Zu den drei Husaren

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Zu den drei Husaren (1, Weihburggasse 4), Abendrestaurant für gehobene Ansprüche.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam der legendäre Husarenoberst Graf Paul Pälffy auf die Idee, ein Restaurant zu eröffnen, und realisierte diese Absicht gemeinsam mit seinem Vetter Peter Pälffy und dem Rittmeister Baron Sonjok. Das Restaurant, dessen Name sich von diesen drei Husarenoffizieren ableitet, wurde rasch ein Mittelpunkt der Wiener Gesellschaft. 1930 übernahm der langjährige Restaurantdirektor Ignaz Diener mit der Sacherbrigade die Leitung des Restaurants, doch wurde die finanzielle Basis durch den in Geschäften unerfahrenen Grafen bald erschüttert. Nachdem das Lokal vorübergehend von Frau Ella Zirner als Kantine des Kaufhauses Zwieback geführt worden war, wurde es am 14. Oktober 1933 an den Berliner Gastronomen Otto Horcher verkauft. 1943 musste das Restaurant kriegsbedingt gesperrt werden. Am 21. November 1951 wurde es durch Egon Fodermayer wiedereröffnet. (Fodermayer & Wewalka KG) und mit wertvollen Möbeln und Gemälden ausgestattet. Es erlangte durch seine typisch wienerische Note rasch weltweite Anerkennung. Seit 1980 führen Ewald Plachutta (Fodermayers Neffe, der 18 Jahre Küchenchef im Hotel Astoria war) und Uwe Kohl (Hotelmanager, zuletzt Hotel Astoria) das Restaurant. Die Bibliothek, die eine Fülle literarischer Kostbarkeiten enthält, der „Rote Salon" („Salon Fodermayer") und der große Speiseraum bilden Treffpunkte der Wiener Gesellschaft.

Literatur

  • Information des Restaurants „Drei Husaren"