere Stadt - Kärntner Viertel, S. 3
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 330 f.
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 4-7