Zu den vier Jahreszeiten (1)

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung Hotel Wandl
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Josef Georg Daum
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  6.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
1Kühfußgasse2
1Petersplatz9

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt61417751821
Innere Stadt57518211862
Innere Stadt55417701775
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Petersplatz 9 (Konskriptionsnummer 575). Identisch mit Kühfußgasse 2, mit dem Schildnamen "Zu den vier Jahreszeiten".

1378 erstmals erwähnt. Das Haus gehörte 1696 einem Günstling Leopolds I., dem Hofkammerrat und Schlosshauptmann von Laxenburg Johann Jakob März von Spiegelfeld. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde 1849 das Gebäude nebst einem kleinen Haus im Kühfussgassel niedergerissen und der Neubau bis 1848 als Zinshaus genutzt. Dieses erhielt damals eine vollkommene Umgestaltung und wurde zum Hotel adaptiert das Josef Georg Daum (Elysium) und seine Gattin Anna Daum leiteten.

Das Hotel zu den Vier Jahreszeiten

Daum stattete es in seiner großzügigen Art mit einem in Wien bis dahin noch nie gesehenen Komfort aus. Nach Pariser Muster eröffnete er auch hier die ersten Chambres séparés, die für Wien eine Neuheit darstellten. Das Hotel konnte gegen Eintrittsgeld besichtigt werden und schon die ersten fünf Besuchstage ergaben 45.000 Besucher. Da Daum durch Spekulationen in Geldnöte kam, überließ er am 24. Jänner 1854 das Hotel Josef Wandl und dessen Gattin Helene gegen eine Leibrente von 5000 Gulden jährlich. Noch im selben Jahr, am 12. Dezember starb Daum an Cholera.
Das Hotel blieb bis zum Jahr 1895 im Besitz der Familie Wandl, dann übernahm Iganz Dungl Hotel und Restaurant, doch kehrte die Familie Wandl auch wieder in den früheren Besitz zurück, den sie noch heute inne hat (Hotel Wandl).


Kriegsschäden

Am 8. April 1945 wurde durch den Einschlag einer russischen Pressluftbombe vor dem Haus die Fassade schwer beschädigt und die Inneneinrichtung verwüstet.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Hotel "Zu den vier Jahreszeiten"/Hotel Wandl (1849)


Literatur

  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 152
  • Meiseis: Bummel durch Alt-Wien. 1936, S. 99 f., S. 107
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 328
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 1. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 195 – 199