Zum Bogner

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Wohn- und Geschäftshaus Bognergasse Nr. 3, errichtet 1902 nach Plänen von Franz Krauß und Josef Tölk
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1446
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Wo der Teufel mit der Bognerin rauft, Zum Wenighoffer
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Franz Krauß, Josef Tölk
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  6.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Bognergasse Nr.3.jpg
Bildunterschrift  Wohn- und Geschäftshaus Bognergasse Nr. 3, errichtet 1902 nach Plänen von Franz Krauß und Josef Tölk
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, D 76617: Der Architekt, Oktober 1905, Tafel 97
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
1Bognergasse3
1Naglergasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt21017701795
Stadt22417701795
Stadt30818211862
Stadt31118211862
Stadt33517951821
Stadt33917951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Zum Bogner (1, Bognergasse 3, Naglergasse 4, Konskriptionsnummern 308 und 311).

Vorgängergebäude

Haus Stadt 308

Dieses Haus lässt sich bis ins Jahr 1467 zurückverfolgen. Es lag an der Naglergasse und wurde 1836 von den Besitzern des Hauses Stadt 311 erworben.

Haus Stadt 311 "Wo der Teufel mit der Bognerin rauft" / "Zum Wenighoffer"

Hier standen ursprünglich zwei Häuser. Die erste urkundliche Erwähnung dieser Gebäude stammt aus dem Jahr 1446 beziehungsweise 1456. Ab 1565 befanden sich beide Häuser in einer Hand und wurden zu einem verbaut. Im 17. Jahrhundert erhielt das Haus den Schildnamen "Zum Wenighoffer", der sich vom Familiennamen der damaligen Besitzer (darunter der Bürgermeister Johann Franz von Wenighoffer) ableitete. Dieser ersetzte das ursprüngliche Hauszeichen ("Wo der Teufel mit der Bognerin rauft"), das mit einer Wiener Volkssage in Verbindung stand. Nachdem die Besitzer 1836 auch das Haus Stadt 308 erworben hatten, wurden beide Häuser 1839 baulich verbunden.


Neubau 1902

1902 wurde das Haus nach Plänen von Franz Freiherr von Krauß und Josef Tölk neu erbaut. Wie schon beim Vorgängergebäude war der Besitz des Hauses sehr zersplittert. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde eine Besitzerin aufgrund des Reichsbürgergesetzes enteignet. Damit kam 1/18 des Hauses in den Besitz der Reichsfinanzverwaltung des Deutschen Reiches, wurde aber nach dem Krieg wieder zurückgegeben.


Literatur

  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 2. Wien: Gerlach & Wiedling 1906, S. 422
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 2. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 316-320