Wollzeile 20

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1., Wollzeile 20, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1794
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zum roten Rössl
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  6.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Wollzeile20.jpg
Bildunterschrift  1., Wollzeile 20, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Wollzeile20
1Schulerstraße15

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt82617701795
Stadt85918211862
Stadt91117951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Wollzeile 20 (Konskriptionsnummer 859), Schulerstraße 15; Zum roten Rössl.

Die älteste urkundliche Erwähnung dieses Hauses stammt aus dem Jahr 1376, als es zusammen mit einem auf dem Grundstück des heutigen Hauses Wollzeile 18 (ehemals Stadt 860, Haus A) stehenden Gebäude verkauft wurde. Zwischen 1381 und 1446 sind keine Unterlagen zum Haus erhalten geblieben. Aus dem 16. Jahrhundert ist bekannt, dass es den Namen "Zum roten Rössel" trug und dem Besitzer des Hauses Stadt 858 (Wollzeile 22) gehörte. 1542 wurde das Haus in drei selbständige Objekte geteilt, wobei zwei Teile später im Haus Stadt 858 aufgingen. Als 1627 das Nachbargebäude Stadt 858 abbrannte, kaufte der Besitzer des Hauses Stadt 859 ein abgebranntes Stöckl seines Nachbarn.

Im Jahr 1794 erwarb der Hofrat Franz Anton von Sonnenfels das Gebäude und ließ es noch im selben Jahr durch das heutige Haus ersetzen, das auf einer Grundfläche von 481 Quadratmetern steht. Am 28. Februar wurde es vom Polizeiminister Josef Sedlnitzky von Choltic erworben. Die "Steyrermühl Papierfabriks- und Verlagsgesellschaft" kaufte es am 24. Jänner 1919.

Beim Bombardement des 8. April 1945 traf eine Bombe den dritten Stock des Hintertrakts (Front zur Schulerstraße) und durchschlug die darunter liegenden Geschosse, die dabei zerstört wurden. Das Dach wurde infolge der Druckwellen und Splitter der in der Umgebung explodierenden Bomben zwar stark beschädigt, stürzte aber nicht ein.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 539-542 und 575